VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen ( Profiklasse) Für mehrzeilige Panoramen (wie. z.B. vollsphärische Kugelpanoramen) benötigt man sogenannte Multirow Köpfe. Idealerweise in Kombination mit einer indexierbaren Pan - oramaplatte (inkl. Rastpunkten), die auf einer gut bedienbaren Nivelliereinrichtung sitzt (dazu später mehr). Wir haben folgende Ausrüstungsbeispiele zusammengestellt, um zu zeigen, wie dick die Brieftasche in der Luxusklasse sein muss. Links sehen Sie das Modell Novoflex VR-System PRO II . Dieser Adapter ist präzise gearbeitet, besitzt zwei Panoramaplatten für den vertikalen und horizontalen Schwenkbereich, ist gut dimen - sioniert, eignet sich für alle digitalen DSLR-Kameras und überzeugt mit Detaillösungen wie z.B. die integrierte Doppel-Libelle oder die 2x180° Skalierung der oberen Panora - maplatte. Alle Klemmplatten besitzen ein ARCA Schwalbenschwanzprofil . Das Gewicht beträgt zirka 1,7 kg. UVP laut Herstellerangabe = 749 EURO Im Handel für ca. 650 bis 700 EURO erhältlich. Gebraucht ist dieses Modell selten zu ergattern.

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Stellen wir mal ein nivellierbares Holzstativ zusammen (was bei Berlebach nicht ganz so profan weil unübersichtlich ist). In Betracht kommen Stative mit Mittelsäule in der Gruppe 1042 bis 9043. Das Modell 2042 wird über die Maximalhöhe 164 mm bestimmt. Somit hätten wir den Typ Stativ Report 2042 mit der Artikelnummer Art.-Nr.: 12041 definiert. Nun könnte man noch die Farbe (naturbelassen ist Standard), die Befestigungsschraube (1/4” ist Standard) und die Länge der 50cm Mittelsäule verändern. Der Preis des Standardmodells = 228 EURO 30° neigbare Nivellierung in alle Richtungen Belastbarkeit 12,00 kg (kein Schreibfehler) Transportlänge 81 cm Gewicht 3,20 kg Gibt es Alternativen zu diesem Holzdreibein? Ja. Das MANFROTTO MA 755XB mit MDeVe Mittelsäule für ca. 260 EURO. Die technischen Daten: Neigbare Nivellierung in alle Richtungen Belastbarkeit 7kg Transportlänge 635 mm Gewicht 2,80 kg Die nivellierbare Mittelsäule MDeVE gibt es im Zubehörhandel in verschiedenen Längen zum Nachrüsten von Standardstati - ven ohne nivellierbare Mittelsäule ab ca. 180 EURO. Die Frage, ob sich eine Nachrüstung lohnt, lässt sich ggf. durch die unglaubliche Geschwindigkeit dieser Konstruktion beantworten. Am unteren Ende der Mittelsäule befindet sich ein Handgriff, den man kurz löst, um die integrierte Wasser - waage auszurichten. Bei unseren Versuchen benötigten wir keine Sekunde. Zieht man den Handgriff dann wieder fest, bleibt das System perfekt im Wasser stehen. Die Klemmkraft ist mehr als ausreichend. Hier wackelt nichts. Fassen wir zusammen: In der unmittelbaren Gegenüberstel - lung offenbart sich: Holzstative und Aluminiumstative sind sehr viel besser als ihr Ruf. Bei unserer Recherche hat uns insbesondere die Produktreihe von Berlebach überrascht. Da wir wie gesagt mit unserem Cullmann-Stativ äußerst unzufrie - den sind, entschlossen wir uns zum Kauf eines Stativs mit nivellierbarer Mittelsäule und hatten das Glück, ein gebrauchtes MA 745XB inklusive Stativtasche für 100 EURO zu ergattern. Hier können Sie nachlesen, ob sich das Schnäppchen als solches bewahrheitete: Test Manfrotto 745B MDeVe . Manfrotto führt dieses Stativ nicht mehr im Sortiment, der Typ MA 755XB ist etwas größer, aber baugleich. Sollten Sie an dieser Stelle von der Preisen generell geschockt sein: Die Suche nach einem gebrauchten Stativ kann sich lohnen!

Hardware-Test: Sinnvolles Zubehör für die Panoramafotografie

Eine Marktübersicht Stand 2019 / 2020
Inhaltsverzeichnis Der Nodalpunktadapter (Panoramakopf | VR-System) VR-Systeme für einzeilige Panoramen (Profiklasse) VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen (Profiklasse) Geht das auch preiswerter? Eigenbauten - volle Funktionalität zum kleinen Preis Bezahlbare VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen Bezahlbare VR-Systeme für einzeilige Panoramen Darf's auch ein Gebrauchter sein? Finger weg von diesen Köpfen! Alles im Lot? Die Nivelliervorrichtung Panoramaplatten mit und ohne Indexierung Stativ mit und ohne Nivelliereinrichtung Fazit
In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit sinnvollem Zubehör für die Panora - mafotografie. Wir starten beim Panora - makopf für professionelle Ansprüche, gehen auf die unterschiedlichen Bau - weisen der Marktführer ein (singlerow & multirow), wandern über die Panorama - platte (Drehteller mit und ohne Indexie - rung) zur Nivelliereinrichtung und enden beim Stativ. Das ein oder andere Kleinteil (Wasserwaage/Libelle) bleibt natürlich nicht unerwähnt. Auch Eigen - bauten stellen wir vor. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr
Hardware-Test
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Der Nodalpunktadapter (Panoramakopf | VR-System) Neben der Kamera und dem Objektiv ist der Panoramakopf (umgangssprachlich auch Nodalpunktadapter genannt) das wichtigste Werkzeug für die Panoramafotografie. Während man einfache, aus wenigen Bildern bestehende Panoramen durchaus aus der Hand schießen kann, muss man für komplexe Aufgaben ein VR-System bemühen. Auf einem möglichst stabilen Stativ montiert (für HDR und Nachtaufnahmen bei langen Belichtungszeiten unerlässlich) und mittels einer Wasserwaage ausgerichtet, erleichtert ein VR-System die Aufnahme als auch das spätere Zusammensetzen der Einzelbilder mithilfe eines Stitchers (stitchen = zusammennähen). Bevor wir auf die verschiedenen Ausführungen und Modelle eingehen, empfehlen wir Neueinsteigern die Seiten Wie wird ein Kugelpanorama erstellt? ( Link ) oder Der Nodalpunktadapter im Eigenbau ( Link ) zu besuchen. Dort wird der Knotenpunkt erläutert und erklärt, weshalb sich alles um diesen Punkt drehen muss. VR-Systeme für einzeilige Panoramen (Profiklasse) Für einzeilige Kugel- Zylinder- und Flächenpanoramen genügt ein Singlerow Panoramakopf . Marktführer in diesem Segment sind die Firmen Novoflex und Manfrotto mit Ihren Modellen Novoflex VR-System III und Manfrotto MH057A5 . Ohne Frage handelt es sich bei den beiden Modellen um ausgereifte Präzisionsgeräte, aber bereits bei der einfachsten Ausführung eines VR-Systems offenbart sich ein Problem in der Profi-Klasse: Die Preise! Das Novoflex VR-System III ist ab ca. 480 EURO erhältlich (der abgebildete Kugelkopf ist nicht Bestandteil des Sets). Der Manfrotto MH057A5 Kopf liegt mit ca. 420 EURO ähnlich in der Preisgestaltung. Der Manfrotto- Panoramakopf wiegt laut Werksangabe 2,1 kg und trägt eine Ausrüstung bis 5kg. Das Novoflex VR System III wiegt knapp unter einem Kilogramm und beinhaltet neben der Hardware die Stitchingsoftware PanoramaStudio . Das VR System III ist ausbaufähig. Novoflex führt ein entsprechendes Kit zum Erstellen von mehrzeiligen Panoramen im Katalog. So komfortabel lässt sich das Manfrotto-Modell leider nicht umrüsten. Wer umbauen möchte, muss sich die Teile selbst zusammenstellen.
Stativ mit und ohne Nivelliervorrichtung Sich ein wirklich gutes Dreibeinstativ zu leisten macht Sinn. Es begleitet den Fotograf viele Jahre bis Jahrzehnte und ist langfristig gerechnet günstiger als das Schnäppchen aus dem Kaufhaus. Der Trend der letzten Jahre ging in Richtung Ultra-Leichtgewicht. Ohne die Leichtgewichtsklasse jetzt verteufeln zu wollen, bereuten wir allerdings die Entscheidung, unser betagtes Stahl-Stativ gegen ein Leichtge - wicht aus dem Hause Cullmann einzutauschen. Bald nach dem Kauf ärgerten wir uns über die wackelige Konstruktion grün und blau. Unser Rat an dieser Stelle: Nicht blind nach bekannten Markenname Ausschau halten, stattdessen Foreneinträge und Testberichte stu - dieren und das Objekt der Begierde vor dem Kauf persönlich mal testen. Positive Berichte hört man z.B. vom Modell GT3541LS von Gitzo . Da wir uns mit dieser Carbon-Konstruktion im Preissegment von ca. 650 EURO ohne Mittelsäule und ohne Kopf bewegen, belas - sen wir es bei der reinen Erwähnung und wende uns einmal mehr bezahlbaren Lösungen zu. Apropos Gitzo. Wer sich mit dem Sortiment allein dieses Herstellers beschäftigt, stellt schnell fest, dass der Kauf eines Stativs eine Wissenschaft für sich ist. Alu? Carbon? Kohlefa - ser? Basalt? 3D-Neiger? Kugelkopf? Action Grip? Drehklemmen? Überwurfmuttern? Kippklemmen? Schnellwechselsystem? Gummifüße? Mit oder ohne Spikes? Geschraubte oder einteilige Mittelsäule? Mit oder ohne Kurbel? Das nimmt kein Ende. Und der oft gehörte Grundsatz “je teurer, je besser” ist bei der Wahl eines Stativs ebenso abstrus wie beim Autokauf. Ein Ferrari taugt nicht zum Transport von Getränkekästen, ein Transporter taugt nicht für erholsame Langstreckenfahrten. Wer ein preiswertes und zugleich stabiles Tripod sucht, muss Kompromisse eingehen. Wir stellen das Packmaß und das Gewicht hinten an und favorisieren stattdessen ein saube - res handling bei guter Stabilität mit der Option zum Allrounder. Ein guter Allrounder mit hohem Bekanntheitsgrad ist das Sta - tiv Manfrotto 190X . Die Serie 190 wird in vielen Varianten angeboten, angefangen vom Alu-Basismodell 190XDB bis hin zum 190XProB , welches die Verlagerung der Mittelsäule hori - zontal/vertikal ermöglicht (siehe Bild). Die jetzt angegebenen Maße können also von Modell zu Modell etwas abweichen: Aluminiumstativ mit 3 Segmenten inklusive Mittelsäule und Dosenlibelle: Gewicht = 1.8 kg max. Belastung = 5 kg Packmaß = 530 mm. Das Aluminium-Basismodell kostet ab ca. 100 EURO aufwärts bis ca. 170 EURO für das Pro-Modell. Der Carbon-Pendant MANFROTTO MA 190CXPRO3 wiegt 1,3 kg, trägt 5 kg und kostet ca. 240 EURO.
