Der   Mythos,   man   könne   ein   gutes   Kugelpanorama   nur   mit   einer   Profi-Ausrüstung   erstellen, ist   weit   verbreitet,   aber   falsch.   Ein   gutes   Panorama   vermittelt   Emotionen,   egal,   ob   die Aufnahme   kleinere   Mängel   (wie   zum   Beispiel   kaum   wahrnehmbare   Nahtfehler)   aufweist. Viel   wichtiger   als   der   Einsatz   sündhaft   teurer   Technik   ist   das Auge   hinter   der   Kamera;   ist   die Auseinandersetzung   mit   dem   Motiv.   Und   mitunter   das   Glück,   im   richtigen   Moment   an   der richtigen Stelle zu sein. Zurzeit   liegen   One-Shot-Kameras   groß   im   Trend.   Auch   das   Smartphone   kommt   vermehrt zum   Einsatz.   Hier   steht   der   Spaß   an   der   Sache   an   vorderster   Stelle.   In   Sachen   Bildqualität, Auflösung   und   Farbtreue   können   beide   Systeme   nicht   so   recht   überzeugen.   Dazu   sind   die Sensoren   dann   doch   etwas   zu   klein   dimensioniert   und   die   Optiken   zu   schlecht   vergütet.   Mit dem   Problem   von   Farbsäumen   und   lens   flares   kämpfen   aber   auch   jene,   die   ein   preiswertes Fisheye   an   ihrer   Kamera   betreiben.   Es   nützt   die   beste   Kamera   nichts,   wenn   die   Optik   nichts taugt.     Kurzum:     Die     Idee,     eine     ausgereifte     und     womöglich     bereits     vorhandene Kompaktkamera     zum     Erstellen     eines     qualitativ     hochwertigen     Kugelpanoramas     zu verwenden,   ist   nicht   die   schlechteste. Auch   wenn   der   fotografische Aufwand   im   Vergleich   zu einer   360°-Kamera   etwas   größer   ist   und   weiteres   Equipment,   wie   z.B.   ein   Stativ   und   ein   VR- Kopf (Nodalpunktadapter), benötigt werden. Apropos    Equipment.    Wir    haben    eben    mal    schnell    eine    Profiausrüstung    (Bild    rechts) zusammengestellt, um preisliche Fakten zu schaffen: Ein   Hobbyfotograf   mit   Ambitionen   wird   sich   von   3.270   €   nicht   abschrecken   lassen.   Wer   auf die   Geldbörse   achtet,   wird   den   Teufel   tun,   mehrere   tausend   Euro   zu   investieren,   um   ein Kugelpanorama   anzutesten.   So   ähnlich   erging   es   auch   uns. Als   wir   im   Jahr   2010   das   erste Kugelpanorama   im   Internet   entdeckten,   stellten   wir   uns   die   Frage:   Wie   funktioniert   das?   Wie wird   so   ein   Panorama   fotografiert?   Wir   lasen   uns   sein   und   griffen   zur   Werkzeugkiste.   Die Zielsetzung   war,   unsere   Lumix   TZ4   auf   einen   simplen   Nodalpunktadapter   anzuflanschen. Das   Ergebnis   sehen   Sie   rechts:   Ein   Eigenbau   bestehend   aus   einem   Blechwinkel   und   einem Aluminiumausleger.   Nicht   hübsch   zwar,   aber   die   Bastelarbeit   funktionierte   perfekt.   Und   die Kosten konnten sich sehen lassen: Zum    Glück    hat    sich    der    Markt    mittlerweile    auf    die    Bedürfnisse    eines    Hobbyfotografen      eingestellt.   Die   ersten   Nodalpunktadapter   (auch   VR-Systeme   genannt)   kosteten   an   die   600€ und   waren   fürs   Hobby   viel   zu   teuer.   Wer   heute   nach   einem   preiswerten   VR-System   sucht, findet    Modelle    ab    ca.    80    €    aufwärts.    In    unserem    Artikel     „Sinnvolles    Zubehör    für    die Panoramafotografie“   stellen   wir   preiswerte   Hersteller   vor   und   geben   nützliche   Tipps.   Wer seinen   ganz   persönlichen Adapter   bauen   möchte:   Sich   einen   Nodalpunktadapter   zu   basteln, ist   keine   Hexerei.   Besuchen   Sie   unsere   Seite   Der   Nodalpunktadapter   im   Eigenbau    und informieren   Sie   sich,   worauf   Sie   achten   müssen.   Unseren   Eigenbau   haben   wir   übrigens   aus sentimentalen   Gründen   nicht   verschrottet,   aber   vor   kurzem   ersetzt   durch   ein   ultrakompaktes VR-System.   Lutz   Müller   Fototechnik    in   Ilmenau   steht   an   dieser   Stelle   exemplarisch   für preiswerte   Lösungen,   die   ihr   Geld   wert   sind   (was   man   von   so   manch   einem   China-Produkt nicht   behaupten   kann).   Das   Modell   pocketPANO    (Bild   rechts)   ist   in   zwei   Varianten   erhältlich. Die   Variante   COMPACT    wird   speziell   für   einen   Kameratyp   angeboten   (z.B.   Sony   RX100, Canon     G7X-II     oder     Fuji     X100F),     während     die     Variante     VARIO      für     spiegellose Systemkameras    mit    Wechselobjektiven    und    alle   Arten    von    Kompaktkameras    entwickelt wurde. Die Preise liegen je nach Ausführung zwischen 79,90 und 199 €.
