Das Panorama-Magazin

Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad.

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Mit Photoshop zum perfekten Himmel

Wie verhindert oder korrigiert man unschöne Lens Flares und missglückte Sonnensterne?
Inhaltsverzeichnis Vorwort Wie entstehen Blendenflecken? Störenfried Nummer 1: Die Linsengruppen Störenfried Nummer 2: Schlechte Vergütung Blendenflecken verhindern: Der „Daumentrick“ Einzelne Blendenflecken entfernen mit „Fläche füllen“ (Photoshop) Großflächige Retusche des kompletten Himmels (Photoshop) Mit Photoshop zum Blendenstern
In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit Blendenflecken im Himmel - auch Lens Flares genannt, die insbeson - dere bei Gegenlichtaufnahmen zu einem Problem werden können. Wir zeigen, wie man die unschönen Ringe oder hexagonal geformten Farbflächen als auch Staubflecken erfolgreich beseitigen kann und zau - bern zugleich einen realistisch wir - kenden Sonnenstern mit ins Bild hinein. Ihr
Vorwort Die Aufnahme links (zum Vergrößern bitte anklicken) entstand mit einem Fisheyeobjektiv und steht exemplarisch für ein Problem, welches viele Fotografen fürchten wie der Teufel das Weihwasser: Blendenflecken - auch Lens Flares oder einfach nur Flares genannt. In unserem Beispiel überziehen sie den gesamten Himmel und kollidieren teils mit dem Son - nenstern, so dass man fast schon geneigt ist, dieses Bild als Ausschuss in den Papierkorb zu kicken. Was ein Fehler wäre, denn Abbildungsfeh - ler wie diese (Staub/Kratzer/Blendenflecken) lassen sich zum Beispiel mit Photoshop erfolgreich beseitigen. Dazu später mehr. In der klassischen Fotografie lautet ein Lehrsatz: Für Blendenflecken ist zu einem die Objektivkonstruktion verantwortlich, zum größeren Teil der Fotograf. In der Panoramafotografie wird dieser Lehrsatz ad absurdum geführt. Insbesondere beim Erstellen eines Kugelpanoramas sind Gegenlichtaufnahmen unabdingbar und Blendenflecken nur schwer zu vermeiden. Einige Fotografen haben die bunten Kreise, Hexagone und Strahlen als gestalterisches Mittel entdeckt und sorgen ganz gezielt für Blendenflecken in ihren Aufnahmen. Aber auch dann ist fast immer eine feinfühlige Retusche von Nöten. Ganz gleich, ob der Fotograf Blenden - flecken nun vermeiden will oder bewusst hervorrufen möchte, er sollte um die Ursachen wissen, die für Lens Flares verantwortlich sind. Wie entstehen Blendenflecken? Die oftmals kreisförmigen, manchmal auch strahlenförmigen oder hexa - gonal geformten Farbflächen im Foto entstehen dann, wenn sich ein Punktlicht im Bildausschnitt befindet. In unserem Bild wird das einfal - lende Licht der Sonne in der Linsengruppe mehrmals gebrochen, wobei jede Linse in der Gruppe über mindestens eine konvex oder konkav gewölbte Fläche verfügt. Je nach Linsenform wird das Licht unterschiedlich gebrochen und je komplexer eine Linsengruppe aufgebaut ist, umso komplexer verläuft demnach der Strahlengang. Und das Reflexionsverhalten. Jede Linse reflektiert. Dazu eine Erklärung: Störenfried Nummer 1: Die Linsengruppe Als Baustoff für Linsensysteme ist Glas aufgrund seiner exzellenten opti - schen Eigenschaften weit verbreitet. Andere Materialien sind Fluorite, Kunststoffe wie Polycarbonat, Polymethylmethacrylat oder Cyclo-Olefin- (Co)polymer und auch Stoffe wie Germanium oder Meteoritenglas. Gemeinhin werden all diese Materialien als transparent