Unschwer am Design zu erkennen folgt nun eine Lösung der italienischen Edel - schmiede Manfrotto, das Modell MA 303SPH . Der Kopf besitzt ebenfalls eine indexierbare Panoramaplatte ( MA300N ), ist von den Dimensionen und dem Gewicht allerdings größer und schwerer ausgelegt als die Novoflex Lösung. Manfrotto verwen - det eigene Platten bzw. Kupplungen des Typs MA 357 . Für den Transport lässt sich das solide Gerät mittels Scharniertechnik zusammenfalten. In der Handhabung handelt sich Manfrotto im direkten Vergleich zu Novoflex Minuspunkte ein. Das Modell MA 303SPH ist nicht für das schnelle Panorama gedacht. UVP laut Herstellerangabe = 851,90 EURO Im Handel für ca. 550 bis 650 EURO erhältlich. Gebraucht wird dieses Modell recht häufig angeboten (ca. 260 EURO) Geht das auch preiswerter? Wägt man den Nutzen mit dem Aufwand ab, dürfte die Profiklasse die preisliche Schallmauer vieler Fotografen durchbrechen - für den ambitionierten Hobbyfotograf vielleicht nicht - der Berufsfotograf hat aus Imagegründen oftmals keine Chance, preiswerte Alternativen in Form von No-Name-Produkten in Betracht zu ziehen. Der Kunde erwartet professionelles Equipment am Set. Wenden wir uns also dem Nutzen zu. Ist ein hochpräziser Nodalpunktadapter für mehrere hundert Euro denn wirklich erforderlich? Es mag Stimmen geben, die meinen, ein Nodalpunktadapter sei generell unnötiger Luxus. Diese Behauptung trifft zu, sollte sich eine weitläufige Landschaft vor uns auftun. In diesem Fall spielt der „Nodalpunkt“ keine gar so große Rolle, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung, je dichter wir uns dem Motiv annähern. Möchte man einen Innenraum als Kugelpanorama erfassen (zum Beispiel eine Immobilie oder eine Kirche), sollte sich das Objektiv exakt um den Knotenpunkt der Eintrittspupille drehen, ansonsten treten bei wenigen Millimetern Abweichung Parallaxefehler auf, die später im finalen Panorama nicht zu korrigieren sind. Lesen Sie zu diesem Thema bitte unseren Artikel: Der Nodalpunktadapter im Eigenbau!
Eigenbauten - volle Funktionalität zum kleinen Preis Unser erster Adapter bestand aus einem zurecht gesägten Blechwinkel mit Alu-Vierkantprofil (siehe Bild links). Für die Herstellung des Baumarkt-Adapters benötigten wir eine Säge, eine Bohrmaschine und eine Feile zum entgraten. Die Lösung sieht abenteuerlich aus, erfüllt aber ihre Aufgabe perfekt, solange man akzeptiert, dass dieser VR-Adapter nur im Verbund mit der Lumix TZ4 von Panasonic funktioniert. Multifunktional ist der low cost Adapter nicht. Wer das trashige Design kritisieren möchte: Den Spaß, das erste Kugelpanorama mit einem Eigenbau zu realisieren, ist unbezahlbar. Mit wachsenden Ansprüchen steht die Option zum Kauf eines Adapters immer noch offen. Als wir hunderte Panoramen später nach einem geeigneten und bezahlbaren Modell für eine Spiegelreflexkamera suchten, wurden wir leider noch immer nicht fündig. Damals hätten wir uns ggf. mit dem Novoflex VR-System anfreunden können, denn dieses System wirkt durchdacht und ausgereift. Nur wie gesagt: Der Preis lag deutlich über unserer Schmerzgrenze. Was also tun? Wir fassten den Entschluss zur Eigenentwicklung. Das Pflichtenheft sah neben den Kriterien wie Funktionalität, Stabilität, Größe und Gewicht indexierbare Panoramaplatten jeweils für den horizontalen und den vertikalen Arm vor. Zum Erstellen des Bodenbildes wäre ein um 180° schwenkbarer Vertikalträger von Vorteil. Neben einer DSLR sollte der Panoramakopf eine Kompaktkamera aufnehmen können. Und natürlich hatte die volle Verwendung des Klapp - displays der Nikon (ohne in irgendeiner Form in Kollision zu geraten) volle Priorität. Nicht nur aus optischen Gründen erschien uns die Materialpaarung schwarz eloxiertes Aluminium in Verbin - dung mit Messing schmuck. Ferner nahmen wir eine schlittengeführte Teleskopschiene ins Visier, den Schlitten um 180° schwenkbar. Für die Friktion der einzelnen Bewegungsabläufe (Leicht- oder Schwergängigkeit) würden in die Lagerung inte - grierte Anlaufscheiben verantwortlich zeichnen. Eine weitere Idee war ein Positionszeiger, da die Arbeit mit kleinen Skalen in der Praxis zeitraubend ist. Für die Konstruktionsarbeit benötigten wir 2 Wochen mithilfe des 3D-CAD-Programms SolidWorks (siehe Bild außen links) Danach suchten wir Lehrwerkstätten und Behin - dertenwerkstätten auf, die gerne kleinere Aufträge entgegennehmen. So wurden die XYZ-Träger gefräst und die Pitchachsen gedreht. Für die nutengefrästen Lagerschalen bedurfte es CNC-Unterstützung. Die benötigten Kaufteile (Federstifte, Anlaufscheiben und Sterngriffe) bezogen wir von Otto Ganter GmbH.. Unsere Konstruktion erwies sich bei einem Gewicht von ca. 900 Gramm als extrem solide, schnell bedienbar, nur bereiteten uns die Federstücke zum Einrasten Pro - bleme. Die Nuten mussten zweimal im Breitenmaß revidiert werden, bis wir mit dem Ergebnis (siehe Bild oben rechts) zufrieden waren. Tipp: Eine kleine Kame - ratasche am Nodalpunktadapter befestigt nimmt einen zweiten Akku und Speicherkarten für die Kamera auf. Bislang erweist sich unser Nodalpunktadapter als unka - puttbar. Er war aufgrund unserer gewachsenen Anforde - rungen natürlich nicht ganz so preiswert wie geplant (ca. 250 Euro), allerdings bereitete uns dieses Projekt einen Heidenspaß. Wen wundert, wenn uns da zwei Jahre später die Novoflex-Lösung VR-System SLANT zu einer weiteren Konstruktion animierte. Den Gedan - ken, ein Panorama mittels Einbeinstativ zu erstellen, nahmen wir auf. Nur im Gegensatz zu Novoflex versa - hen wir den Adapter mit einem zuschaltbaren Pan - oramateller, da wir der Meinung sind, der Einsatz sollte auch auf einem konventionellen Stativ möglich sein. Darüber hinaus beließen wir die Kamera in der vertika - len Stellung, denn unsere Nikon D5300 zeichnet im Verbund mit dem Sigma 8mm Fisheye über 180 Grad im Hochkantformat. Die Konstruktion unseres Adapters besteht folglich aus einem Panoramateller mit 4 Rastpo - sitionen sowie einem starren Träger, der über zwei Anschlagpunkte verfügt. Mittels dieser Anschläge kann die Kamera binnen Sekunden montiert werden; eine Justage ist nach einer einmaligen Grundeinstellung nicht erforderlich. Wie sich dieser Panoramakopf auf einem Einbeinstativ bewähren, erfahren Sie hier .
Nodalpunktadapter für mehrzeilige Panoramen im Eigenbau
Eine weitere, häufig gestellte Frage lautet: Muss es eine high end Lösungen sein oder geht das auch preiswerter? Nein, es muss keine high end Lösung sein! Wir selbst haben jahrelang mit Minimalbesteck gearbeitet, da der Markt keine Lösungen anbot, die zu unserem Budget gepasst hätten. Das hat sich geändert. Mittlerweile werden günstige VR-Adapter angeboten, teils sogar von Panoramafotografen selbst, die aus einer anfänglichen Bastellösung ein verkaufsfähiges Produkt entwickelten. Bevor wir uns diesen bezahlbaren Varianten zuwenden, verweilen wir kurz bei dem Thema Baumarktlösungen . Hier zeigen wir, es bedarf wenig Aufwand, einen voll funktionsfähigen VR-Adapter zu basteln. Wenn man denn weiß, worauf es ankommt.
TIPP TIPP Der Nodalpunktadapter im Eigenbau! Tutorial öffnen Tutorial öffnen
Multirow-Adapter in Funktion
Fisheye-Adapter in Funktion
CAD-Konstruktion eines Singlerow-Adapters CAD-Konstruktion eines Multirow-Adapters
Bezahlbare VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen Kehren wir zurück zu der Frage, welche Lösungen der Markt mittlerweile anbietet und welche Konstruktion zu empfehlen ist - ggf. auch für kleines Geld. An dieser Stelle kommt man an dem amerikanischen Anbieter Nodal Ninja nicht vorbei. Nodal Ninja begann im Jahr 2002 mit der Produktion des ersten Nodalpunktadapters: dem SPH-1 . Seitdem ist die Produktpalette gewachsen. Nodal Ninja bietet aktuell fünf verschiedene Basismodelle an. Der hier abgebildete Panoramakopf Nodal Ninja 6 mit RD10 Rotator gilt als technisch ausgereift. Anfängliche Kinderkrankheiten gehören der Vergangenheit an. Für knapp 450 Euro bewegen wir uns allerdings noch immer nicht im Low-Budget-Bereich. Erst die Serie 3 erfüllt diesen Anspruch. Sie ist bei identischer Bauweise etwas kleiner, kompakter und leichter. Der Preis beträgt ca. 210 Euro; ein moderater Preis für so viel ausgeklügelte Feinwerktechnik. Wir hatten das Modell Nodal Ninja 3 knapp zwei Jahre in Gebrauch und schätzten die solide und stabile Konstruktion, vor allem auf Reisen. Der Rotator verfügt über eine einstellbare Indexierung (Rotationswinkel). Der vertikale Neigungswinkel wird mithilfe einer Skala eingestellt. Der Nodal Ninja 3 ist für kleinere DSLR- Kameras geeignet. Für größere Bodys ist ein T-Adapter als Zubehörteil erhältlich. Eine Hürde gilt es leider zu nehmen. Nodal Ninja ist im amerikanischen Bundesstaat Phoenix beheimatet. In Deutschland werden Nodal Ninja Produkte so gut wie nicht geführt. Wer nach einer Bezugsquelle sucht, kann in Österreich fündig werden.
Seit Ende 2014 führt Novoflex einen „preiswerten“ Pan - oramakopf für mehrzeilige Panoramen im Katalog. Das VR-System Slim scheint unter der Erkenntnis entwickelt worden zu sein, dass die hochpreisigen Adapter aus den Anfangsjahren keine Selbstläufer mehr sind. Tat - sächlich wird der Slim unter dem Slogan beworben, er sei für kleinere Kameras gedacht. In Wirklichkeit kann man auf diesen Adapter auch mittelgroße DSLR´s mon - tieren. Somit steht das kleine System in unmittelbarer Konkurrenz zum hausinternen VR-System Pro II. Der Slim ist leichter, kleiner und preiswerter (ca. 425 EURO). Die untere Panoramaplatte Typ 48 bietet eine einstellbare Rasterung von 16, 30, 36 und 48 an und deckt somit den Einsatz vieler Brennweiten ab. Der ver - tikale Schwenk wird unter 10 Grad-Schritten indexiert. Die Verarbeitungsqualität bewegt sich auf hohem Niveau, nur leider ist der vertikale Schwenk zu fumme - lig in der Handhabung; die hier üblich platzierte Panora - maplatte fiel dem Rotstift zum Opfer.
