Wo ist der Nodalpunkt zu finden? Von der Erklärung bis hin zum Eigenbau! Wer   immer   sich   mit   der   Panoramafotografie   beschäftigt,   wird   über   kurz   oder   lang   mit   einem   Adapter   konfrontiert,   der   zum   Erstellen eines   360°   Panoramas   unerlässlich   ist.   Die   Kamera   sitzt   auf   einem   Galgen   -   meist   hochkant   montiert   -   und   kann   frei   gedreht   und ggf.   auch   geschwenkt   werden.   Umgangssprachlich   wird   solch   eine   Konstruktion   Nodalpunktadapter    genannt.   Der   Profi   wählt   die Bezeichnung   VR-System    oder   Panoramakopf ,   denn   fachlich   korrekt   dreht   sich   die   Kamera   um   den   Eintrittspunkt   der   Pupille ,   den sogenannten   Knotenpunkt .   Für   mehrzeilige   Panoramen   wird   ein   Multirow-Adapter   benötigt.   Für   einzeilige   Panoramen   kommt   ein Singlerow-Adapter zum Einsatz. Der Multirow-Adapter Die   erste   Animation   links   zeigt   unseren   Multirow-Eigenbau   Gibby   in   Aktion.   Als   Kamera dient   eine   DSLR   von   Nikon   (D5200)   im   Verbund   mit   einem   18er   Weitwinkelobjektiv.   Der Adapter    kann    jede    beliebige    Kamera-    und    Objektivkombination    aufnehmen.    Kompakt- kameras   und   selbst   Mittelformartkameras   sind   kein   Problem,   denn   die   Verfahrwege   sind großzügig   dimensioniert.   Wie   man   sieht,   schwenkt   die   Kamera   nicht   allein   um   die   Achse des Stativs, sie wird auch zum Himmel und zum Boden hin geneigt. Der Singlerow-Adapter Die    zweite    Animation    rechts    präsentiert    unseren Eigenbau    Speedy.    Auch    hier    wieder    kommt    die Nikon    D5200    zum    Einsatz,    nur    diesmal    ist    kein Weitwinkelobjektiv      angeflanscht,      sondern      ein Fisheye.   Aufgrund   des   erweiterten   Bildwinkels   von 180° verbleibt die Kamera in der Horizontalen. Wo ist der Unterschied? Bis   zu   einer Auflösung   von   ca.   10.000   x   5.000   Pixel (Webpräsentation)   lässt   sich   mit   beiden   Systemen eine   gleichwertige   Qualität   erzielen.   Ein   Singlerow- Adapter   macht   Sinn,   wenn   der   Zeitfaktor   eine   Rolle spielt   (weniger   Einzelaufnahmen),   oder   wenn   uns z.B.     eine     bewegte     Menschenmasse     Probleme bereiten     könnte.     Die     Stärken     eines     Multirow- Adapters   sind   schnell   umschrieben:   Ein   Weitwin- kelobjektiv    zählt    fast    schon    zu    Grundausstattung und   so   entfällt   der   Kauf   eines   zusätzlichen   Objek- tivs.   Für   extrem   hochauflösende   Panoramen   ist   ein Multirow-Adapter ein absolutes Muss. Warum ein Eigenbau? Wir   konnten   unsere   Eigenbauten   realisieren,   weil wir    Zugriff    hatten    auf    eine    professionell    ausge- stattete    Werkstatt    mit    Drehbank    und    CNC-Fräs- maschine.    So    komfortabel    waren    wir    aber    nicht immer    unterwegs.    Unser    erster   Adapter    bestand aus   einem   zurecht   gesägten   Blechwinkel   mit   Alu- Vierkantprofil   nebst   Holzleiste   (siehe   Bild   links).   Für die   Herstellung      des   Baumarkt-Adapters    benötig- ten   wir   eine   Säge,   eine   Bohrmaschine   und   eine Feile    zum    entgraten.    Die    Lösung    sieht    etwas abenteuerlich    aus,    aber    sie    erfüllt    ihre    Aufgabe perfekt,   solange   man   mit   der   Einschränkung   lebt, dass   dieser   Adapter   nur   im   Verbund   mit   der   Lumix TZ4   von   Panasonic   funktioniert.   Multifunktional   ist der   Adapter   nicht.   Wohl   aber   ein   Schnäppchen   für jeden Einsteiger! Weshalb   wir   uns   von   Anfang   an   zu   einem   Eigenbau   entschlossen,   liegt   also   klar   auf   der Hand.   