Kugelpanorama erstellt mit Kompaktkamera Fassen   wir   kurz   zusammen:   Sie   benötigen   neben   Ihrer   Kamera   ein   solides   Stativ   und   einen   Nodalpunktadapter.   Um   die Einzelbilder   dann   zu   einem   Panorama   zusammenzunähen,   bedarf   es   spezieller   Software   (Stitcher).   Nahezu   jeder   Stitcher   kann als   Trial-Version   kostenlos   aus   dem   Netz   bezogen   werden.   Besuchen   Sie   unsere   Site   Softwaretest .   Hier   werden   Sie   fündig   und finden   weitere   Infos.   Wir   verwenden   PTGui   Pro   und   PanoramaStudio   Pro   als   auch   die   freeware   Hugin.   Das   nun   folgende Panorama    wurde    mit    PTGui    erstellt.    Als    Kamera    diente    unsere    Lumix    LX3.    Der    Kontaktabzug    zeigt    zunächst    die Einzelaufnahmen in logischer Reihenfolge. Sie können die Bilder zum Vergrößern anklicken. Bereits   in   der   Vorschau   ist   zu   erkennen,   dass   sich   die Bilder        hervorragend        zu        einem        Kugelpanorama zusammenfügen       lassen.       Der       Stitcher       hat       eine equirectangulare        Projektion        erzeugt        mit        einem Seitenverhältnis   von   2:1.   Die   maximale   Auflösung   beträgt     16.380    x    8.190    Pixel.    Obwohl    die    Vorschau    noch    nicht gerendert    ist,    sind    keine    Abweichung    hinsichtlich    der Helligkeit   ersichtlich.   Die   Farbtemperatur   ist   durchgehend harmonisch. Stitchingfehler haben wir keine entdeckt. Zum   Abschluss   zeigen   wir   das   fertige   Kugelpanorama   mit einer Auflösung   von   10.000   x   5.000   Pixel.   Die Auflösung   ist mehr als ausreichend für eine gelungene Webpräsentation.
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360° Tourist-Info Sämtliche Panoramen beinhalten eine kleine Tourist-Information, damit Sie wissen, was Sie sehen und wo es zu finden ist.
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Mit der Kompaktkamera zum Kugelpanorama

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Copyright 2007-2019  |  www.ralf-michael-ackermann.de ©  |  97877 Wertheim, 25.11.2018  |   ralf_ackermann@yahoo.de 
Kugelpanorama - Bad Orb - Martinskirche Innenansicht Kugelpanorama - Kreuzwertheim - Fuhrpark der Feuerwehr Kugelpanorama - Burg Runkel - Blick aus der Burgmauer
Bad Orb - Martinskirche Innenansicht
Burg Runkel - Blick aus der Burgmauer
Weitere Kugelpanoramen finden Sie auf unserer Galerie
Kreuzwertheim - Fuhrpark der Feuerwehr
Kugelpanorama - Rüdesheim - Souvenir-Shop in der Drosselgasse
Rüdesheim - Souvenir-Shop in der Drosselgasse
Animation: In dieser Reihenfolge wird ein Kugelpanorama fotografisch erstellt. Gestartet wird mit dem Blick in den Himmel (Zenit).