Das Novoflex VR-System Slim Panoramakopf Manfrotto MH057A5 Novoflex VR-System III Der Nodal Ninja 6 mit RD10 Rotator kostet ca. 450 Euro Nodal Ninja 3 MKII Manfrotto MA 303SPH Panoramakopf Novoflex VR-System PRO II
Die Idee Panoramaköpfe aus Aluminium-Fertigprofilen zu produzieren und sie mittels einiger Dreh- und Fräs - teile zu komplettieren, haben mehrere Anbieter aufge - nommen - und fast ebenso viele mussten in Anbetracht fernöstlicher Konkurrenz die Segel streichen. PANO4YOU z.B. vertrieb unter dem Slogan “auch für sehr große Kameras geeignet“ Adapter für ca. 170 Euro, die obendrein bis zu 5kg Traglast aufnehmen konnten. Schade. PANO4YOU existiert nicht mehr. Zum Glück schließt eine andere Firma die entstandene Lücke: Roundabout-NP aus Rosenheim. Michael Wildbihler, der Inhaber, führt zurzeit drei nahezu baugleiche Nodalpunktadapter im Katalog, die sich in einem Punkt unterscheiden: Das Standardmo - dell wird ohne Drehteller ausgeliefert, während die Modelle Deluxe 15R und 5R jeweils mit einer indexier - baren Panoramaplatte für den horizontalen Betrieb ausgestattet sind (15° und Klickstops). Die robusten VR-Systeme kosten zwischen 199 und 249 EURO und stehen den teuren Novoflex-Modelle in wenig nach; die Panoramaplatten von Novoflex sind variabel indexier - bar. Puristen sind mit Roundabout-NP sehr gut bedient.
Roundabout-NP
Das jetzt folgende VR-System wird für ca. 150 - 230 Euro unter verschiedenen Markenbezeichnungen angeboten: der Fotomate Panoramakopf, umgelabelt auch als Rollei 200 Mark II oder Tarion bekannt. Dieser Kopf soll in erster Linie Käufer ansprechen, die sich von mannigfachen Einstellmöglichkeiten begeistern lassen. Hier muss geklappt, arretiert und gesteckt und fixiert werden. Das Konstruktionsprinzip erinnert an den Manfrotto MA 303SPH. Da der Hersteller nicht in der Lage ist, die Kamera praxisgerecht in seinen Produktbildern zu positionieren (Knotenpunkt), bleibt zu befürchten, dass der Ingenieur zwar ganz genau wusste, wie man einen Clone entwickelt, aber nicht, wie ein Kugelpanorama entsteht. Um so erstaunlicher ist, dass der Fotomate-Panoramakopf über einen Rotator mit Indexierung verfügt. Der indes hat Mängel: Der Indexierer ruht nicht in Lagerfett, sondern in einer zähflüssigen Masse, die die Bezeichnung Fett nicht verdient. Womöglich gleicht der Hersteller hiermit Spiel im Lager aus? Wie auch immer: Dieser Panoramakopf taugt für eine Schönwetteraufnahme. HDR-Projekte kann man mit diesem VR-System nicht realisieren.
Der Fotomate Panoramakopf, umgelabelt auch als Rollei 200 Mark II oder Tarion bekannt, kostet zwischen 150 - 230
Im Dezember 2016 präsentierte der Entwickler und Fir - meninhaber Lutz Müller aus Ilmenau einen Nodalpunk - tadapter, der in dieser Baugröße und Gewichtsklasse einzigartig ist. PocketPANO COMPACT heißt der Winz - ling. Etwas größer als eine Zigarettenschachtel und unter 200 Gramm schwer ist dieses Stück deutsche Feinmechanik aber nicht zu unterschätzen. Der Pocket - PANO COMPACT beinhaltet sogar einen Rotator mit federgestützten Rastpunkten - und auch der vertikale Schwenkarm verfügt über ein Click-Stopp-System. Die Verarbeitung ist erstklassig. Die wichtigsten Teile beste - hen aus einem äußerst widerstandsfähigen Hochdruck - laminat. Für maximale Flexibilität hat der PocketPANO eine integrierte Klemmbasis für das ARCA-SWISS-Pro - fil als auch ein 1/4" Schraubgewinde im Sockel. Eine Wasserwaage ist mit an Bord. Lutz Müller Fototechnik bietet den PocketPANO speziell für „kompakte“ Kameras im oberen Preissegment an, wie z.B. für die Canon G7 X Mark II und Sony RX100 Mark I-V. Mittelfristig sind Adapter für Fujifilm, Leica, Nikon, Panasonic, Ricoh und Sigma Kompaktkameras erhältlich. Preis = 79,90 - 89,90 EURO
PocketPANO COMPACT inkl. Rotator für Kompaktkameras inkl. Rotator
Ein weiteres Modell aus dem Haus Lutz Müller Foto - technik wurde im Jahr 2018 vorgestellt. Der Pocket - PANO VARIO kann im Gegensatz zum Modell COMPACT unterschiedliche Arten von Kompakt- und Systemkameras aufnehmen (keine DSLR´s). Hierfür sind einstellbare Schienen mit Skalen vonnöten, mit deren Hilfe man die Kamera sorgsam um den Knoten - punkt der Eintrittspupille einjustiert. Diese Disziplin beherrscht der VARIO perfekt, wenngleich die Montage ein klein wenig fummelig ist. Die Schienen laufen leicht - gängig, die Skalen sind sehr gut ablesbar. Und auch von der Ausstattung her lässt der ultrakompakte VARIO keine Wünsche offen. So sind u.a. an beiden Drehach - sen Rotatoren (Panoramaplatten) mit einstellbaren Rastwinkeln verbaut. Dieses Feature ist selbst bei 2-3 x so teuren Adaptern keine Selbstverständlichkeit. Ein weiteres Extra: Möchte man ein zusätzliches Bild vom Bodenbereich aufnehmen, kann man den Vertikalträger um 180° drehen. Wie der COMPACT auch, besteht der VARIO im Wesentlichen aus Hochdrucklaminat. Im Sockel ist eine Klemmbasis für das ARCA-SWISS-Profil und ein 1/4" Schraubgewinde verbaut. Ein 3/8" Adapter liegt bei. Eine Wasserwaage ist mit an Bord. Es können auch Kameras mit seitlich versetztem Gewinde einge - setzt werden. Der maximale Verstellweg beträgt 20mm. Unser Fazit: Der PocketPANO VARIO ist ein Multitalent. Für maximale Flexibilität ist der Adapter in zwei Varian - ten erhältlich und kann mithilfe optional erhältlicher Zusatzteile an die eigenen Bedürfnisse weiter ange - passt werden. Preis = 199 EURO.
PocketPANO VARIO inkl. Rotator für Kompakt- und Systemkameras inkl. Rotator Die voll integrierten Rotatoren des PocketPANO VARIO verfügen an beiden Drehachsen über veränderbare Rastwinkel.
Der nun folgende Adapter wird wird als MENGS PH- 720B und Andoer PH-720B vertrieben. Der China- Clone kommt halb zerlegt in einer kleinen Tasche an und muss vom Kunden montiert werden. Anfangs waren wir von der Verarbeitungsqualität begeistert, bis sich die ersten Schwachstellen bemerkbar machten. So weicht zum Beispiel der dringend erforderliche 90 Grad Winkel zwischen dem waagrechten und senkrechten Träger so deutlich vom Sollmaß ab, dass die Kamera immer etwas schief steht. Bei Landschaftsaufnahmen mag diese Abweichung noch angehen, bei Projekten im Nahbereich kommt der Stitcher ins Trudeln und weist Parallaxefehler aus, die je nach Schwierigkeitsgrad (Innenaufnahme einer Kirche) kaum noch zu korrigieren sind. Ferner laufen die vordefinierten Rastpunkte beider Panoramaplatten an der Praxis vorbei, indem sie viel zu grob ausgelegt sind. Ein weiterer Kritikpunkt: Bereits mit einer kleineren DSLR mit Kit-Objektiv ist der Schwenk zum Zenit nicht möglich, dazu reichen die Verfahrwege nicht aus. Unser Fazit: Der PH-720B ist ein „Schönling“ und „Augenwischer“ zugleich. Zum Ende unseres Tests hin hatten wir an allen Ecken und Kanten etwas zu bemän - geln.
Dieser Panoramakopf wird unter dem Label Andoer PH-720B und MENGS PH-720B vertrieben
Bezahlbare VR-Systeme für einzeilige Panoramen Der Nodal Ninja Ultimate stellt eine Sonderform unter den Panoramaköpfen dar. Sinnvoll ist der Einsatz mit Fisheyeobjektiv, das einen extremen Blickwinkel zeich - net. Beträgt dieser Blickwinkel über 180 Grad, sind mit dieser Konstruktion Kugelpanoramen mit vier Quellbil - den möglich. Ist der Blickwinkel kleiner, kann der Kopf zum Zenit hin zwar geschwenkt werden, allerdings muss der Knotenpunkt dann mühevoll nachjustiert wer - den. Mehrzeilige Panoramen sind mit dieser Lösung nicht praktikabel. Parallel dazu mag uns der Schlitten so nah an der Linse nicht gefallen. Dieser Vorbau führt unweigerlich zu einer Abschattung im Nadirbereich. Der Hersteller bietet für fast jede erdenkliche Kamera- Objektiv-Kombination einen speziellen Spannring an. Dieser Spannring umfasst das Objektiv und nimmt so die Kamera auf. Auf diese Weise kann das Fisheye fest am Panoramakopf verweilen. Das ist praktisch. Was uns nicht gefällt: Die Schraube an der Schelle wird mit einem Inbusschlüssel angezogen. Was also passiert, sollte der Druck auf die Optik zu groß ausfallen? Unwahrscheinlich? Ja dann! No risk, no fun! Für 360 Euro ist dieser Spaß zu haben.
Für Fisheye-Objektive geeignet: Nodal Ninja Ultimate
Preiswerter und ausgereifter kommt da die Konstruktion mit dem treffenden Namen VR-System SLANT von Novoflex daher. SLANT bedeutet Neigung oder Schräge. Ebenso wie der Nodal Ninja Ultimate ist dieser Panoramakopf nur in Verbindung mit einem Fisheyeobjektiv sinnvoll. Um den verfügbaren Bildwinkel des Fisheye-Objektives optimal auszunutzen, wird die Kamera um 60° gegenüber der Horizontalen und zusätzlich um bis zu 15° vertikal nach oben geneigt, so dass auf die Aufnahme des Zenit verzichtet werden kann. Zwar bewirbt der Anbieter seinen schrägen Adapter als Kopf zur Arbeit mit einem Einbeinstativ, ebenso gut lässt er sich natürlich auf eine drehbare Rast - scheibe montieren. Diese Lösung ist ideal für Fisheye-Objektive, die 180° Blickwinkel in der Diagonalen darstellen. Der Hersteller macht klare Angaben, für welche Kamera-Objektiv-Kombination das VR-System SLANT geeignet ist - und für welche nicht. Das Set bestehend aus Schnellkupplung, Panoramakopf und Kameraplatte kostet 250 EURO. Für Besitzer eines NOVOFLEX VR-Systems PRO, PRO II, Pro III oder 6/8 wird ein Ausbauset angeboten. Preis: 149 EURO. Aufgrund der stabilen und durchdachten Ausführung können wir das VR-System SLANT empfehlen, geben aber zu denken, dass ein Fisheye-Objektiv nicht eben zur Grundaus - stattung zählt und letztendlich zum Kaufpreis hinzu gerechnet werden muss. Wer das VR-System SLANT auf ein Stativ schraubt, benötigt obendrein einen zusätzlichen Rotator, der je nach Ausstattung den Preis für den SLANT ver - doppeln kann.