Vergleichbare   Kauflösungen   sehen   zwar   gut   aus,   sind   aber   unverhältnismäßig   teuer, insbesondere   dann,   wenn   man   um   die   relativ   einfache   Funktionsweise   weiß,   die   ein   VR- System   erfüllen   muss.   Werfen   wir   kurz   einen   Blick   auf   das   Novoflex   VR-System   Pro   II. Dieser   Kopf   wird   von   Profis   favorisiert   und   gilt   als   leicht   zu   bedienendes   Einstellsystem bestehend aus patentierten Aluprofilen. Der Kaufpreis beträgt ca. 740 EURO. Natürlich   bietet   der   Markt   auch   preiswertere   Lösungen   an   (siehe   Hardwaretest ).   Für   ca.   200   Euro   ist   ein   brauchbarer   Kopf   zu   haben. Im   Gegensatz   dazu   kostet   unsere   Blechwinkelkonstruktion   keine   20.   Und   genau   das   ist   der   Punkt,   wo   unserer   Artikel   ansetzt.   Wer handwerklich   geschickt   ist,   wägt   den   Kaufpreis   mit   dem   Nutzen   ab   und   spart   durch   etwas   Eigenleistung   eine   Menge   Geld.   Die Option   zum   Kauf   steht   mit   gewachsenen   Ansprüchen   immer   noch   offen.   Der   Spaß   indes,   das   erste   Panorama   mit   einem   Eigenbau zu realisieren, ist unbezahlbar. Grundlagenwissen Wie   also   geht   man   vor   beim   Bau   eines   Nodalpunktadapters?   Nun,   wichtig   ist   zu   wissen,   wo   sich   der   Knotenpunkt   ungefähr   befindet. Ungefähr   deshalb,   weil   dieser   Punkt   anfangs   nur   zu   schätzen   ist   und   später   im   fertigen Aufbau   sorgsam   einjustiert   wird.   Die   folgen- de Skizze verdeutlicht die wichtigsten Achsen und zeigt, wo der Knotenpunkt in etwa zu finden ist. Der   Knotenpunkt   liegt   ca.   in   der   Mitte   der Frontlinse.   Maß   x   definiert   die   optische Achse   als   feste   Größe,   während   Maß   y abhängig   ist   vom   verwendeten   Objektiv (vergessen   Sie    nicht,   bei   einem   Zoom- objektiv die Brennweite einzustellen) . Wir    haben    in    der    Seitenansicht    rechts oben   das   Kit-Objektiv   18-55   gewählt,   in der   darunter   liegenden   Ansicht   das   Kit- Objektiv    18-135,    um    zu    zeigen,    dass dieses    Maß    variiert.    Möchten    Sie    ein Fisheye-Objektiv    verwenden,    kürzt    sich Maß   y   nochmals   ein,   da   ein   Fisheye   in der   Regel   eine   kleinere   Bauform   hat   als ein Kit-Objektiv. Soviel    zur    Theorie.    Kommen    wir    zur Praxis! Der   Aufbau   links   demonstriert,   dass   sich eine   Kamera   montiert   auf   einem   Stativ immer   um   die   Achse   des   Stativs   (bzw. um   die   Achse   des   Stativgewindes)   dreht -    und    nicht    um    den    Knotenpunkt.    Wir müssen   folglich   die   Kamera   um   das   Maß Y    auf    der    Stativebene    verrücken.    Wir benötigen    ein    Verlängerungsstück,    das wir    in    den    rechten    Aufbau    in    blauer Farbe einskizzierten. Zwar    steht    die    Kamera    noch    in    der waagrechten   Position,   doch   bereits   mit einem       simplen       Verlängerungsstück lassen     sich     beeindruckende     Flächen- panoramen    erstellen,    die    einen    360°- Rundumblick ermöglichen. Möchte   man   den   Blickwinkel   des   Pano- ramas   erweitern,   dreht   man   die   Kamera ins   Hochkantformat.   Da   wir   den   Knoten- punkt   auf   der   Stativachse   belassen   müs- sen,   kommen   wir   nicht   umhin,   die   Kam- era    zugleich    ein    Stück    weit    höher    zu setzen.   Wir   wählen   das   Höhenmaß   nicht zu   knapp.   Da   wir   die   Kamera   später   um den   Knotenpunkt   drehen,   sollte   das   Maß wenigstens    1    1/2    Kamera-Längen    be- tragen.   