Nodalpunktadapter Novoflex VR-SLANT =    250 € Stativ Gitzo GT3541LS Systematic Carbon =    650 € Canon EOS 5D Mark II SLR-Digitalkamera Gehäuse = 1.700 € SIGMA 15mm F2,8 EX DG FISHEYE Objektiv =    670 € Summe = 3.270 €
Nodalpunktadapter Marke Eigenbau =        5 € Stativ Bilora mit drehbarem Panoramakopf       =      45 € Panasonic Lumix TZ4 =    259 € Summe =    309 €
Wie wird der Nodalpunkt ermittelt? Anhand    dieses    Videos    möchten wir      Ihnen      zeigen,      wie      Ihre Kompaktkamera      korrekt   auf   den Nodalpunktadapter     montiert     und einjustiert     wird.     Jan     Röpenack verwendet       eine       Spiegelreflex- kamera     an     einem     mehrzeiligen Novoflex-Adapter.     Das     tut     der Sache   aber   keinen   Abbruch.   Das Objektiv        muss        korrekt        im Knotenpunkt     stehen,     ansonsten entstehen   Parallaxefehler,   die   das Zusammennähen   der   Einzelbilder entweder     erschwert,     oder     gar unmöglich macht. Bitte   schauen   Sie   sich   das   Video in     Ruhe     an.     Grundlagenwissen schadet nie.
29 Einzelaufnahmen ergeben eine “Sphäre”. Das erste Bild zum Himmel wird als Zenit bezeichnet, das letzte als Nadir (Bodenbild).
Kontaktabzug
Hier zeigen wir die komplette Bildserie eines Kugelpanoramas bestehend aus 29 Einzel- aufnahmen (zum Vergrößern bitte anklicken).
Wie viele Bilder werden für ein Kugelpanorama benötigt? Nach   der   korrekten   Justage   der   Kamera   stellt   sich   die   Frage,   in   welchen   Winkelschritten   das   Panorama   fotografiert   werden muss. Als   Regelsatz   gilt:   Je   kleiner   die   Brennweite,   um   so   weniger   Bilder   werden   benötigt.   Bei   einem   Zoom-Objektiv   wählt   man folglich   den   maximalen   Weitwinkelbereich.   Fotografiert   wird   im   Hochformat.   Wichtig   zu   wissen:   Die   Software   (Stitcher),   die   die Bilder später zu einem Kugelpanorama zusammennäht, erwartet eine Überlappung von ca. 20 - 50%. Wer   die   Werte   selbst   ermitteln   möchte:   Ein   35mm   Objektiv   verfügt   über   einen   Bildwinkel   von   38°   x   54°   am   Kleinbildformat.   Da wir   im   Hochformat   fotografieren,   steht   der   Wert   38°   für   den   horizontalen   Blickwinkel.   In   der   Betrachtung   sieht   das   aus   wie   folgt: Für   die   Berechnung   der   Winkelschritte   in   der   Senkrechten   (Schwenken   und   Neigen   der   Kamera)   sind   in   unserem   Beispiel   die 54° Bildwinkel des 35mm Objektiv ausschlaggebend:
Der max. Bildwinkel beträgt 38° in der Horizontalen Der Stitcher benötigt ca. 20 bis 25 % Überlappung (8°) Der nutzbare Bildwinkel beträgt folglich 38° - 8° = 30° Teilen wir den Vollkreis in 30°-Schritte auf, benötigen wir 12 Einzelbilder pro Reihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Der max. Bildwinkel beträgt 54° in der Vertikalen Wir legen den nutzbaren Bildwinkel auf 45° fest. Die Überlappung sollte in der Regel etwas größer sein
Die     folgende     Tabelle     kann     als    Anhaltspunkt     für     die     Einstellung     der horizontalen   und   vertikalen   Rastwinkel   in   Abhängigkeit   der   Brennweite   im Kleinbildformat    (KB)    genutzt    werden.    Dazu    muss    der    an    Ihrem    Objektiv einstellbare     Brennweitenbereich     umgerechnet     auf     das     Kleinbildformat bekannt sein (siehe Benutzerhandbuch der Kamera).
3 Reihen á 12 Aufnahmen plus Nadir und Zenit schließen das Kugelpanorama 1 2 3 Zenit Nadir
Brennweite KB
Drehwinkel
Bilder
Überlappung
Neigungswinkel
Reihen
Überlappung
15 mm
60° Horizontal
6
22%
45° Vertikal
3
55%
18 mm
45° Horizontal
8
33%
45° Vertikal
3
50%
21 mm
40° Horizontal
9
33%
45° Vertikal
3
45%
24 mm
30° Horizontal
12
45%
45° Vertikal
3
39%
28 mm
30° Horizontal
12
35%
45° Vertikal
3
31%
35 mm
30° Horizontal
12
21%
45° Vertikal
3
17%
50 mm
20° Horizontal
18
26%
30° Vertikal
5
24%
Der Standort der Kamera beim Erstellen eines Kugelpanoramas will gut durchdacht sein!