VR-System SLANT von Novoflex
Atome lautet die eigentümliche Wortschöpfung für diesen englischen Fischadapter aus dem Haus 360precision . Die Namensgebung könnte aus den 50er Jahren stammen, die technische Umsetzung passt ungleich besser in unsere Zeit. Der Atome hinterlässt einen hochwertigen Gesamteindruck. Die Farbgebung ist schmuck, die Verarbeitung erstklassig ausgeführt. Die Idee, das Objektiv nicht mit einer Schraube zu würgen, sondern mittels eines Spannhebels zu klemmen, verdient unser Augenmerk. Auf diese Weise wird das Objektiv mit einer immer gleich bleibenden vordefinierten Kraft beaufschlagt. Sehr ähnlich wie beim Ultimate werden auch hier abhängig vom verwendeten Objektiv unterschiedliche Spannringe im Sortiment geführt. Der Neigungswinkel zum Zenit hin beträgt 7,5 Grad und kann nicht korrigiert werden. Kaufpreis = 245 Britische Pfund (ca. 315€). Auf unsere Anfrage hin, ob der Spannring für das Sigma 8mm f3,5 kompatibel sei mit dem älteren f4,0 erhielten wir aus England die Bestätigung: Ja, die Ringe sind baugleich. Die Antwort war falsch! Wir konnten unser Objektiv nicht befestigen! Leider hört man immer wieder von Kunden, die mit dem Service unzufrieden sind. Dafür ziehen wir in der Bewertung 1 Punkt ab.
Der Adapter “Atome” aus dem Haus 360precision
Darf's auch ein Gebrauchter sein? Finger weg von diesen Köpfen! Nicht jeder, der sich von der Panoramafotografie begeistern ließ, bleibt dauerhaft dabei. Und so tummeln sich auf dem Gebrauchtmarkt VR-Systeme jeder Preisklasse, die nicht nur für den Amateur interessant sein dürften. Doch Vorsicht! So manch ein vermeintliches Schnäppchen entpuppt sich als Flop, wenn man denn das falsche Modell erwirbt. Panosaurus und Pano-Maxx zum Beispiel boten einst günstige Einsteigermodelle an, die dementsprechend weit verbreitet sind, die aber, je nach Entwicklungsstufe, gravierende Mängel hat - ten. Unser Tipp: Soll es ein Gebrauchter sein, Finger weg von diesen Köpfen.
VR-Systeme Panosaurus 1 und 2 VR-Systeme von Pano-Maxx
Alles im Lot? Die Nivelliervorrichtung Zurück zu unserem Equipment und hin zu der Frage, ob der Nodalpunktadapter mittels Nivelliereinrichtung ins Wasser gestellt sein muss. Viele Profis sagen ja, nicht selten wird die Notwendigkeit aber auch vehement bestritten. Das Argument, die Software würde den Horizont in jedem Fall begradigen, erschien uns anfangs plausibel, bis uns die Praxis das Gegenteil lehrte. Verlässt man sich aufs reine Augenmaß, kann man bei Aufnahmen ohne klar definierbare horizontale oder vertikale Konturen (z.B. Landschaftsaufnahmen) schon mal in Bedrängnis geraten. Also gewöhnten wir uns an, die Stativbeine unter Zuhilfenahme einer Miniaturwasserwaage halbwegs exakt einzustellen (was im Falle der Übertreibung eine mühselige Fummelei sein kann). Darüber hinaus stellten wir fest: Dosenlibellen sind keine Präzisionswerkzeuge, zumindest jene nicht, die im Handel für ca. 5-15 Euro zu haben sind. Drei baugleiche Modelle (in diesem Fall ein China-Import) nebeneinander auf eine ebene Fläche gelegt wiesen eine Abweichung von schätzungsweise 5-8 Grad untereinander auf. Hier sollte man entweder tiefer in die Tasche greifen, oder aber sich mit einer handelsüblichen Wasserwaage begnügen, die vielleicht nicht so schick und vermeintlich praktisch daherkommt. Wer sich indes die Fummelei mit den Stativbeinen ersparen möchte und nicht eben stolzer Besitzer eines Stativs mit nivellierbarer Mittelsäule ist, kann sich ggf. mit dem nun folgenden Zubehör anfreunden:
Dosenlibellen sind aber keine Präzisionswerkzeuge MENGS® DY-60A Novoflex MagicBalance Acratech Leveling Base Manfrotto MA 338 Manfrotto 438 Andoer LP-64
Zu den empfehlenswerten Nivelliervorrichtungen dürften die Acratech Leveling Base und die Novoflex MagicBalance zählen. Aufgrund der langen Bauzeit ist die Manfrotto Nivellierplatte MA 338 die bekanntere Nivelliereinrichtung, doch wer jemals den Kampf mit den drei schwergängigen Rändelschrauben auf sich genommen hat, sollte dieses Modell endgültig aus dem Gedächtnis streichen und sich moderneren Lösungen zuwenden. Leider ist das Nachfolgemodell Manfrotto MA 438 auch nicht frei von Problemen. Die Feststell - schraube des Spannhebel kann sich lösen. Fakt ist: 5 oder 10 Grad Verstellwinkel (Manfrotto MA338 und Andoer LP-64 ) erweisen sich in der Praxis dergestalt, dass man dann doch die Stativbeine für die Grobeinstellung her nimmt. Novoflex und Acratech können das besser. Das Modell MENGS DY-60A ebenso, und dies zu einem erfreulich niedrigen Preis. Kommt man mit einem gewöhnlichen Kugelkopf nicht auch zu Rande? Ja, dann allerdings sollte man zwei Dinge beachten: wird ein preiswerter Kugelkopf fixiert, also festgezogen, wandert er gerne aus der zuvor mühselig gefunden Idealeinstellung wieder hinaus. Zwei - tens darf man den Schwerpunkt des Gesamtsystems nicht vernachlässigen, sonst droht das Stativ nebst Ausrüstung zu kippen und abzustürzen. Halten wir fest: Eine gute Nivelliereinrichtung hat ihren Preis und befriedigt unseren Messfetischismus. Nur wäre die Investition in ein solides Stativ (womöglich mit integrierter nivellierbarer Mittelsäule) nicht sinnvoller? Diese Frage klären wir später. Panoramaplatten mit und ohne Indexierung Bei einem klassischen Panoramakopf für einzeilige Panoramen ist lediglich eine horizontale Drehplatte verbaut, während man für sphäri - sche, mehrzeilige Panoramen im unteren als auch im oberen Bereich einen Drehteller benötigt. Die untere Platte dreht horizontal, die obere vertikal. Wer sich zum Kauf eines Nodalpunktadapters ohne integriertem Drehteller entscheidet, benötigt zwischen Stativ und Nivelliereinrichtung eine horizontal drehende Panoramaplatte. Die preiswerteren Modelle lassen sich freigängig um die Mittelachse drehen, verfügen über einen aufgedruckte Winkelskala und ggf. noch über eine Feststellschraube zum Fixieren der gewünschten Posi - tion. Sinnvollerweise sollte eine kleine Dosenlibelle integriert sein. Die Arbeitsweise ist schnell erklärt: Zum Erstellen der ersten Einzelbildaufnahme wird die Panoramaplatte auf die 0 Grad Stellung gebracht. Je nachdem, mit welchem Objektiv wir arbeiten, drehen wir die Panoramaplatte zur zweiten Aufnahmeposition. Übliche horizontale Winkelschritte sind 30 Grad (Weitwinkel) und 45 + 60 Grad (Superweitwinkel & Fisheye-Objektiv). Wie gesagt: Das Objektiv ist ausschlaggebend für den korrekten Drehwinkel, hier muss man sich vor dem Kauf kundig machen, welche Winkelschritte erforderlich sind. Ggf. lohnt sich der Kauf eines Indexierers. Was kann ein Indexierer mehr? Er erspart uns die Arbeit mit der fummeligen Skala. Hier müssen wir nicht mehr den korrekten Winkel- schritt finden und einstellen, stattdessen übernimmt die Panoramaplatte diese Aufgabe, indem sie an der gewünschten Position mit einem mehr oder weniger merklichen Klick einrastet. Der Vorteil liegt im Zeitvorteil. Mit einem Indexierer (auch Raststopp genannt) lässt sich sehr viel schneller arbeiten als mit einem manuellen System. Hochwertige Panoramaplatten verfügen über einstellbare Rastpositio - nen. Beginnen wir mit der einfachsten Variante für den horizontalen Betrieb: Panoramaplatten.
Die oben gezeigten Panoramaplatten unterscheiden sich in der technischen Ausführung kaum, wohl aber in der Preisgestaltung. Sehr beliebt ist das Modell Novoflex Panorama , das Ende 2014 durch das Modell Novoflex Panorama II abgelöst wurde. Der preiswerte Dreh - teller Feisol PB 70 hat zwar keine Wasserwaage an Bord, genügt aber vollauf für den minimalisierten Einsatz unter Verwendung der Feststellschraube (z.B. für Langzeitbelichtungen). Drehteller aus Plastik sollten sie kritisch hinterfragen. Wir kennen keinen Drehteller unter 20 Euro, der für die ernsthafte Panoramafotografie herhalten könnte. Ebenso wenig sollten Sie dem Irrtum erliegen, ein Kugelkopf, der sich ja ebenfalls in der Horizontalen drehen lässt, könne die Aufgabe eines Drehtellers übernehmen. Sobald sie den Kugelkopf entrie - gelt haben, verlieren Sie die horizontale Fixierung und somit den Knotenpunkt (Nodalpunkt) des VR-Systems. Nur wenige Millimeter Abweichung im Kugelkopf führen in der Verlängerung zur Optik hin zu mehreren Millimetern Abweichung im Knotenpunkt. Ihre Einzelauf - nahmen werden dann nur schwerlich noch von der Software akzeptiert. Oder aber sie handeln sich schwerwiegende Nahtfehler ein, die dann wiederum einen hohen Retuscheaufwand erforderlich machen. Panoramaplatten mit integrierter Indexierung (Klick-Stopp) ersparen sehr viel Arbeit, kosten aber etwas mehr als die zuvor gezeigten Drehteller ohne Indexierung. Hier sind die gängigsten Modelle aufgeführt:
Indexierbare Drehteller sind in der Mehrzahl ausgestattet mit einer Schnellkupplung, zum Beispiel dem ACRA-Schwalben - schwanzsystem. Das bedeutet, man kann von allen Herstellern, die dieses System unterstützen, Zubehörklemmplatten verwen - den. Die neuen Novoflex-Platten sind mit einem Einstellhebel ausgestattet, so dass man kein Hilfswerkzeug (wie z.B. eine Münze) benötigt. Die beiden Drehteller von Mengs stammen aus China und werden in Deutschland über Amazon angeboten. Anfangs waren wir in Anbetracht der extrem günstigen Preise skeptisch, ob die Qualität unsere Bedürfnisse erfüllen kann. Kurzum: Wir haben beide Teile getestet und fanden wenig Grund zur Kritik. Der Drehteller PAN-02 hat eine 15° Indexierung, die sich deaktivieren lässt. Der Drehteller DH-55 verfügt über 10 unterschiedliche Raststufen und fällt dementsprechend etwas größer und schwerer aus. Das Lagerspiel ist bei dem Modell Mengs DH-55 leider etwas zu groß, bei einer Traglast ab ca. 1,2 kg sind die Rastpunkte kaum noch wirkungsvoll.