Das   Resultat   dieser   zwei   Maß- nahmen    betrachten    wir    uns    auf    den folgenden Bildern. Wenn   Sie   die   neue   Kameraposition   mit unserer   Animation    vergleichen,    werden Sie   feststellen,   dass   wir   mit   lediglich   zwei Maßen   die   endgültige   Position   der   Ka- mera   ermitteln   konnten.   Wollen   Sie   aus- schließlich    einzeilige    Panoramen    knip- sen    oder    mit    einem    Fisheye    arbeiten, das   einen   Blickwinkel   von   180°   zeichnet, können   wir   mit   der   Konstruktion   begin- nen.    Wir    zeichnen    einen    L-Winkel    aus Stahl    in    unsere    Skizze    ein,    der    über einen   Materialstärke   von   wenigstens   2,5 mm     verfügt.     Wir     berücksichtigen     die Konturen   der   Kamera   und   haben   binnen weniger    Minuten    eine    Vorstellung,    wie die   Konstruktion   auszusehen   hat,   wo   der Winkel   am   Stativ   befestigt   sein   sollte   und wie   die   Kamera   montiert   wird.   Wer   das Prinzip    verstanden    hat,    überträgt    eine maßstabsgetreue     Skizze     auf     Papier, faltet    die    Skizze    und    kann    so    schnell überprüfen, ob etwas anstößt oder eckt. Wir    haben    den    besagten    Blechwinkel wieder   mit   blauer   Farbe   eingetragen.   Die Gestaltung   ist   natürlich   stark   vereinfacht, um   das   Prinzip   zu   verdeutlichen.   Ob   sie nun   einen   einzigen   Blechwinkel   wählen, den   Sie   mit   einer   Säge/Flex   ausklinken, oder   ob   sie   einen   kleineren   Blechwinkel mit    einem    Blechstreifen    verbinden,    ist Geschmacks    sache.    Im    Baumarkt    sind sogenannte    Lochplattenwinkel    in    allen erdenklichen      Größen      erhältlich.      Die Preise    bewegen    sich    im    Cent-Bereich. Wie     man     aus     zwei     Winkeln     einen kompletten     Nodalpunktadapter     bastelt, zeigen wir später. Für   den,   der   einen   mehrzeiligen   Adapter benötigt:   Die   Konstruktion   ist   mindestens zweiteilig.   Der   blaue   Grundträger   ähnelt dem   ersten   Beispiel,   allerdings   trägt   er diesmal      einen      beweglichen      Galgen (braun).   Das   heißt,   die   Kamera   kann   um den   Dreh-   und   Knotenpunkt   nach   oben und    nach    unten    geneigt    werden.   Auch hier   empfehlen   wir   nochmals   einen   Blick auf    unsere    Animation    zu    werfen,    das dürfte      die      Funktionsweise      vollends klären.   Darüber   hinaus   sollte   die   Kamera nicht   allein   am   Galgen   hängen,   eine   gut dimensionierte   Aufnahmeplatte   (gelb)   ist für einen sicheren Halt sinnvoll. Bevor   Sie   zur   Säge   und   zum   Bohrer   greifen:   Ein   Nodalpunktadapter   besteht   nicht   allein   aus   der   Trägerkonstruktion.   Schließlich muss   der Adapter   auf   dem   Stativ   nivelliert   und   gedreht   werden.   Weniger   geübte   greifen   hier   zu   preiswerten   Kaufteilen   und   komplet- tieren sie. Prüfen Sie anhand Ihrer vorhandenen Ausrüstung bitte genau, welche Kaufteile Sie benötigen. Dazu später mehr. Vielleicht   konnten   wir   Ihnen   das   Prinzip   zum   Bau   eines   eigenen   Adapters   bis   hier   hin schmackhaft   machen.   Der   Kreativität   sind   keine   Grenzen   gesetzt,   der Aufwand   nicht   groß -   ganz   abgesehen   vom   Einsparpotential.   Das   Bild   links   zeigt   als   Beispiel   unseren   schwarz lackierten   Einbein-Adapter,   der   mittels   zweier   Blechwinkel   entstand.   Er   kostete   uns   2 Stunden   Arbeit   bei   einer   Investition   von   16,31   Euro.   Die   Firma   PT4Pano    in   Egmating bietet   einen   vergleichbaren   Adapter   nach   Kundenwunsch   an.   Abhängig   von   der   Kamera und   dem   Objektiv   kostet   der   Winkel   “Kiss”   zwischen   129   und   139   Euro.   