360° tipp Hier finden Sie Tipps und Tricks rings zum das Thema der Panoramafotografie tipp VR-System im Eigenbau tipp Kugelbilder vom Einbein tipp Smartphone via WLAN tipp Tutorial Little Planet tipp Was sind Kugelbilder
Wichtige Tipps für das erste Kugelpanorama Nachdem   die   Kamera   montiert   und   korrekt   im   Knotenpunkt   sitzt,   sollte man   im   ersten   Schritt   das   Objektiv   zu   jener   Brennweite   zoomen,      für   die der   Nodalpunktadapter   eingestellt   wurde.   Alle   Bilder   werden   im   Idealfall mit   einer   festen   Blende,   einer   festen   Belichtungszeit,   einem   festen Weißabgleich,    fester    ISO-Empfindlichkeit,    sowie    manuellem bzw.   fest   eingestelltem   Fokus   aufgenommen.   Für   eine   hohe Schärfentiefe    wird    abgeblendet    (f8-f11).    Die    richtige Belichtungszeit   ermitteln   Sie   nach Augenmaß,   indem   Sie mehrere   Aufnahmen   in   schattige   und   sonnige   Partien schießen.   Darüber   hinaus   möchten   wir   Ihnen   folgende Tipps  mit auf den Weg geben: Wie   bereits   erwähnt,   lautet   unser   Rat,   die   Bilder   für   ein   Kugelpanorama im   M-Modus   (manuell)   zu   erstellen.   Viele   Kompaktkameras   bieten   diese Einstellung   leider   nicht   an.   Die   Belichtung   und   die   Fokussierung   erfolgen vollautomatisch.   In   diesem   Fall   müssen   Sie   Ihre   Bilder   mittels   eines Bildbearbeitungsprogramms      vor      dem      Stitchen      angleichen.      Bei durchschnittlich   28-38   Bildern   sind   immer   wieder   mal   einzelne   Bilder dabei,   die   etwas   zu   hell   oder   zu   dunkel   ausgefallen   sind.   Zwar   gleicht ein   Stitcher   Helligkeitsdifferenzen   aus,   aber   nur   bis   zu   einem   gewissen Grad.     Dann     entstehen     unschöne     Nebelgebilde,     unscharfe     Bild- sequenzen,     oder     aber     das     fertige     Panorama     wirkt     fehlbelichtet. Beurteilen   Sie   ihre   Bilder   sorgsam   und   passen   sie   die   Bilder   behutsam an.    Sich    eine    Sicherheitskopie    der    Originalaufnahmen    anzulegen    ist ratsam.
Die richtige Position des Stativs
Windstille Tage bevorzugt
Unbelebte Plätze und Orte
Weniger Himmel ist mehr
Obacht vor Sonnenbrand
Equirectangulare Projektion, no blend
360° Info Senden Sie uns Ihren Panorama- wunsch
Schöllkrippen - Jahrtausendlinde St.-Lukas-Kapelle
Panorama von Ackermann Michael, fotografiert 07/07/2018
Schöllkrippen - Jahrtausendlinde St.-Lukas-Kapelle Landkarte
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Das Panorama-Magazin

Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad.

Tipp
Nodalpunktadapter im Eigenbau
Tipp
Was eigentlich ist ein Kugelpanorama?
Tipp
Wie wird ein Kugelpanorama erstellt?
Tipp
Wie wird ein Kugelpanorama veröffentlicht?