MENGS® DH-55 Panorama-Drehteller Novoflex Panoramaplatte 48 MENGS® PAN-02 Panorama-Drehteller Berlebach Panoramaplatte P101 Manfrotto Panorama-Drehteller 300N Novoflex Panoramaplatte Q6/8 II Berlebach Panoramaplatte Novoflex Panorama Novoflex Panorama II Gitzo GS3750D Feisol Drehteller PB-70
Fazit Soviel man auch vergleicht: Das “ultimative” Equipment für die Panoramafotografie lässt sich schwerlich finden, ohne Gefahr zu laufen, das Sparbuch zu plündern oder das Sparschwein zu schlachten. Und da die wenigsten bereit sein dürften, zwischen 3.000 und 6.000 Euro für eine Profiausrüstung auf den Ladentisch zu legen, hoffen wir, Sie fanden die eine oder andere preiswerte Alternative. Haben Sie Vorschläge? Kennen Sie ein Produkt, von dem Sie meinen, es gehört auf unsere Site? Möchten Sie Kritik üben? Dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und enden mit folgendem Zitat: Der Amateur sorgt sich um die perfekte Ausrüstung. Der Profi sorgt sich ums Geld. Der Meister sorgt sich ums richtige Licht.
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Interessant dürfte weiterhin die höherwertige Serie Manfrotto 055X sein, die sich vom Design her kaum unterscheidet, dafür aber in den Abmaßen: Aluminiumstativ mit 3 Segmenten inkl. Mittelsäule und Dosenlibelle: Gewicht = 2,1 kg max. Belastung = 7 kg Packmaß = 655 mm Das Aluminium-Basismodell kostet ab ca. 140 EURO aufwärts bis ca. 200 EURO für das Pro-Modell. Der Carbon-Pendant 055CXPRO3 wiegt 1,6 kg, trägt 8 kg und kostet ca. 280 EURO. Als kleines Zwischenfazit angemerkt: Carbon-Stative tragen im Vergleich zu Aluminium-Stativen mehr Last, sind aber teu - rer und entgegen dem gängigen Klischee auch manchmal nicht ganz so vibrationsarm. Bevor Sie mit einem Hightech- Stativ liebäugeln, schauen Sie sich zuvor Aluminium-Stative an. Bedenken Sie, dass Sie neben dem Stativ ggf. noch einen Kopf für den Normalbetrieb benötigen, der nochmals mit gut 100 bis 300 Euro zu Buche schlägt. Ein Material blieb bislang unerwähnt, vielleicht, weil es fast schon in Vergessenheit geriet: Eschenholz! Ja ja, wir wissen: was unsere Großväter verwendeten, kann heutigen Ansprü - chen nicht mehr genügen - nur denkste; in Sachen Standfes - tigkeit und Vibrationsarmut ist ein Eschenholzstativ jeder anderen Lösung überlegen. Landvermesser und Astronomen wissen um diesen Fakt und greifen aus diesem Grund gerne in das Verkaufsregal der Firma Berlebach , Made in Germany seit 1898. Skeptiker sollten diesem Testbericht folgen. Hier schlägt ein 150 Euro teures Eschenholzstativ Hightech Stative wie Gitzo, Manfrotto und Giottos bis hin zur 750 Euro-Klasse. Dar - über hinaus bietet Berlebach eine Art Baukastensystem, so dass jedes Stativ frei konfigurierbar ist. Sogar die anfangs erwähnte nivellierbare Mittelsäule ist bei Berlebach für das kleinste Einstiegsmodell erhältlich.
Manfrotto 190xprob Mittelsäule Manfrotto 055X Tripod Manfrotto 190xprob Top! Berlebach Nivelliervorrichtung Berlebach Stativ aus Eschenholz
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MDeVe Manfrotto Nivelliervorrichtung Manfrotto Tripod 755 MDeVe 1 Jahre 5 2007 - 2021
VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen ( Profiklasse) Für mehrzeilige Panoramen (wie. z.B. vollsphärische Kugelpanoramen) benö - tigt man sogenannte Multirow Köpfe. Idealerweise in Kombination mit einer indexierbaren Panoramaplatte (inkl. Rastpunkten), die auf einer gut bedien - baren Nivelliereinrichtung sitzt (dazu später mehr). Wir haben folgende Aus - rüstungsbeispiele zusammengestellt, um zu zeigen, wie dick die Brieftasche in der Luxusklasse sein muss. Links sehen Sie das Modell Novoflex VR- System PRO II . Dieser Adapter ist prä - zise gearbeitet, besitzt zwei Panorama - platten für den vertikalen und horizontalen Schwenkbereich, ist gut dimensioniert, eignet sich für alle digitalen DSLR-Kameras und überzeugt mit Detaillösungen wie z.B. die integrierte Dop - pel-Libelle oder die 2x180° Skalierung der oberen Panoramaplatte. Alle Klemmplatten besitzen ein ARCA Schwalbenschwanzprofil . Das Gewicht beträgt zirka 1,7 kg. UVP laut Herstellerangabe = 749 EURO Im Handel für ca. 650 bis 700 EURO erhältlich. Gebraucht ist dieses Modell selten zu ergattern.
Gibt es Alternativen zu diesem Holzdreibein? Ja. Das MANFROTTO MA 755XB mit MDeVe Mittelsäule für ca. 260 EURO. Die technischen Daten: Neigbare Nivellierung in alle Richtungen Belastbarkeit 7kg Transportlänge 635 mm Gewicht 2,80 kg Die nivellierbare Mittelsäule MDeVE gibt es im Zubehörhandel in verschiedenen Längen zum Nachrüsten von Standardstativen ohne nivellierbare Mittelsäule ab ca. 180 EURO. Die Frage, ob sich eine Nachrüstung lohnt, lässt sich ggf. durch die unglaubli - che Geschwindigkeit dieser Konstruktion beantworten. Am unteren Ende der Mittelsäule befindet sich ein Handgriff, den man kurz löst, um die integrierte Wasserwaage auszurichten. Bei unseren Versuchen benötigten wir keine Sekunde. Zieht man den Handgriff dann wieder fest, bleibt das System perfekt im Wasser stehen. Die Klemmkraft ist mehr als ausreichend. Hier wackelt nichts.

Sinnvolles Zubehör für die Panoramafotografie

Eine Marktübersicht Stand 2019 / 2020
Inhaltsverzeichnis Der Nodalpunktadapter (Panoramakopf | VR-System) VR-Systeme für einzeilige Panoramen (Profiklasse) VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen (Profiklasse) Geht das auch preiswerter? Eigenbauten - volle Funktionalität zum kleinen Preis Bezahlbare VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen Bezahlbare VR-Systeme für einzeilige Panoramen Darf's auch ein Gebrauchter sein? Finger weg von diesen Köpfen! Alles im Lot? Die Nivelliervorrichtung Panoramaplatten mit und ohne Indexierung Stativ mit und ohne Nivelliereinrichtung Fazit
In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit sinnvollem Zubehör für die Panora - mafotografie. Wir starten beim Panoramakopf für professionelle Ansprüche, gehen auf die unterschiedlichen Bauweisen der Marktführer ein (singlerow & multirow), wandern über die Panoramaplatte (Drehteller mit und ohne Indexie - rung) zur Nivelliereinrichtung und enden beim Stativ. Das ein oder andere Kleinteil (Wasserwaage/Libelle) bleibt natürlich nicht unerwähnt. Auch Eigen - bauten stellen wir vor. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr
Hardware-Test
Der Nodalpunktadapter (Panoramakopf | VR-System) Neben der Kamera und dem Objektiv ist der Panoramakopf (umgangssprachlich auch Nodalpunktadapter genannt) das wichtigste Werkzeug für die Panoramafotografie. Während man einfache, aus wenigen Bildern bestehende Panoramen durchaus aus der Hand schießen kann, muss man für komplexe Aufgaben ein VR-System bemühen. Auf einem möglichst stabilen Stativ montiert (für HDR und Nachtaufnahmen bei langen Belichtungszeiten unerlässlich) und mittels einer Wasserwaage ausgerichtet, erleichtert ein VR-System die Aufnahme als auch das spätere Zusammensetzen der Einzelbilder mithilfe eines Stitchers (stitchen = zusammennähen). Bevor wir auf die verschiedenen Ausführungen und Modelle eingehen, empfehlen wir Neueinsteigern die Seiten Wie wird ein Kugelpanorama erstellt? ( Link ) oder Der Nodalpunktadapter im Eigenbau ( Link ) zu besuchen. Dort wird der Knotenpunkt erläutert und erklärt, weshalb sich alles um diesen Punkt drehen muss. VR-Systeme für einzeilige Panoramen (Profiklasse) Für einzeilige Kugel- Zylinder- und Flächenpanoramen genügt ein Singlerow Panoramakopf . Marktführer in diesem Segment sind die Firmen Novoflex und Manfrotto mit Ihren Modellen Novoflex VR-System III und Manfrotto MH057A5 . Ohne Frage handelt es sich bei den beiden Modellen um ausgereifte Präzisionsgeräte, aber bereits bei der einfachsten Ausführung eines VR- Systems offenbart sich ein Problem in der Profi-Klasse: Die Preise! Das Novoflex VR-System III ist ab ca. 480 EURO erhältlich (der abgebildete Kugelkopf ist nicht Bestandteil des Sets). Der Manfrotto MH057A5 Kopf liegt mit ca. 420 EURO ähnlich in der Preisgestaltung. Der Manfrotto-Panoramakopf wiegt laut Werksangabe 2,1 kg und trägt eine Ausrüstung bis 5kg. Das Novoflex VR System III wiegt knapp unter einem Kilogramm und beinhaltet neben der Hardware die Stitchingsoftware PanoramaStudio . Das VR System III ist ausbaufähig. Novoflex führt ein Kit zum Erstellen von mehrzeiligen Panoramen im Katalog. So komfortabel lässt sich das Manfrotto-Modell nicht umrüsten. Wer umbauen möchte, muss sich die Teile selbst zusammenstellen.
Stativ mit und ohne Nivelliervorrichtung Sich ein wirklich gutes Dreibeinstativ zu leisten macht Sinn. Es begleitet den Fotograf viele Jahre bis Jahrzehnte und ist langfristig gerechnet günstiger als das Schnäppchen aus dem Kaufhaus. Der Trend der letzten Jahre ging in Richtung Ultra-Leichtgewicht. Ohne die Leichtgewichtsklasse jetzt verteufeln zu wollen, bereuten wir allerdings die Entscheidung, unser betagtes Stahl-Sta - tiv gegen ein Leichtgewicht aus dem Hause Cullmann einzutauschen. Bald nach dem Kauf ärgerten wir uns über die wackelige Konstruktion grün und blau. Unser Rat an dieser Stelle: Nicht blind nach bekannten Markenname Ausschau halten, stattdessen Foreneinträge und Testberichte studieren und das Objekt der Begierde vor dem Kauf persönlich mal testen. Positive Berichte hört man z.B. vom Modell GT3541LS von Gitzo . Da wir uns mit dieser Carbon- Konstruktion im Preissegment von ca. 650 EURO ohne Mittelsäule und ohne Kopf bewegen, belassen wir es bei der reinen Erwähnung und wende uns ein - mal mehr bezahlbaren Lösungen zu. Apropos Gitzo. Wer sich mit dem Sortiment allein dieses Herstellers beschäftigt, stellt schnell fest, dass der Kauf eines Stativs eine Wissenschaft für sich ist. Alu? Carbon? Kohlefaser? Basalt? 3D-Neiger? Kugelkopf? Action Grip? Drehklemmen? Überwurfmuttern? Kipp - klemmen? Schnellwechselsystem? Gummifüße? Mit oder ohne Spikes? Geschraubte oder einteilige Mittelsäule? Mit oder ohne Kurbel? Das nimmt kein Ende. Und der oft gehörte Grundsatz “je teurer, je besser” ist bei der Wahl eines Stativs ebenso abstrus wie beim Autokauf. Ein Ferrari taugt nicht zum Transport von Getränkekästen, ein Transporter taugt nicht für erholsame Lang - streckenfahrten. Wer ein preiswertes und zugleich stabiles Tripod sucht, muss Kompromisse eingehen. Wir stellen das Packmaß und das Gewicht hinten an und favorisieren stattdessen ein sauberes handling bei guter Stabilität mit der Option zum Allrounder. Ein guter Allrounder mit hohem Bekanntheitsgrad ist das Stativ Manfrotto 190X . Die Serie 190 wird in vielen Varianten angeboten, angefangen vom Alu- Basismodell 190XDB bis hin zum 190XProB , welches die Verlagerung der Mittelsäule horizontal/vertikal ermöglicht (siehe Bild). Die jetzt angegebenen Maße können also von Modell zu Modell etwas abweichen: Aluminiumstativ mit 3 Segmenten inklusive Mittelsäule und Dosenlibelle: Gewicht = 1.8 kg max. Belastung = 5 kg Packmaß = 530 mm. Das Aluminium-Basismodell kostet ab ca. 100 EURO aufwärts bis ca. 170 EURO für das Pro-Modell. Der Carbon-Pendant MANFROTTO MA 190CXPRO3 wiegt 1,3 kg, trägt 5 kg und kostet ca. 240 EURO.