bezeichnet. Doch optische Gläser und Kunststoffe sind nicht zu hundert Prozent transparent. Die meisten Glastypen zum Beispiel haben ein theoreti - sches Transparenzfenster zwischen 170 nm und 5000 nm. In der Praxis reflektiert eine Linse etwa vier bis zehn Prozent des Lichts. Und diese umhervagabundierenden Lichtstrahlen werden dann als Blendenflecken oder Flares in unseren Aufnahmen sichtbar. Störenfried Nummer 2: Schlechte Vergütung Abbildungsfehlern wie Reflexionen, Doppel,- oder Geisterbilder, Lens Flares und chromatische Aberrationen wird begegnet, indem die Herstel - ler eine hauchfeine Vergütungsschicht auf die Linsen aufdampfen. Diese Vergütungsschicht reflektiert das Licht gegenphasig zu den einfallenden Lichtstrahlen. So werden die Störungen im Idealfall nahezu ausgelöscht. Dieser Aufwand verursacht hohe Kosten. Gute Objektive sind teuer. Für alle, die keine Abbildungsfehler visualisieren möchten, sind hochvergü - tete Objektive die erste Wahl - und billige Filter eine Todsünde. Tipp: Bei der Reinigung eines Objektivs ist größte Vorsicht geboten. Durch falsche Reinigung ist schon so manche Vergütung zerstört worden. Blendenflecken verhindern Blendenflecken kann man umgehen, indem man die Kamera ein wenig schwenkt oder neigt. Eine minimale Standortveränderung führt fast immer zum Ziel. Diese Option ist den Panoramafotogra - fen leider verwehrt. Hier geben das Stativ und der Nodalpunktadapter die Blickrichtung vor, so dass Lens Flares im Gegenlicht niemals auszuschlie - ßen sind. Was also tun? Wir erstellen zwei oder auch mehrere Quellbilder im Gegenlicht und decken in den zusätzlichen Aufnahmen die Sonne auf unterschiedliche Weise mit dem Daumen ab. Hier ein Beispiel: Bitte vergrößern Sie zur Beurteilung die beiden Fotos durch einen Klick. Im Stitcher dann werden sämtliche Quellbilder eingeladen und die Bildstörungen ausmaskiert. Sollte man sich dennoch Lens Flares eingehan - delt haben, geht an der Retusche kein Weg vorbei. Vereinzelte Blendenflecken mit Photoshop „Fläche füllen“ erfolgreich beseitigen Vereinzelte Blendenflecken automatisch entfernen - diese Disziplin beherrschen Photoshop ab der Version CS5 und Photo - shop Elements ab der Version 13 schnell und perfekt. Wie? Das zeigen wir hier in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Diese Aufnahme entstand mithilfe eines 8mm Fis- heyes und steht exempla- risch für ein Problem, dass viele Fotografen fürchten wie der Teufel das Weihwasser: Flecken und ein miss- glückter Sonnenstern.
Das Sigma 8mm Fisheye gilt in der Panoramafotografie als der Klassiker schlechthin.
Konvexe Linsen (Sammellinsen)
Konkave Linsen (Zerstreuungslinsen)
Lichtstrahlen ändern an Grenzflächen von Linsen ihre Richtung. Bei der Richtungsänderung spricht man von Lichtbrechung.
Typische Lichtbrechung eines Objektivs mit kurzer Brennweite (Weitwinkel / Fisheye)
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Sollte ihr Bild lediglich im jpg oder jpeg-Grafikformat vorliegen, erstellen Sie bitte eine TIFF-Kopie (Datei speichern unter) und arbeiten Sie mit dieser Kopie. Nur so vermeiden Sie Qualitätseinbussen in der Retusche.
•	Öffnen Sie das Bild und zoomen Sie zu jener Stelle, in der sich die Bildstörung befindet. In unserem Fall haben wir einen kleineren Fleck im Fokus, umgeben von strahlend blauem Himmel. •	Nutzen Sie das Lasso mit „3 Pixel“ weichem Rand und aktivieren Sie „Glätten“.
Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Alternativ zu dieser Methode kann man kleinere Bildstörungen wie zum Beispiel Hautunreinheiten, Sensorstaub und natürlich auch Blendenflecken mit dem Bereichsreparatur-Pinsel in Angriff nehmen. Wir favorisieren das Feature „Fläche füllen“; vielleicht aus Gewohnheit, aber ganz sicher, weil dieses Werkzeug zu einem sehr guten Endergebnis führt. Blendenflecken im Himmel mit Photoshop großflächig bereinigen Was bei kleineren Bildfehlern tadellos funktioniert, scheitert bei großflächigen Bildstörungen. Unsere Aufnahme wäre mit dem Feature „Fläche füllen“ allein nicht zu retten. Und so stellen wir jetzt eine weitere Vorgehensweise vor, die sich insbesondere in der Panoramafotografie bestens bewährt hat. Möchten sie lediglich ein einzelnes Foto retuschieren, können sie unsere empfohlenen Maximalwerte bedenkenlos überschreiten. Arbeiten Sie hingegen mit dem Quellbild eines Panoramas, handeln Sie sich ggf. Tonwertabrisse ein, die erst beim Betrachten der virtuellen Version zu Tage treten - unabhängig davon, über welche Farbtiefe das Quellbild verfügt. Und so gilt auch jetzt, wie bei der Methode „Flächen füllen“ zuvor:
Sollte ihr Bild lediglich im jpg oder jpeg-Grafikformat vorliegen, erstellen Sie bitte eine TIFF-Kopie (Datei speichern unter) und arbeiten Sie mit dieser Kopie. Auf diese Weise vermeiden Sie Qualitätseinbussen in der Retusche.
Öffnen Sie das Bild und zoomen Sie zu jener Stelle, in der sich die Bildstörung befindet. In unserem Fall haben wir den gesamten Himmel im Fokus, wobei der untere Bereich zum Glück frei von Blendenflecken ist.
Nutzen Sie das Lasso mit „3 Pixel“ weichem Rand und aktivieren Sie „Glätten“.
vorher
nachher
Nach der Retusche sind sämtliche Bildstörungen im Himmel beseitigt. Mit einem höheren Aufwand könnten wir die Sonne ebenfalls komplett entfernen, wir allerdings nutzen den übrig gebliebenen Lichtpunkt und fixieren an dieser Position einen mehrstrahligen Blenden- bzw. Sonnenstern. Mit Photoshop zum Blendenstern (Sonnenstern) Bei einer Aufnahme mit einer starken, punktuellen Lichtquelle wie der Sonne entstehen bei kleiner Blendenöffnung sternför - mige Strahlen. Auch nachts treten solche Sterne auf, um Laternen und sonstige Punktlichter. Unabhängig von der Tageszeit spricht man hier von einem „Sonnenstern“, auch „Sternenkranz“, „Lichterkranz“ oder „Blendenkranz“ genannt. Die korrekte Bezeichnung lautet „Blendenstern“, denn die Blende gibt den Ausschlag, ob ein Stern gelingt - allerdings nicht, ob ein schö - nes oder weniger schöner Stern entsteht. Die Güte des Sterns ist abhängig von der Bauart des Objektivs und der Anzahl der Blendenlamellen. Das heißt: jedes Objektiv hat seine eigene Charakteristik. Was also tun, sollte ein Blendenstern völlig miss - glückt sein? Photoshop schafft Abhilfe. Wir zeigen, wie´s geht.
Sollte ihr Bild lediglich im jpg oder jpeg-Grafikformat vorliegen, erstellen Sie bitte eine TIFF-Kopie (Datei speichern unter) und arbeiten Sie mit dieser Kopie. Auf diese Weise vermeiden Sie Qualitätseinbussen in der Retusche.