Tipp
Das 6 Meter Hochstativ im Eigenbau
DIE URHEBERRECHTE DER FOTOS UND PANORAMEN LIEGEN BEIM JEWEILIGEN FOTOGRAFEN
Das Panorama Magazin Kugelpanoramen, die Welt in 360 Grad
Der    Mythos,    man    könne    ein    gutes    Kugelpanorama    nur    mit    einer    Profi- Ausrüstung   erstellen,   ist   weit   verbreitet,   aber   falsch.   Ein   gutes   Panorama vermittelt    Emotionen,    egal,    ob    die    Aufnahme    kleinere    Mängel    (wie    zum Beispiel    kaum    wahrnehmbare    Nahtfehler)    aufweist.    Viel    wichtiger    als    der Einsatz    sündhaft    teurer    Technik    ist    das   Auge    hinter    der    Kamera;    ist    die Auseinandersetzung   mit   dem   Motiv.   Und   mitunter   das   Glück,   im   richtigen Moment an der richtigen Stelle zu sein. Zurzeit   liegen   One-Shot-Kameras   groß   im   Trend. Auch     das     Smartphone     kommt     vermehrt     zum Einsatz.    Hier    steht    der    Spaß    an    der    Sache    an vorderster   Stelle.   In   Sachen   Bildqualität, Auflösung und    Farbtreue    können    beide    Systeme    nicht    so recht   überzeugen.   Dazu   sind   die   Sensoren   dann doch   etwas   zu   klein   dimensioniert   und   die   Optiken zu     schlecht     vergütet.     Mit     dem     Problem     von Farbsäumen   und   lens   flares   kämpfen   aber   auch jene,   die   ein   preiswertes   Fisheye   an   ihrer   Kamera betreiben.   Es   nützt   die   beste   Kamera   nichts,   wenn die    Optik    nichts    taugt.    Kurzum:    Die    Idee,    eine ausgereifte    und    womöglich    bereits    vorhandene Kompaktkamera    zum    Erstellen    eines    qualitativ hochwertigen   Kugelpanoramas   zu   verwenden,   ist   nicht   die   schlechteste. Auch wenn   der   fotografische   Aufwand   im   Vergleich   zu   einer   360°-Kamera   etwas größer    ist    und    weiteres    Equipment,    wie    z.B.    ein    Stativ    und    ein    VR-Kopf (Nodalpunktadapter), benötigt werden. Apropos   Equipment.   Wir   haben   eben   mal   schnell   eine   Profiausrüstung   (Bild rechts) zusammengestellt, um preisliche Fakten zu schaffen: Ein    Hobbyfotograf    mit   Ambitionen    wird    sich    von 3.270    €    nicht    abschrecken    lassen.    Wer    auf    die Geldbörse    achtet,    wird    den    Teufel    tun,    mehrere tausend       Euro       zu       investieren,       um       ein Kugelpanorama   anzutesten.   So   ähnlich   erging   es auch     uns.    Als     wir     im     Jahr     2010     das     erste Kugelpanorama   im   Internet   entdeckten,   stellten   wir uns   die   Frage:   Wie   funktioniert   das?   Wie   wird   so ein   Panorama   fotografiert?   Wir   lasen   uns   sein   und griffen    zur    Werkzeugkiste.    Die    Zielsetzung    war, unsere       Lumix       TZ4       auf       einen       simplen Nodalpunktadapter    anzuflanschen.    Das    Ergebnis sehen    Sie    rechts:    Ein    Eigenbau    bestehend    aus einem   Blechwinkel   und   einem   Aluminiumausleger. Nicht      hübsch      zwar,      aber      die      Bastelarbeit funktionierte   perfekt.   Und   die   Kosten   konnten   sich sehen lassen: Zum   Glück   hat   sich   der   Markt   mittlerweile   auf   die Bedürfnisse    eines    Hobbyfotografen        eingestellt. Die   ersten   Nodalpunktadapter   (auch   VR-Systeme genannt)    kosteten    an    die    600€    und    waren    fürs Hobby    viel    zu    teuer.    Wer    heute    nach    einem preiswerten   VR-System   sucht,   findet   Modelle   ab ca.   80   €   aufwärts.   In   unserem   Artikel    „Sinnvolles Zubehör    für    die    Panoramafotografie“    stellen    wir preiswerte    Hersteller    vor    und    geben    nützliche Tipps.    Wer    seinen    ganz    persönlichen    Adapter bauen   möchte:   Sich   einen   Nodalpunktadapter   zu basteln,   ist   keine   Hexerei.   Besuchen   Sie   unsere Seite    Der    Nodalpunktadapter    im    Eigenbau     und informieren   Sie   sich,   worauf   Sie   achten   müssen. Unseren     Eigenbau     haben     wir     übrigens     aus sentimentalen   Gründen   nicht   verschrottet,   aber   vor kurzem    ersetzt    durch    ein    ultrakompaktes    VR- System.   Lutz   Müller   Fototechnik    in   Ilmenau   steht an     dieser     Stelle     exemplarisch     für     preiswerte Lösungen,   die   ihr   Geld   wert   sind   (was   man   von   so manch     einem     China-Produkt     nicht     behaupten kann).   Das   Modell   pocketPANO    (Bild   rechts)   ist   in zwei   Varianten   erhältlich.   Die   Variante   COMPACT   wird   speziell   für   einen   Kameratyp   angeboten   (z.B. Sony    RX100,    Canon    G7X-II    oder    Fuji    X100F), während     die     Variante     VARIO      für     spiegellose Systemkameras    mit    Wechselobjektiven    und    alle Arten   von   Kompaktkameras   entwickelt   wurde.   Die Preise   liegen   je   nach   Ausführung   zwischen   79,90 und 199 €.