Unschwer am Design zu erkennen folgt nun eine Lösung der italienischen Edel - schmiede Manfrotto, das Modell MA 303SPH . Der Kopf besitzt ebenfalls eine indexierbare Panoramaplatte ( MA300N ), ist von den Dimensionen und dem Gewicht allerdings größer und schwerer ausgelegt als die Novoflex Lösung. Manfrotto verwendet eigene Platten bzw. Kupplungen des Typs MA 357 . Für den Transport lässt sich das solide Gerät mittels Scharniertechnik zusam - menfalten. In der Handhabung handelt sich Manfrotto im direkten Vergleich zu Novoflex Minuspunkte ein. UVP laut Herstellerangabe = 851,90 EURO Im Handel für ca. 550 bis 650 EURO erhältlich. Gebraucht wird dieses Modell recht häufig angeboten (ca. 260 EURO) Geht das auch preiswerter? Wägt man den Nutzen mit dem Aufwand ab, dürfte die Profiklasse die preisliche Schallmauer vieler Fotografen durchbrechen - für den ambitionierten Hobbyfotograf vielleicht nicht - der Berufsfotograf hat aus Imagegründen oftmals keine Chance, preiswerte Alternativen in Form von No-Name-Produkten in Betracht zu ziehen. Der Kunde erwartet professionelles Equipment am Set. Wenden wir uns also dem Nutzen zu. Ist ein hochpräziser Nodalpunktadapter für mehrere hundert Euro denn wirklich erforderlich? Es mag Stimmen geben, die meinen, ein Nodalpunktadapter sei generell unnötiger Luxus. Diese Behauptung trifft zu, sollte sich eine weitläufige Landschaft vor uns auftun. In diesem Fall spielt der „Nodalpunkt“ keine gar so große Rolle, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung, je dichter wir uns dem Motiv annähern. Möchte man einen Innenraum als Kugelpanorama erfassen (zum Beispiel eine Immobilie oder eine Kirche), sollte sich das Objektiv exakt um den Knotenpunkt der Eintrittspupille drehen, ansonsten treten bei wenigen Millimetern Abweichung Parallaxefehler auf, die später im finalen Panorama nicht zu korrigieren sind. Lesen Sie zu diesem Thema bitte unseren Artikel: Der Nodalpunktadapter im Eigenbau!
Eigenbauten - volle Funktionalität zum kleinen Preis Unser erster Adapter bestand aus einem zurecht gesägten Blechwinkel mit Alu-Vierkant - profil (siehe Bild links). Für die Herstellung des Baumarkt-Adapters benötigten wir eine Säge, eine Bohrmaschine und eine Feile zum entgra - ten. Die Lösung sieht abenteuerlich aus, erfüllt aber ihre Aufgabe perfekt, solange man akzep - tiert, dass dieser VR-Adapter nur im Verbund mit der Lumix TZ4 von Panasonic funktioniert. Multifunktional ist der low cost Adapter nicht. Wer das trashige Design kritisieren möchte: Den Spaß, das erste Kugelpanorama mit einem Eigenbau zu realisieren, ist unbezahlbar. Mit wachsenden Ansprüchen steht die Option zum Kauf eines Adapters immer noch offen. Als wir hunderte Panoramen später nach einem geeigneten und bezahlbaren Modell für eine Spiegelreflexkamera suchten, wurden wir leider noch immer nicht fündig. Damals hätten wir uns ggf. mit dem Novoflex VR-System anfreunden können, denn dieses System wirkt durchdacht und ausgereift. Nur wie gesagt: Der Preis lag deutlich über unserer Schmerzgrenze. Was also tun? Wir fassten den Entschluss zur Eigenentwicklung. Das Pflichtenheft sah neben den Kriterien wie Funktionalität, Stabilität, Größe und Gewicht indexierbare Panorama - platten jeweils für den horizontalen und den vertikalen Arm vor. Zum Erstellen des Bodenbil - des wäre ein um 180° schwenkbarer Vertikal - träger von Vorteil. Neben einer DSLR sollte der Panoramakopf eine Kompaktkamera aufneh - men können. Und natürlich hatte die volle Verwendung des Klappdisplays der Nikon (ohne in irgendeiner Form in Kollision zu gera - ten) volle Priorität. Nicht nur aus optischen Gründen erschien uns die Materialpaarung schwarz eloxiertes Aluminium in Verbindung mit Messing schmuck. Ferner nahmen wir eine schlittengeführte Teleskopschiene ins Visier, den Schlitten um 180° schwenkbar. Für die Friktion der einzelnen Bewegungsabläufe (Leicht- oder Schwergängigkeit) würden in die Lagerung integrierte Anlaufscheiben verant - wortlich zeichnen. Eine weitere Idee war ein Positionszeiger, da die Arbeit mit kleinen Ska - len in der Praxis zeitraubend ist. Für die Kon - struktionsarbeit benötigten wir 2 Wochen mithilfe des 3D-CAD-Programms SolidWorks Danach suchten wir Lehrwerkstätten und Behindertenwerkstätten auf, die gerne kleinere Aufträge entgegennehmen. So wurden die XYZ-Träger gefräst und die Pitchachsen gedreht. Für die nutenge - frästen Lagerschalen bedurfte es CNC-Unterstützung. Die benötigten Kaufteile (Federstifte, Anlaufscheiben und Sterngriffe) bezogen wir von Otto Ganter GmbH.. Unsere Konstruktion erwies sich bei einem Gewicht von ca. 900 Gramm als extrem solide, schnell bedienbar, nur bereiteten uns die Feder - stücke zum Einrasten Probleme. Die Nuten mussten zweimal im Breitenmaß revidiert werden, bis wir mit dem Ergebnis zufrieden waren. Tipp: Eine kleine Kameratasche am Nodalpunktadapter befestigt nimmt einen zweiten Akku und Speicherkarten für die Kamera auf. Bislang erweist sich unser Nodalpunktadap - ter als unkaputtbar. Er war aufgrund unserer gewachsenen Anforderungen natürlich nicht ganz so preiswert wie geplant (ca. 250 Euro), allerdings bereitete uns dieses Projekt einen Heidenspaß. Wen wundert, wenn uns da zwei Jahre später die Novoflex-Lösung VR-System SLANT zu einer weiteren Konstruktion animierte. Den Gedanken, ein Panorama mittels Einbeinstativ zu erstellen, nah - men wir auf. Nur im Gegensatz zu Novoflex versahen wir den Adapter mit einem zuschaltbaren Panoramateller, da wir der Meinung sind, der Einsatz sollte auch auf einem konventionellen Stativ möglich sein. Darüber hinaus beließen wir die Kamera in der vertikalen Stellung, denn unsere Nikon D5300 zeichnet im Verbund mit dem Sigma 8mm Fisheye über 180 Grad im Hochkant - format. Die Konstruktion unseres Adapters besteht folglich aus einem Panoramateller mit 4 Rastpositionen sowie einem starren Träger, der über zwei Anschlagpunkte verfügt. Mittels dieser Anschläge kann die Kamera binnen Sekunden montiert werden; eine Justage ist nach einer einmaligen Grundein - stellung nicht erforderlich. Wie sich dieser Panoramakopf auf einem Einbeinsta - tiv bewähren, erfahren Sie hier .
Nodalpunktadapter für mehrzeilige Panoramen im Eigenbau
Eine weitere, häufig gestellte Frage lautet: Muss es eine high end Lösungen sein oder geht das auch preiswerter? Nein, es muss keine high end Lösung sein! Wir selbst haben jahrelang mit Minimalbesteck gearbeitet, da der Markt keine Lösungen anbot, die zu unserem Budget gepasst hätten. Das hat sich geändert. Mittlerweile werden günstige VR-Adapter angeboten, teils sogar von Panoramafotografen selbst, die aus einer anfänglichen Bastellösung ein verkaufsfähiges Produkt entwickelten. Bevor wir uns diesen bezahlbaren Varianten zuwenden, verweilen wir kurz bei dem Thema Baumarktlösungen . Hier zeigen wir, es bedarf wenig Aufwand, einen voll funktionsfähigen VR- Adapter zu basteln. Wenn man denn weiß, worauf es ankommt.
Der Nodalpunktadapter im Eigenbau! Tutorial öffnen Tutorial öffnen
Multirow-Adapter in Funktion
Fisheye-Adapter in Funktion
Bezahlbare VR-Systeme für mehrzeilige Panoramen Kehren wir zurück zu der Frage, welche Lösungen der Markt mittlerweile anbietet und welche Konstruktion zu empfehlen ist - ggf. auch für kleines Geld. An dieser Stelle kommt man an dem amerikanischen Anbieter Nodal Ninja nicht vorbei. Nodal Ninja begann im Jahr 2002 mit der Produktion des ersten Nodalpunktadapters: dem SPH-1 . Seitdem ist die Produktpalette gewachsen. Nodal Ninja bietet aktuell fünf verschiedene Basismodelle an. Der hier abgebildete Panoramakopf Nodal Ninja 6 mit RD10 Rotator gilt als technisch ausgereift. Anfängliche Kinderkrankheiten gehören der Vergangenheit an. Für knapp 450 Euro bewegen wir uns allerdings noch immer nicht im Low-Budget- Bereich. Erst die Serie 3 erfüllt diesen Anspruch. Sie ist bei identischer Bauweise etwas kleiner, kompakter und leichter. Der Preis beträgt ca. 210 Euro; ein moderater Preis für so viel ausgeklügelte Feinwerktechnik. Wir hatten das Modell Nodal Ninja 3 knapp zwei Jahre in Gebrauch und schätzten die solide und stabile Konstruktion, vor allem auf Reisen. Der Rotator verfügt über eine einstellbare Indexierung (Rotationswinkel). Der vertikale Neigungswinkel wird mithilfe einer Skala eingestellt. Der Nodal Ninja 3 ist für kleinere DSLR-Kameras geeignet. Für größere Bodys ist ein T-Adapter als Zubehörteil erhältlich. Eine Hürde gilt es leider zu nehmen. Nodal Ninja ist im amerikanischen Bundesstaat Phoenix beheimatet. In Deutschland werden Nodal Ninja Produkte so gut wie nicht geführt. Wer nach einer Bezugsquelle sucht, kann in Österreich fündig werden.