Zwar   sieht   unser Adapter   nicht   so   schmuck   und   professionell   aus,   aber   in   Sachen   Funktionalität   müssen wir   keine   Einbusen   hinnehmen.   Wie   haben   wir   den   Adapter   gebaut?   Nicht   anders,   wie oben beschrieben! Wir stellten unsere Maße fest und skizzierten den Winkel. Am   Anfang   steht   die   Einkaufsliste.   Die   Kaufteile,   den   Lack   und   die   Normalien   mit   Aus- nahme   der   Hutmutter   können   wir   in   jedem   Baumarkt   beziehen.   Die   Hutmutter   für   das Stativgewinde   wird   bei   Ebay   angeboten   (Achtung,   es   gibt   zwei   unterschiedliche   Größen). Wer   eine   Kameraschraube   benötigt,   findet   bei   Amazon   eine   reichhaltige   Auswahl   (siehe Artikel Stativgewinde ). 1 x Flachstahl-Betonanker (EAN 4004338332105) = 1,59 € 1 x Lochplatten-Winkel (EAN 4004338330705) = 0,95 € 1 x Sprühlack schwarz matt = 5,49 € 3 x Zylinderschraube M4x10 6 x Mutter M4 = 3,99 E 3 x Scheibe D 4,2 1 x Hutmutter 3/8 Zoll UNC Edelstahl = 4,29 € Summe = 16,31 € Als    erstes    legen    wir    die beiden    Winkel    grob    über- einander    und    suchen    uns zwei           deckungsgleiche   die   wir   zum   Verschrauben verwenden    können.    Dass der      große      Blechwinkel noch     nicht     zurecht     ge- schnitten      ist      und      teils übersteht,    stört    uns    nicht (Bild    1).    Jetzt    verschrau- ben   wir   die   beiden   Winkel. Sie    sollten    sich    mit    Kraft noch   bewegen   lassen   (Bild 2).   Diese   Vorgehens   weise bringt   Stabilität   ins   System und    verhindert,    dass    die Teile    während    der    Arbeit verrutschen.    Nun    greifen wir     zum     Messzeug     und suchen   uns   die   Position   für die   Kameraschraube   (Bild 3).    Dazu    müssen    wir    die ideale        Spreizung        der beiden       Winkel       finden, damit    die    Bohrung    später gut     positioniert     ist     und nicht     mit     anderen     Boh- rungen    kollidiert.    Danach markieren        wir        diesen Punkt    mit    einem    Bleistift und        achten        sorgsam darauf,    dass    sich    die    ge- fundene     Spreizung     nicht verändert    (Schraubzwinge verwenden). Achtung:     die     Markierung dient   zunächst   nur   als   An- haltspunkt;     die     Bohrung erfolgt später! Im    vierten    Schritt    bohren wir   durch   den   Trägerwinkel den   Kameraträger   auf   und verschrauben    die    beiden Winkel (siehe Bild 4). Nach   einer   Überprüfung   können   wir   dann   die   7,0   mm   Bohrung   für   die   Kamera   schraube   setzen.   Im   Anschluss   putzen   wir   die   Win- kel, indem wir sämtliche Überstände abtrennen und alle Ecken verrunden (siehe Bild 5). Zum   Schluss   wird   die   Bohrung   für   die   Stativschraube   ermittelt   und   gebohrt   (siehe   Bild   6).   Prüfen   Sie   bitte   Ihr   Stativgewinde.   Das   3/8 Zoll UNC-Gewinde hat einen Durchmesser von 9,5 mm, das kleinere 1/4 Zoll UNC einen Durchmesser von 6,3 mm. Mit   etwas   Lack   kann   die   Blechwinkelkonstruktion   noch   aufgehübscht   werden   -   und   fertig   ist   der   Nodalpunktadapter   fürs   Einbein- stativ.   Wir   haben   mit   unserer   Version   zahlreiche   Panoramen   erstellt   und   nutzen   diese   leichte   Version   hauptsächlich   auf   Reisen   und bei Wanderungen (siehe Artikel  Kugelbilder vom Einbein ). Der   nun   folgende   Adapter   Speedy   nimmt   das   Kon- struktionsprinzip   des   Einbeinadapters   auf,   ist   aber   für ein   klassisches   Tripod   gedacht   und   verfügt   obendrein über   einen   integrierten   Drehteller   mit   4-fach   Index- ierung.   