Kugelpanorama erstellt mit Kompaktkamera Fassen   wir   kurz   zusammen:   Sie   benötigen   neben   Ihrer   Kamera   ein   solides Stativ    und    einen    Nodalpunktadapter.    Um    die    Einzelbilder    dann    zu    einem Panorama    zusammenzunähen,    bedarf    es    spezieller    Software    (Stitcher). Nahezu    jeder    Stitcher    kann    als    Trial-Version    kostenlos    aus    dem    Netz bezogen   werden.   Besuchen   Sie   unsere   Site   Softwaretest .   Hier   werden   Sie fündig     und     finden     weitere     Infos.     Wir     verwenden     PTGui     Pro     und PanoramaStudio    Pro    als    auch    die    freeware    Hugin.    Das    nun    folgende Panorama   wurde   mit   PTGui   erstellt.   Als   Kamera   diente   unsere   Lumix   LX3. Der     Kontaktabzug     zeigt     zunächst     die     Einzelaufnahmen     in     logischer Reihenfolge. Sie können die Bilder zum Vergrößern anklicken. Bereits   in   der   Vorschau ist    zu    erkennen,    dass sich   die   Bilder   hervorra - gend    zu    einem    Kugel - panorama   zusammenfü - gen   lassen.   Der   Stitcher hat    eine    equirectangu - lare    Projektion    erzeugt mit   einem   Seitenverhält - nis    von    2:1.    Die    maxi - male   Auflösung    beträgt      16.380   x   8.190   Pixel.   Obwohl   die   Vorschau   noch   nicht   gerendert   ist,   sind keine   Abweichung   hinsichtlich   der   Helligkeit   ersichtlich.   Die   Farbtemperatur ist durchgehend harmonisch. Stitchingfehler haben wir keine entdeckt. Zum   Abschluss   zeigen   wir   das   fertige   Kugelpanorama   mit   einer   Auflösung von   10.000   x   5.000   Pixel.   Die   Auflösung   ist   mehr   als   ausreichend   für   eine gelungene Webpräsentation.

Mit der Kompaktkamera zum Kugelpanorama

Nodalpunktadapter Novoflex VR-SLANT =      250 € Stativ Gitzo GT3541LS Systematic Carbon    650 € Canon EOS 5D Mark II SLR-Digitalkamera Gehäuse = 1.700 € SIGMA 15mm F2,8 EX DG FISHEYE Objektiv =    670 € Summe =  3.270 €
Nodalpunktadapter Eigenbau =        5 € Stativ Bilora mit Drehteller       =      45 € Panasonic Lumix TZ4 =    259 € Summe =    309 €
Wie wird der Nodalpunkt ermittelt? Anhand   dieses   Videos   möchten   wir   Ihnen   zeigen,   wie   Ihre   Kompaktkamera     korrekt     auf     den     Nodalpunktadapter     montiert     und     einjustiert     wird.     Jan Röpenack     verwendet     eine     Spiegelreflexkamera     an     einem     mehrzeiligen Novoflex-Adapter.   Das   tut   der   Sache   aber   keinen Abbruch.   Das   Objektiv   muss korrekt   im   Knotenpunkt   stehen,   ansonsten   entstehen   Parallaxefehler,   die   das Zusammennähen   der   Einzelbilder   entweder   erschwert,   oder   gar   unmöglich macht.    Bitte    schauen    Sie    sich    das    Video    in    Ruhe    an.    Grundlagenwissen schadet nie.