Seit Ende 2014 führt Novoflex einen „preiswerten“ Panoramakopf für mehrzei - lige Panoramen im Katalog. Das VR-System Slim scheint unter der Erkenntnis entwickelt worden zu sein, dass die hochpreisigen Adapter aus den Anfangsjah - ren keine Selbstläufer mehr sind. Tatsächlich wird der Slim unter dem Slogan beworben, er sei für kleinere Kameras gedacht. In Wirklichkeit kann man auf diesen Adapter auch mittelgroße DSLR´s montieren. Somit steht das kleine System in unmittelbarer Konkurrenz zum hausinternen VR-System Pro II. Der Slim ist leichter, kleiner und preiswerter (ca. 425 EURO). Die untere Panorama - platte Typ 48 bietet eine einstellbare Rasterung von 16, 30, 36 und 48 an und deckt somit den Einsatz vieler Brennweiten ab. Der vertikale Schwenk wird unter 10 Grad-Schritten indexiert. Die Verarbeitungsqualität bewegt sich auf hohem Niveau, nur leider ist der vertikale Schwenk zu fummelig in der Handha - bung; die hier üblich platzierte Panoramaplatte fiel dem Rotstift zum Opfer.
Das Novoflex VR-System Slim Panoramakopf Manfrotto MH057A5 Novoflex VR-System III Der Nodal Ninja 6 mit RD10 Rotator kostet ca. 450 Euro Nodal Ninja 3 MKII Manfrotto MA 303SPH Panoramakopf Novoflex VR-System PRO II
Die Idee Panoramaköpfe aus Aluminium-Fertigprofilen zu produzieren und sie mittels einiger Dreh- und Frästeile zu komplettieren, haben mehrere Anbieter aufgenommen - und fast ebenso viele mussten in Anbetracht fernöstlicher Kon - kurrenz die Segel streichen. PANO4YOU z.B. vertrieb unter dem Slogan “auch für sehr große Kameras geeignet“ Adapter für ca. 170 Euro, die obendrein bis zu 5kg Traglast aufnehmen konnten. Schade. PANO4YOU existiert nicht mehr. Zum Glück schließt eine andere Firma die entstandene Lücke: Roundabout-NP aus Rosenheim. Michael Wildbihler, der Inhaber, führt zurzeit drei nahezu baugleiche Nodal - punktadapter im Katalog, die sich in einem Punkt unterscheiden: Das Standardmodell wird ohne Drehteller ausgeliefert, während die Modelle Deluxe 15R und 5R jeweils mit einer indexierbaren Panoramaplatte für den horizonta - len Betrieb ausgestattet sind (15° und Klickstops). Die robusten VR- Systeme kosten zwischen 199 und 249 EURO und stehen den teuren Novoflex-Modelle in wenig nach; die Panoramaplatten von Novoflex sind varia - bel indexierbar. Puristen sind mit Roundabout-NP sehr gut bedient.
Roundabout-NP
Das jetzt folgende VR-System wird für ca. 150 - 230 Euro unter verschiedenen Markenbezeichnungen angeboten: der Fotomate Panoramakopf, umgelabelt auch als Rollei 200 Mark II oder Tarion bekannt. Dieser Kopf soll in erster Linie Käufer ansprechen, die sich von mannigfachen Einstellmöglichkeiten begeistern lassen. Hier muss geklappt, arretiert und gesteckt und fixiert werden. Das Konstruktionsprinzip erinnert an den Manfrotto MA 303SPH. Da der Hersteller nicht in der Lage ist, die Kamera praxisgerecht in seinen Produktbildern zu positionieren (Knotenpunkt), bleibt zu befürchten, dass der Ingenieur zwar ganz genau wusste, wie man einen Clone entwickelt, aber nicht, wie ein Kugelpanorama entsteht. Um so erstaunlicher ist, dass der Fotomate- Panoramakopf über einen Rotator mit Indexierung verfügt. Der indes hat Mängel: Der Indexierer ruht nicht in Lagerfett, sondern in einer zähflüssigen Masse, die die Bezeichnung Fett nicht verdient. Womöglich gleicht der Hersteller hiermit Spiel im Lager aus? Wie auch immer: Dieser Panoramakopf taugt für eine Schönwetteraufnahme. HDR-Projekte kann man mit diesem VR- System nicht realisieren.
Der Fotomate Panoramakopf, umgelabelt auch als Rollei 200 Mark II oder Tarion bekannt, kostet zwischen 150 - 230
Im Dezember 2016 präsentierte der Entwickler und Firmeninhaber Lutz Müller aus Ilmenau einen Nodalpunktadapter, der in dieser Baugröße und Gewichts - klasse einzigartig ist. PocketPANO COMPACT heißt der Winzling. Etwas größer als eine Zigarettenschachtel und unter 200 Gramm schwer ist dieses Stück deutsche Feinmechanik aber nicht zu unterschätzen. Der PocketPANO COMPACT beinhaltet sogar einen Rotator mit federgestützten Rastpunkten - und auch der vertikale Schwenkarm verfügt über ein Click-Stopp-System. Die Verarbeitung ist erstklassig. Die wichtigsten Teile bestehen aus einem äußerst widerstandsfähigen Hochdrucklaminat. Für maximale Flexibilität hat der Pocket - PANO eine integrierte Klemmbasis für das ARCA-SWISS-Profil als auch ein 1/4" Schraubgewinde im Sockel. Eine Wasserwaage ist mit an Bord. Lutz Müller Fototechnik bietet den PocketPANO speziell für „kompakte“ Kameras im oberen Preissegment an, wie z.B. für die Canon G7 X Mark II und Sony RX100 Mark I-V. Mittelfristig sind Adapter für Fujifilm, Leica, Nikon, Panasonic, Ricoh und Sigma Kompaktkameras erhältlich. Preis = 79,90 - 89,90 EURO
PocketPANO COMPACT inkl. Rotator für Kompaktkameras inkl. Rotator
Ein weiteres Modell aus dem Haus Lutz Müller Fototechnik wurde im Jahr 2018 vorgestellt. Der PocketPANO VARIO kann im Gegensatz zum Modell COMPACT unterschiedliche Arten von Kompakt- und Systemkameras aufneh - men (keine DSLR´s). Hierfür sind einstellbare Schienen mit Skalen vonnöten, mit deren Hilfe man die Kamera sorgsam um den Knotenpunkt der Eintrittspu - pille einjustiert. Diese Disziplin beherrscht der VARIO perfekt, wenngleich die Montage ein klein wenig fummelig ist. Die Schienen laufen leichtgängig, die Skalen sind sehr gut ablesbar. Und auch von der Ausstattung her lässt der ultrakompakte VARIO keine Wünsche offen. So sind u.a. an beiden Drehachsen Rotatoren (Panoramaplatten) mit einstellbaren Rastwinkeln verbaut. Dieses Feature ist selbst bei 2-3 x so teuren Adaptern keine Selbstverständlichkeit. Ein weiteres Extra: Möchte man ein zusätzliches Bild vom Bodenbereich aufneh - men, kann man den Vertikalträger um 180° drehen. Wie der COMPACT auch, besteht der VARIO im Wesentlichen aus Hochdrucklaminat. Im Sockel ist eine Klemmbasis für das ARCA-SWISS-Profil und ein 1/4" Schraubgewinde verbaut. Ein 3/8" Adapter liegt bei. Eine Wasserwaage ist mit an Bord. Es können auch Kameras mit seitlich versetztem Gewinde eingesetzt werden. Der maximale Verstellweg beträgt 20mm. Unser Fazit: Der PocketPANO VARIO ist ein Multitalent. Für maximale Flexibili - tät ist der Adapter in zwei Varianten erhältlich und kann mithilfe optional erhältlicher Zusatzteile an die eigenen Bedürfnisse weiter angepasst werden. Preis = 199 EURO.
PocketPANO VARIO inkl. Rotator für Kompakt- und Systemkameras inkl. Rotator
Der nun folgende Adapter wird wird als MENGS PH-720B und Andoer PH-720B vertrieben. Der China-Clone kommt halb zerlegt in einer kleinen Tasche an und muss vom Kunden montiert werden. Anfangs waren wir von der Verarbeitungs - qualität begeistert, bis sich die ersten Schwachstellen bemerkbar machten. So weicht zum Beispiel der dringend erforderliche 90 Grad Winkel zwischen dem waagrechten und senkrechten Träger so deutlich vom Sollmaß ab, dass die Kamera immer etwas schief steht. Bei Landschaftsaufnahmen mag diese Abweichung noch angehen, bei Projekten im Nahbereich kommt der Stitcher ins Trudeln und weist Parallaxefehler aus, die je nach Schwierigkeitsgrad (Innenaufnahme einer Kirche) kaum noch zu korrigieren sind. Ferner laufen die vordefinierten Rastpunkte beider Panoramaplatten an der Praxis vorbei, indem sie viel zu grob ausgelegt sind. Ein weiterer Kritikpunkt: Bereits mit einer kleine - ren DSLR mit Kit-Objektiv ist der Schwenk zum Zenit nicht möglich, dazu reichen die Verfahrwege nicht aus. Unser Fazit: Der PH-720B ist ein „Schönling“ und „Augenwischer“ zugleich. Zum Ende unseres Tests hin hatten wir an allen Ecken und Kanten etwas zu bemängeln.
Dieser Panoramakopf wird unter dem Label Andoer PH-720B und MENGS PH-720B vertrieben
Bezahlbare VR-Systeme für einzeilige Panoramen Der Nodal Ninja Ultimate stellt eine Sonderform unter den Panoramaköpfen dar. Sinnvoll ist der Einsatz mit Fisheyeobjektiv, das einen extremen Blickwin - kel zeichnet. Beträgt dieser Blickwinkel über 180 Grad, sind mit dieser Konstruktion Kugelpanoramen mit vier Quellbilden möglich. Ist der Blickwinkel kleiner, kann der Kopf zum Zenit hin zwar geschwenkt werden, allerdings muss der Knotenpunkt dann mühevoll nachjustiert werden. Mehrzeilige Panoramen sind mit dieser Lösung nicht praktikabel. Parallel dazu mag uns der Schlitten so nah an der Linse nicht gefallen. Dieser Vorbau führt unweigerlich zu einer Abschattung im Nadirbereich. Der Hersteller bietet für fast jede erdenkliche Kamera-Objektiv-Kombination einen speziellen Spannring an. Dieser Spann - ring umfasst das Objektiv und nimmt so die Kamera auf. Auf diese Weise kann das Fisheye fest am Panoramakopf verweilen. Das ist praktisch. Was uns nicht gefällt: Die Schraube an der Schelle wird mit einem Inbusschlüssel angezogen. Was also passiert, sollte der Druck auf die Optik zu groß ausfallen? Unwahr - scheinlich? Ja dann! No risk, no fun! Für 360 Euro ist dieser Spaß zu haben.