Das   heißt,   der   Rotator   rastet   bei   90,   180,   270 und   natürlich   bei   360   Grad   spürbar   ein,   so   dass   der Fotograf   ganz   genau   weiß,   wann   das   nächste   Bild ausgelöst   werden   muss.   Ein   feststehender   Zeiger   hilft dabei,   das   Motiv   anzuvisieren   und   markiert   zugleich die Ausgangs und Endposition unserer Kamera. Wer   jemals   mit   nervig   kleinen   Skalen   gearbeitet   hat, wird   die   Funktionalität   dieses   extrem   kleinen Adapters zu    schätzen    wissen.    Die    Indexierung    hat    merklich Spiel,   so   dass   sie   keine   Behinderung   darstellt,   son- dern    vielmehr    als    Unterstützung    dient.    Fast    alle Kauflösungen   rasten   viel   zu   hart   ein.   Dies   rührt   aus der    Erwartungshaltung    des    unerfahrenen    Käufers. Eine    satte    Indexierung    wird    mit    Präzision    gleich- gesetzt.    Der    Stitcher    indes    kann    mehrere    Winkel- grade   Abweichung   problemlos   verarbeiten;   auch   eine ungleichmäßige    Überlappung    der    Einzelaufnahmen führt   zu   keinem   schlechten   Stitchergebnis.   Eine   leicht zu   überwindende   Indexierung   aber   hat   mehrere   Vor- teile.   Der   Drehvorgang   läuft   weich   und   flüssig   -   also frei   von   Vibrationen.   Möchte   man   zwischen   den   Ein- zelaufnahmen    eine    weitere   Aufnahme    mit    einfügen (bewegtes   Motiv),   springt   der Adapter   weder   vor   noch unvermutet   zurück.   Die   Arbeit   mit   unserem   Speedy geht    folglich    unverschämt    rasant    vonstatten.    Die Fertigung   indes   ist   nicht   mit   ein   paar   Blechwinkeln getan.     Folgende     Bauteile     verlangen     nach     einer Drehbank    und    nach    einer    kompetenten    Fräsma- schine. Träger Die    6mm    massive    Aluminiumplatte    nimmt    unsere Kamera   auf.   In   das   Auge   kann   eine   kleine   Kamera- tasche    mittels    Karabiner    eingehakt    werden.    Das große Langloch spart Gewicht ein. Rotator Das   zylindrische   Messing-Drehteil   fügt   sich   mit   einer Spielpassung    in    den    Kopf    ein    und    verlangt    nach etwas    Lagerfett.    In    die    4-fach-Indexierung    drückt später   ein   Federstück   mit   Edelstahlkugel.   Alternativ zu   den   Nuten   können   auch   Bohrungen   eingebracht werden. Kopf Der    Stativkopf    ist    abermals    aus   Alu    gefertigt.    Hier wird   das   Federstück   eingeschraubt,   ein   Feststellgriff angebracht - und natürlich der Träger. Mutter Mithilfe   der   Mutter   wird   die   Friktion   eingestellt,   also wie   leicht-   oder   wie   schwergängig   sich   der   Adapter drehen    soll.    Der    große    Drehkörper    garantiert    eine feinfühlige Justiermöglichkeit. Zeiger und Normalien Die   Funktionsweise   des   Zeigers   wurde   bereits   erörtert.   Jetzt   fehlen   nur   noch   2   Nylonscheiben,   die   jeweils   zwischen   Rotator   und Kopf & zwischen Kopf und Mutter sitzen. Ein paar Schrauben und das Federstück komplettieren das Set. Unser   Adapter   verfügt   ganz   bewusst   über   kein   Rollenlager,   sondern   über   eine   klassische   Lagerform,   die   sich   über   ein   Jahrhundert Technikgeschichte   bewährt   hat:   die   verspannte   Spielpassung.   Kritiker   könnten   nun   einwenden:   Aluminium   und   Messing;   das   frisst. Ja,   könnte   es,   würden   wir   unseren   Rotator   an   eine   Bohrmaschine   hängen   und   mit   mehreren   tausend   Umdrehungen   in   der   Minute beaufschlagen.   Aber   das   tun   wir   nicht   -   und   so   dreht   sich   unser   Speedy   nach   über   220   Panoramen   so   butterweich   wie   am   ersten Tag. Eine Wartungsarbeit am Lager war nie erforderlich.