Kontaktabzug
Wie viele Bilder werden für ein Kugelpanorama benötigt? Nach   der   korrekten   Justage   der   Kamera   stellt   sich   die   Frage,   in   welchen Winkelschritten   das   Panorama   fotografiert   werden   muss.   Als   Regelsatz   gilt: Je   kleiner   die   Brennweite,   um   so   weniger   Bilder   werden   benötigt.   Bei   einem Zoom-Objektiv     wählt     man     folglich     den     maximalen     Weitwinkelbereich. Fotografiert   wird   im   Hochformat.   Wichtig   zu   wissen:   Die   Software   (Stitcher), die   die   Bilder   später   zu   einem   Kugelpanorama   zusammennäht,   erwartet   eine Überlappung von ca. 20 - 50%. Wer   die   Werte   selbst   ermitteln   möchte:   Ein   35mm   Objektiv   verfügt   über   einen Bildwinkel    von    38°    x    54°    am    Kleinbildformat.    Da    wir    im    Hochformat fotografieren,    steht    der    Wert    38°    für    den    horizontalen    Blickwinkel.    In    der Betrachtung sieht das aus wie folgt: Für   die   Berechnung   der   Winkelschritte   in   der   Senkrechten   (Schwenken   und Neigen   der   Kamera)   sind   in   unserem   Beispiel   die   54°   Bildwinkel   des   35mm Objektiv ausschlaggebend:
Die   folgende Tabelle   kann   als Anhaltspunkt   für die   Einstellung   der   horizontalen   und   vertikalen Rastwinkel   in   Abhängigkeit   der   Brennweite   im Kleinbildformat    (KB)    genutzt    werden.    Dazu muss     der     an     Ihrem     Objektiv     einstellbare Brennweitenbereich     umgerechnet     auf     das Kleinbildformat   bekannt   sein   (siehe   Benutzer- handbuch der Kamera).
1
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Zenit
Nadir
Brennweite KB
Drehwinkel
Bilder
Überlappung
Neigungswinkel
Reihen
Überlappung
15 mm
60° Horizontal
6
22%
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3
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45° Horizontal
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35 mm
30° Horizontal
12
21%
45° Vertikal
3
17%
50 mm
20° Horizontal
18
26%
30° Vertikal
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Wichtige Tipps für das erste Kugelpanorama Nachdem   die   Kamera   montiert   und   korrekt   im Knotenpunkt     sitzt,     sollte     man     im     ersten Schritt   das   Objektiv   zu   jener   Brennweite zoomen,      für   die   der   Nodalpunktad - apter   eingestellt   wurde.   Alle   Bilder - den    im    Idealfall    mit    einer    festen Blende,   einer   festen   Belichtungs - zeit,    einem    festen    Weißabgleich, fester     ISO-Empfindlichkeit,     sowie manuellem    bzw.    fest    eingestelltem Fokus    aufgenommen.    Für    eine    hohe Schärfentiefe   wird   abgeblendet   (f8-f11).   Die richtige    Belichtungszeit    ermitteln    Sie    nach Augenmaß,   indem   Sie   mehrere   Aufnahmen   in schattige   und   sonnige   Partien   schießen.   Dar - über   hinaus   möchten   wir   Ihnen   folgende   Tipps   mit auf den Weg geben: Die richtige Position des Stativs Stellen Sie Ihr Stativ möglichst zentral auf, so dass keine all zu großen Entfernungsunterschiede (zum Beispiel zu den einzelnen Gebäuden) entstehen. Wählen Sie einen schattigen Standort. Stehen Sie im Sonnenlicht, wird der Schatten Ihres Stativs und Ihr eigener Schatten später im Panorama zu sehen sein. Das heißt, Sie müssten in der Bildbearbeitung die Schatten mühsam retuschieren. Windstille Tage bevorzugt Vermeiden   Sie   Tage,   an   denen   der   Wind   zu   stark   bläst.   Grund:   Wehende Fahnen,   schaukelnde   Bäume   und   Äste   oder   eine   zu   schnell   vorbeiziehende Wolkenstruktur   können   dazu   führen,   dass   der   Stitcher   nicht   mehr   in   der   Lage ist,    die    einzelnen    Bilder    zusammenzufügen.    Diesem    Frust    geht    man    an windstillen Tagen aus dem Weg. Unbelebte Plätze und Orte Vermeiden   Sie   belebte   Plätze   und   Orte.   Grund:   In   einem   mehrreihigen   und mehrzeiligen   Aufnahmeverfahren   werden   Sie   dem   Chaos   der   Straße   nicht Herr.   