Für Fisheye-Objektive geeignet: Nodal Ninja Ultimate
Preiswerter und ausgereifter kommt da die Konstruktion mit dem treffenden Namen VR-System SLANT von Novoflex daher. SLANT bedeutet Neigung oder Schräge. Ebenso wie der Nodal Ninja Ultimate ist dieser Panoramakopf nur in Verbindung mit einem Fisheyeobjektiv sinnvoll. Um den verfügbaren Bildwinkel des Fisheye-Objektives optimal auszunutzen, wird die Kamera um 60° gegen - über der Horizontalen und zusätzlich um bis zu 15° vertikal nach oben geneigt, so dass auf die Aufnahme des Zenit verzichtet werden kann. Zwar bewirbt der Anbieter seinen schrägen Adapter als Kopf zur Arbeit mit einem Einbeinstativ, ebenso gut lässt er sich natürlich auf eine drehbare Rastscheibe montieren. Diese Lösung ist ideal für Fisheye-Objektive, die 180° Blickwinkel in der Diago - nalen darstellen. Der Hersteller macht klare Angaben, für welche Kamera- Objektiv-Kombination das VR-System SLANT geeignet ist - und für welche nicht. Das Set bestehend aus Schnellkupplung, Panoramakopf und Kameraplatte kostet 250 EURO. Für Besitzer eines NOVOFLEX VR-Systems PRO, PRO II, Pro III oder 6/8 wird ein Ausbauset angeboten. Preis: 149 EURO. Aufgrund der stabilen und durch - dachten Ausführung können wir das VR-System SLANT empfehlen, geben aber zu denken, dass ein Fisheye-Objektiv nicht eben zur Grundausstattung zählt und letztendlich zum Kaufpreis hinzu gerechnet werden muss. Wer das VR-System SLANT auf ein Stativ schraubt, benötigt obendrein einen zusätzli - chen Rotator, der je nach Ausstattung den Preis für den SLANT verdoppeln kann.
VR-System SLANT von Novoflex
Atome lautet die eigentümliche Wortschöpfung für diesen englischen Fischadapter aus dem Haus 360precision . Die Namensgebung könnte aus den 50er Jahren stammen, die technische Umsetzung passt ungleich besser in unsere Zeit. Der Atome hinterlässt einen hochwertigen Gesamteindruck. Die Farbgebung ist schmuck, die Verarbeitung erstklassig ausgeführt. Die Idee, das Objektiv nicht mit einer Schraube zu würgen, sondern mittels eines Spannhebels zu klemmen, verdient unser Augenmerk. Auf diese Weise wird das Objektiv mit einer immer gleich bleibenden vordefinierten Kraft beaufschlagt. Sehr ähnlich wie beim Ultimate werden auch hier abhängig vom verwendeten Objektiv unterschiedliche Spannringe im Sortiment geführt. Der Neigungswinkel zum Zenit hin beträgt 7,5 Grad und kann nicht korrigiert werden. Kaufpreis = 245 Britische Pfund (ca. 315€). Auf unsere Anfrage hin, ob der Spannring für das Sigma 8mm f3,5 kompatibel sei mit dem älteren f4,0 erhielten wir aus England die Bestätigung: Ja, die Ringe sind baugleich. Die Antwort war falsch! Wir konnten unser Objektiv nicht befestigen! Leider hört man immer wieder von Kunden, die mit dem Service unzufrieden sind. Dafür ziehen wir in der Bewertung 1 Punkt ab.
Der Adapter “Atome” aus dem Haus 360precision
Darf's auch ein Gebrauchter sein? Finger weg von diesen Köpfen! Nicht jeder, der sich von der Panoramafotografie begeistern ließ, bleibt dauer - haft dabei. Und so tummeln sich auf dem Gebrauchtmarkt VR-Systeme jeder Preisklasse, die nicht nur für den Amateur interessant sein dürften. Doch Vor - sicht! So manch ein vermeintliches Schnäppchen entpuppt sich als Flop, wenn man denn das falsche Modell erwirbt. Panosaurus und Pano-Maxx zum Bei - spiel boten einst günstige Einsteigermodelle an, die dementsprechend weit verbreitet sind, die aber, je nach Entwicklungsstufe, gravierende Mängel hat - ten. Unser Tipp: Soll es ein Gebrauchter sein, Finger weg von diesen Köpfen.
VR-Systeme Panosaurus 1 und 2 VR-Systeme von Pano-Maxx
Alles im Lot? Die Nivelliervorrichtung Zurück zu unserem Equipment und hin zu der Frage, ob der Nodalpunktadapter mittels Nivel - liereinrichtung ins Wasser gestellt sein muss. Viele Profis sagen ja, nicht selten wird die Notwendig - keit aber auch vehement bestrit - ten. Das Argument, die Software würde den Horizont in jedem Fall begradigen, erschien uns anfangs plausibel, bis uns die Praxis das Gegenteil lehrte. Verlässt man sich aufs reine Augenmaß, kann man bei Aufnahmen ohne klar definierbare horizontale oder vertikale Konturen (z.B. Landschaftsaufnah - men) schon mal in Bedrängnis geraten. Also gewöhnten wir uns an, die Stativbeine unter Zuhilfenahme einer Miniaturwasserwaage halbwegs exakt einzustellen (was im Falle der Übertreibung eine mühselige Fummelei sein kann). Darüber hinaus stellten wir fest: Dosenlibellen sind keine Präzisions - werkzeuge, zumindest jene nicht, die im Handel für ca. 5-15 Euro zu haben sind. Drei baugleiche Modelle (in diesem Fall ein China-Import) nebeneinander auf eine ebene Fläche gelegt wiesen eine Abweichung von schätzungsweise 5- 8 Grad untereinander auf. Hier sollte man entweder tiefer in die Tasche greifen, oder aber sich mit einer handelsüblichen Wasserwaage begnügen, die vielleicht nicht so schick und vermeintlich praktisch daherkommt. Wer sich indes die Fummelei mit den Stativbeinen ersparen möchte und nicht eben stolzer Besit - zer eines Stativs mit nivellierbarer Mittelsäule ist, kann sich ggf. mit dem nun folgenden Zubehör anfreunden:
Dosenlibellen sind aber keine Präzisionswerkzeuge MENGS® DY-60A Novoflex MagicBalance Acratech Leveling Base Manfrotto MA 338 Manfrotto 438 Andoer LP-64
Zu den empfehlenswerten Nivelliervorrichtungen dürften die Acratech Leveling Base und die Novoflex MagicBalance zählen. Aufgrund der langen Bauzeit ist die Manfrotto Nivellierplatte MA 338 die bekanntere Nivelliereinrichtung, doch wer jemals den Kampf mit den drei schwergängigen Rändelschrauben auf sich genommen hat, sollte dieses Modell endgültig aus dem Gedächtnis streichen und sich moderneren Lösungen zuwenden. Leider ist das Nachfolgemodell Manfrotto MA 438 auch nicht frei von Problemen. Die Feststellschraube des Spannhebel kann sich lösen. Fakt ist: 5 oder 10 Grad Verstellwinkel (Manfrotto MA338 und Andoer LP-64 ) erweisen sich in der Praxis dergestalt, dass man dann doch die Stativbeine für die Grobeinstellung her nimmt. Novoflex und Acratech können das besser. Das Modell MENGS DY-60A ebenso, und dies zu einem erfreulich niedrigen Preis. Kommt man mit einem gewöhnlichen Kugelkopf nicht auch zu Rande? Ja, dann allerdings sollte man zwei Dinge beachten: wird ein preiswerter Kugelkopf fixiert, also festgezogen, wandert er gerne aus der zuvor mühselig gefunden Idealeinstellung wieder hinaus. Zweitens darf man den Schwerpunkt des Gesamtsystems nicht vernachlässigen, sonst droht das Stativ nebst Ausrüstung zu kippen und abzustürzen. Halten wir fest: Eine gute Nivelliereinrichtung hat ihren Preis und befriedigt unseren Messfetischismus. Nur wäre die Investition in ein solides Stativ (womöglich mit integrierter nivellierbarer Mittelsäule) nicht sinnvoller? Diese Frage klären wir später. Panoramaplatten mit und ohne Indexierung Bei einem klassischen Panoramakopf für einzeilige Panoramen ist lediglich eine horizontale Drehplatte verbaut, während man für sphärische, mehrzeilige Pan - oramen im unteren als auch im oberen Bereich einen Drehteller benötigt. Die untere Platte dreht horizontal, die obere vertikal. Wer sich zum Kauf eines Nodalpunktadapters ohne integriertem Drehteller entscheidet, benötigt zwi - schen Stativ und Nivelliereinrichtung eine horizontal drehende Panoramaplatte. Die preiswerteren Modelle lassen sich freigängig um die Mittelachse drehen, verfügen über einen aufgedruckte Winkelskala und ggf. noch über eine Fest - stellschraube zum Fixieren der gewünschten Position. Sinnvollerweise sollte eine kleine Dosenlibelle integriert sein. Die Arbeitsweise ist schnell erklärt: Zum Erstellen der ersten Einzelbildaufnahme wird die Panoramaplatte auf die 0 Grad Stellung gebracht. Je nachdem, mit welchem Objektiv wir arbeiten, drehen wir die Panoramaplatte zur zweiten Aufnahmeposition. Übliche horizontale Winkel - schritte sind 30 Grad (Weitwinkel) und 45 + 60 Grad (Superweitwinkel & Fisheye-Objektiv). Wie gesagt: Das Objektiv ist ausschlaggebend für den kor - rekten Drehwinkel, hier muss man sich vor dem Kauf kundig machen, welche Winkelschritte erforderlich sind. Ggf. lohnt sich der Kauf eines Indexierers. Was kann ein Indexierer mehr? Er erspart uns die Arbeit mit der fummeligen Skala. Hier müssen wir nicht mehr den korrekten Winkel-schritt finden und ein - stellen, stattdessen übernimmt die Panoramaplatte diese Aufgabe, indem sie an der gewünschten Position mit einem mehr oder weniger merklichen Klick ein - rastet. Der Vorteil liegt im Zeitvorteil. Mit einem Indexierer (auch Raststopp genannt) lässt sich sehr viel schneller arbeiten als mit einem manuellen Sys - tem. Hochwertige Panoramaplatten verfügen über einstellbare Rastpositionen. Beginnen wir mit der einfachsten Variante für den horizontalen Betrieb: Panora - maplatten.
Die oben gezeigten Panoramaplatten unterscheiden sich in der technischen Ausführung kaum, wohl aber in der Preisgestaltung. Sehr beliebt ist das Modell Novoflex Panorama , das Ende 2014 durch das Modell Novoflex Panorama II abgelöst wurde. Der preiswerte Drehteller Feisol PB 70 hat zwar keine Wasser - waage an Bord, genügt aber vollauf für den minimalisierten Einsatz unter Verwendung der Feststellschraube (z.B. für Langzeitbelichtungen). Drehteller aus Plastik sollten sie kritisch hinterfragen. Wir kennen keinen Drehteller unter 20 Euro, der für die ernsthafte Panoramafotografie herhalten könnte. Ebenso wenig sollten Sie dem Irrtum erliegen, ein Kugelkopf, der sich ja ebenfalls in der Horizontalen drehen lässt, könne die Aufgabe eines Drehtellers übernehmen. Sobald sie den Kugelkopf entriegelt haben, verlieren Sie die horizontale Fixie - rung und somit den Knotenpunkt (Nodalpunkt) des VR-Systems. Nur wenige Millimeter Abweichung im Kugelkopf führen in der Verlängerung zur Optik hin zu mehreren Millimetern Abweichung im Knotenpunkt. Ihre Einzelaufnahmen werden dann nur schwerlich noch von der Software akzeptiert. Oder aber sie handeln sich schwerwiegende Nahtfehler ein, die dann wiederum einen hohen Retuscheaufwand erforderlich machen. Panoramaplatten mit integrierter Indexierung (Klick-Stopp) ersparen sehr viel Arbeit, kosten aber etwas mehr als die zuvor gezeigten Drehteller ohne Indexie - rung. Hier sind die gängigsten Modelle aufgeführt:
Indexierbare Drehteller sind in der Mehrzahl ausgestattet mit einer Schnell -