Multirow-Adapter mit Nikon D5200 und Weitwinkel-Objektiv
Nodalpunktadapter aus Blech und Holz mit Lumix TZ4. Eine einfache Baumarktlösung kostet ca. 20-30 EURO.  Das Einsparpotential im Vergleich zu einer Kauflösung ist enorm.
Nodalpunktadapter Novoflex VR-System Pro II Kaufpreis ca. 740 EURO Der Adapter Pro II aus dem Haus Novoflex gilt unter Profis als ultimative Lösung für alle Panoramaprojekte. Für´s Hobby ist der Preis zu hoch.
optische Achse Knoten- punkt Stativebene “y” Knoten- punkt “x” Jetzt kippen wir die Kamera ins Hochkantformat und rücken sie nach oben. Mit lediglich zwei Massen und etwas Verständnis können wir schnell die endgültige Postion der Kamera ermitteln. Knoten- punkt Stativebene Knoten- punkt “x” “y” optische Achse Wenn Sie einen Adapter für einreihige Panoramen benötigen, oder mit einem Fisheye-Objektiv arbeiten möchten, hilft Ihnen die blaue Skizze weiter. So in etwa könnte Ihr persönlicher Adapter aussehen. Dreh- und Knotenpunkt Stativebene Knoten- punkt “x” “y” optische Achse Wenn Sie einen Adapter für mehrzeilige Panoramen benötigen, ist die Konstruktion aufwändiger und besteht aus mindestens zwei Teilen. Am blauen Grundträger ist ein Galgen (braun) befestigt, der um den Drehpunkt schwenkbar ist. Eine “normal” montierte Kamera (links) dreht sich um die Mittelachse des Stativs, nicht um den Knotenpunkt. Wir müssen die Kamera um das ermittelte Maß “y” auf der Stativebene verrücken (siehe Bild rechts)! optische Achse Knoten- punkt Stativebene “y” Knoten- punkt “y” falsch richtig Stativebene Knoten- punkt “x” “y” optische Achse Anhand dieser Prinzip-Skizze und den benötigten Maßen können Sie unter Berücksichtigen Ihres Kameragehäuses die Form des Nodalpunktadapters festlegen. Check-Liste Nikon D5200 Maß x = 39 Maß y = 85 Winkel 200 x 40 x 40 x 2,5 Winkel 60 x 60 x 40 x 2,5 Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Bild 3
Bild 5
Bild 6
Nodalpunktadapter Speedy für Nikon D5200 mit Fisheye für Tripod-Stativ
Nodalpunktadapter Speedy mit Nikon D5200 und Sigma Fisheye in Aktion
Träger
Rotator
Kopf
Mutter
Zeiger
Normalien
Singlerow-Adapter mit Nikon D5200 und 8mm Sigma Fisheye
“x”
optische Achse
Stativebene
Vor der Konstruktion sollte man verinnerlicht haben, wo sich der Knotenpunkt befindet, denn um diesen Punkt wird sich später alles drehen. Achten Sie darauf, dass Sie kein scharfes Messzeug verwenden, um die Kamera nicht zu beschädigen.  
Stativgewinde
optische Achse
“y”
“y1”
KIT-Objektiv 18-135
KIT-Objektiv 18-55
TIP TIP
Knoten- punkt
Knoten- punkt
Knoten- punkt
Bevor Sie zum Zollstock, Maßband oder zur Schieblehre greifen, müssen wir aus rechtlichen Gründen darauf hinweisen, dass Sie für ihr Tun selbst verantwortlich sind. Wir zeigen, wie ein Adapter zu bauen ist, Sie müssen entscheiden, ob Sie das erforderliche Geschick mitbringen, die beschriebenen Schritte nachzuvollziehen. Für Verletzungen und Beschädigungen sind wir nicht haftbar zu machen.
Nikon DSLR Maß  x = 39 Maß y  = 122 Maß y1= 123
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Der Nodalpunktadapter im Eigenbau

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