Umherlaufende   Personen   und   umherfahrende   Fahrzeuge   können   dann mal   schnell   doppelt   und   dreifach   im   Panorama   erscheinen   -   oder   aber   es werden   Personen   nicht   vollständig   erfasst   und   nur   angeschnitten   abgelichtet. Das     heißt,     in     Ihrem     Panorama     tauchen     Menschen     mit     abgetrennten Gliedmaßen   auf.   Diese   Retuschearbeit   sollten   Sie   sich   anfangs   ersparen, indem sie ihr Panorama an unbelebten Orten erstellen. Weniger Himmel ist mehr Vermeiden   Sie   Panoramen   mit   einem   zu   hohen Anteil   an   Himmel.   Grund:   Die Software    (Stitcher)    benötigt    beim    Zusammennähen    der    einzelnen    Bilder Kontrollpunkte,    mit    deren    Hilfe    die    Fotos    zugeordnet    und    ausgerichtet werden.   Im   schlimmsten   der   Fälle   besteht   ihr   Himmel   aus   12 Aufnahmen,   die allesamt   blau   sind,   ohne   jeden   Anhaltspunkt.   In   diesem   Fall   müssen   Sie   die Aufnahmen   eigenhändig   positionieren.   Ein   Anfänger   sollte   sich   diese   Arbeit ersparen. Obacht vor Sonnenbrand Vermeiden   Sie   Aufnahmen   mit   direkter   Sonneneinstrahlung.   Grund:   bei   einer diffusen   Beleuchtung   (z.B.   bewölkter   Himmel)   sind   die   Helligkeitsdifferenzen sehr   viel   geringer,   als   wenn   Sie   einen   sonnigen   Tag   wählen.   Steht   die   Sonne voll   am   Himmel,   werden   Sie   ggf.   mit   unschönen   Blendenflecken   konfrontiert. Blendenflecken   können   Sie   aber   auch   verhindern,   indem   Sie   direkte   Schüsse in   die   Sonne   hinein   vermeiden.   Positionieren   Sie   sich   hinter   einem   Baum   im Schatten, so dass die Sonne hinter den Blättern steht. Wie     bereits     erwähnt,     lautet unser    Rat,    die    Bilder    für    ein Kugelpanorama     im     M-Modus (manuell)     zu     erstellen.     Viele Kompaktkameras   bieten   diese Einstellung   leider   nicht   an.   Die Belichtung    und    die    Fokussie - rung    erfolgen    vollautomatisch. In   diesem   Fall   müssen   Sie   Ihre Bilder    mittels    eines    Bildbear - beitungsprogramms     vor     dem Stitchen   angleichen.   Bei   durch - schnittlich    28-38    Bildern    sind immer   wieder   mal   einzelne   Bil - der    dabei,    die    etwas    zu    hell oder     zu     dunkel     ausgefallen sind.   Zwar   gleicht   ein   Stitcher Helligkeitsdifferenzen   aus,   aber nur   bis   zu   einem   gewissen   Grad.   Dann   entstehen   unschöne   Nebelgebilde, unscharfe   Bildsequenzen,   oder   aber   das   fertige   Panorama   wirkt   fehlbelichtet. Beurteilen   Sie   ihre   Bilder   sorgsam   und   passen   sie   die   Bilder   behutsam   an. Sich eine Sicherheitskopie der Originalaufnahmen anzulegen ist ratsam.
Schöllkrippen - Jahrtausendlinde St.-Lukas-Kapelle
Schöllkrippen - Jahrtausendlinde St.-Lukas-Kapelle

Das Panorama-Magazin

Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad.

Das Panorama-Magazin

Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad.
Profi-Ausrüstung im Wert von knapp 3.300 €.
Animation Nodalpunktadapter
Der max. Bild- winkel beträgt 38° in der Horizontalen
Der Stitcher benötigt ca. 20 bis 25 % Überlappung
Der nutzbare Bildwinkel beträgt folglich 38° - 8° = 30°
30°
Teilen wir den Vollkreis in 30°-Schritte auf, benötigen wir 12 Einzelbilder pro Reihe
Der max. Bildwinkel beträgt 54° in der Vertikalen
Wir legen den nutzbaren Bildwinkel  auf 45° fest.
3 Reihen á 12 Aufnahmen  = 36 Bilder plus Nadir und Zenit = 38 Quellbilder
Der Standort der Kamera beim Erstellen eines Kugelpanoramas will gut durchdacht sein!
Wie wird ein Kugelpanorama erstellt? Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einer Kugel. Im Zentrum fotografieren Sie die Umgebung ab. Anschließend kleben Sie die Bilder an die Innenwand und  fertig ist das “sphärische” Panorama!
Equirectangulare Projektion, no blend
29 Einzelaufnahmen ergeben eine “Sphäre”. Das erste Bild zum Himmel wird als Zenit bezeichnet, das letzte als Nadir (Bodenbild).
Kugelpanorama - Bamberg - Am Wehrturm der Altenburg Kugelpanorama - Heidelberg -  Marktplatz am Herkulesbrunnen
Heidelberg -  Marktplatz am Herkulesbrunnen
Weitere Kugelpanoramen finden Sie auf unserer Galerie
Bamberg - Am Wehrturm der Altenburg
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