Öffnen Sie das Bild und zoomen Sie zu jenem Punktlicht heran, dass zum Setzen eines „Sonnensterns“ geeignet erscheint. Unser Beispielbild ist Ihnen aus den vorherigen Lektionen bekannt.
•	Wählen Sie das „Lasso-Werkzeug“. Das „Lasso-Werkzeug“ eignet sich zum Zeichnen von Freiformsegmenten einer Auswahlbegrenzung. Ziehen Sie mit dem Lasso eine großzügige Auswahl um den Fleck. •	Wählen Sie das „Lasso-Werkzeug“. Das „Lasso-Werkzeug“ eignet sich zum Zeichnen von Freiformsegmenten einer Auswahlbegrenzung. Wir wählen nahezu den ganzen Himmel und trennen die Maske oberhalb der Gleitschirme. Sinnvolles Zubehör für die Panoramafotografie 360° Artikel Hier finden Sie Tipps und Tricks rings zum das Thema der Panoramafotografie
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•	Jetzt ziehen Sie das „Polygon“ über der Lichtquelle auf. Bestimmen Sie per Maus Größe und Drehwinkel.    •	Im nächsten Schritt wollen wir den Stern ein wenig weichzeichnen. Dazu öffnen wir das Eigenschaftenfeld („Fenster“ > „Eigenschaften“) und ändern den Wert für „Weiche Kante“ auf 8 Pixel. 
Photoshop legt Ihnen weitere Gestaltungsmöglichkeiten an die Hand, um den Sonnenstern nach Belieben zu verfeinern. So können Sie z.B. die Farbe anpassen und ggf. einen Farbverlauf zuweisen, die Strahlen einzeln verlängern oder einkürzen. Manchmal werden Blendensterne über die Spitzen immer breiter, auch das können Sie mittels Irisweichnung realisieren. Wie immer auch Ihr Blendenstern ausfallen mag, wir bedanken uns für Ihr Interesse und zeigen zum Abschluss das finale Kugelpanorama mit korrigiertem Himmel und Sonnenstern:
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•	Wählen Sie „Polygon-Werkzeug“. Ggf. ist an der gezeigten Position ein anderes „Werkzeug“ aktiv. Drücken Sie mit der rechten Maustaste auf den kleinen Pfeil, um das entsprechende Bedienfeld zu öffnen. •	Wählen Sie in Photoshop „Bearbeiten“ und „Fläche füllen“ oder drücken Sie die rechte Maustaste. Im Menü aktivieren Sie „Inhaltsbasiert“, „Mischmodus normal“ und „Deckkraft 100%“. Nach dem Klick auf "OK" verschwindet der Fleck. Entfernen Sie jetzt noch die Auswahl über „Auswahl aufheben“. Fertig. Das Ergebnis ist überzeugend. •	Wählen Sie jetzt „Filter“ > „Rauschfilter“ > „Staub und Kratzer“  2 3 1 •	Im Filter-Bedienfeld für „Staub und Kratzer“ werden zwei Werte benötigt: Radius und Schwellenwert. •	Mit dem Wert „Radius“ legen Sie die Größe des Bereichs fest, der nach ungleichen Pixeln durchsucht wird. Je größer der Radius, desto stärker wird das Bild weichgezeichnet. Verwenden Sie daher den kleinstmöglichen Wert, bei dem die Fehler noch beseitigt werden. Der Wert 100 sollte für Panoramen nicht überschritten werden.  •	Mit der Option „Schwellenwert“ bestimmen Sie, wie stark sich die Pixel unterscheiden müssen, damit sie gelöscht werden. Ziehen Sie den Regler auf 0, sodass alle Pixel untersucht werden. •	Mithilfe der Vorschau können Sie das Ergebnis vorab beurteilen. •	Mit OK wenden Sie den Filter an. 4 •	Nachdem die Bildstörungen beseitigt sind, muss das Rauschen der Originalaufnahme für die weichgezeichnete Auswahl rekonstruiert werden, ansonsten entsteht eine sichtbare Abrisskante. •	Wählen Sie „Filter“ > „Rauschfilter“ > „Rauschen hinzufügen“  2 3 1 •	In dem eingeblendeten Filter-Bedienfeld für „Rauschen hinzufügen“ sind zwei Angaben erforderlich: Stärke und Verteilung •	Wählen Sie Sie die Option „Gaußsche Normalverteilung“.  •	Starten Sie mit einer Stärke von „2%“ und prüfen Sie anhand der Vorschau das Ergebnis. Dunkle Bildbereich sind in der Regel stärker verrauscht (3%) als helle Bildbereiche. (1%) Hier müssen sie visuell feinjustieren, bis kein Unterschied zum Original mehr erkennbar ist.  •	Mit „OK“ wenden Sie den Filter an. Entfernen Sie jetzt noch die Auswahl über „Auswahl aufheben“. 4 •	Sobald das „Polygon-Werkzeug“ aktiv ist, werden im Optionsfeld diverse Einstellungen vorgenommen. •	Stellen Sie zunächst bei „Seiten“ die Anzahl der gewünschten Strahlen ein. Vorzugsweise eine Zahl zwischen 6 und 18 und immer geradstellig (siehe Info), um den Effekt natürlich zu gestalten. •	Klicken Sie auf das kleine Zahnrad, aktivieren Sie „Stern“ und stellen Sie „einziehen um“ auf „95%“. Wieviel Strahlen sich bei einem realen Objektiv bilden, ist abhängig von der Anzahl der Blendenlamellen. Bei gerader Anzahl bilden sich genauso viele Strahlen wie Lamellen. Bei ungerader Anzahl der Lamellen bilden sich doppelt so viele Strahlen. Wählen Sie bei der Anzahl der Strahlen folglich einen geradestelligen Wert.
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•	Sollte ihr Bild lediglich im jpg oder jpeg-Grafikformat vorliegen, erstellen Sie bitte eine TIFF-Kopie (Datei speichern unter) und arbeiten Sie mit dieser Kopie. Nur so vermeiden Sie Qualitätseinbussen in der Retusche. •	Öffnen Sie das Bild und zoomen Sie zu jener Stelle, in der sich die Bildstörung befindet. In unserem Fall haben wir einen kleineren Fleck im Fokus, umgeben von strahlend blauem Himmel. •	Nutzen Sie das Lasso mit „3 Pixel“ weichem Rand und aktivieren Sie „Glätten“. •	Sollte ihr Bild lediglich im jpg oder jpeg-Grafikformat vorliegen, erstellen Sie bitte eine TIFF-Kopie (Datei speichern unter) und arbeiten Sie mit dieser Kopie. Auf diese Weise vermeiden Sie Qualitätseinbussen in der Retusche. •	Öffnen Sie das Bild und zoomen Sie zu jener Stelle, in der sich die Bildstörung befindet. In unserem Fall haben wir den gesamten Himmel im Fokus, wobei der untere Bereich zum Glück frei von Blendenflecken ist. •	Nutzen Sie das Lasso mit „3 Pixel“ weichem Rand und aktivieren Sie „Glätten“. •	Sollte ihr Bild lediglich im jpg oder jpeg-Grafikformat vorliegen, erstellen Sie bitte eine TIFF-Kopie (Datei speichern unter) und arbeiten Sie mit dieser Kopie. Auf diese Weise vermeiden Sie Qualitätseinbussen in der Retusche. •	Wählen Sie das „Lasso-Werkzeug“. Das „Lasso-Werkzeug“ eignet sich zum Zeichnen von Freiformsegmenten einer Auswahlbegrenzung.  •	Ziehen Sie mit dem Lasso eine großzügige Auswahl um den Fleck. •	Wählen Sie das „Lasso-Werkzeug“. •	 Das „Lasso-Werkzeug“ eignet sich zum Zeichnen von Freiformsegmenten einer Auswahlbegrenzung. Wir wählen nahezu den ganzen Himmel und trennen die Maske oberhalb der Gleitschirme. •	Jetzt ziehen Sie das „Polygon“ über der Lichtquelle auf. Bestimmen Sie per Maus Größe und Drehwinkel.    •	Im nächsten Schritt wollen wir den Stern ein wenig weichzeichnen. Dazu öffnen wir das Eigenschaftenfeld („Fenster“ > „Eigenschaften“) und ändern den Wert für „Weiche Kante“ auf 8 Pixel. •	Wählen Sie „Polygon-Werkzeug“. Ggf. ist an der gezeigten Position ein anderes „Werkzeug“ aktiv. Drücken Sie mit der rechten Maustaste auf den kleinen Pfeil, um das entsprechende Bedienfeld zu öffnen. •	Wählen Sie in Photoshop „Bearbeiten“ und „Fläche füllen“ oder drücken Sie die rechte Maustaste. Im Menü aktivieren Sie „Inhaltsbasiert“, „Mischmodus normal“ und „Deckkraft 100%“. Nach dem Klick auf "OK" verschwindet der Fleck. Entfernen Sie jetzt noch die Auswahl über „Auswahl aufheben“. Fertig. Das Ergebnis ist überzeugend. •	Wählen Sie jetzt „Filter“ > „Rauschfilter“ > „Staub und Kratzer“  2 3 1 •	Im Filter-Bedienfeld für „Staub und Kratzer“ werden zwei Werte benötigt: Radius und Schwellenwert. •	Mit dem Wert „Radius“ legen Sie die Größe des Bereichs fest, der nach ungleichen Pixeln durchsucht wird. Je größer der Radius, desto stärker wird das Bild weichgezeichnet. Verwenden Sie daher den kleinstmöglichen Wert, bei dem die Fehler noch beseitigt werden. Der Wert 100 sollte für Panoramen nicht überschritten werden.  •	Mit der Option „Schwellenwert“ bestimmen Sie, wie stark sich die Pixel unterscheiden müssen, damit sie gelöscht werden. Ziehen Sie den Regler auf 0, sodass alle Pixel untersucht werden. •	Mithilfe der Vorschau können Sie das Ergebnis vorab beurteilen. •	Mit OK wenden Sie den Filter an. 4

Mit Photoshop zum perfekten Himmel

Wie verhindert oder korrigiert man unschöne Lens Flares und miss- glückte Sonnensterne?
In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit Blendenflecken im Himmel - auch Lens Flares genannt, die insbesondere bei Gegenlichtaufnahmen zu einem Problem werden können. Wir zeigen, wie man die unschönen Ringe oder hexagonal geformten Farbflächen als auch Staubflecken erfolgreich beseiti - gen kann und zaubern zugleich einen realistisch wirkenden Sonnenstern mit ins Bild hinein. Ihr
Vorwort Die folgende Aufnahme entstand mit einem Fisheyeobjektiv und steht exem - plarisch für ein Problem, welches viele Fotografen fürchten wie der Teufel das Weihwasser: Blendenflecken - auch Lens Flares oder einfach nur Flares genannt. In unserem Beispiel überziehen sie den gesamten Himmel und kolli - dieren teils mit dem Sonnenstern, so dass man fast schon geneigt ist, dieses Bild als Ausschuss in den Papierkorb zu kicken. Was ein Fehler wäre, denn Abbildungsfehler wie diese (Staub/Kratzer/Blendenflecken) lassen sich zum Beispiel mit Photoshop erfolgreich beseitigen. Dazu später mehr.
Im Stitcher dann werden sämtliche Quellbilder eingeladen und die Bildstörun - gen ausmaskiert. Sollte man sich dennoch Lens Flares eingehandelt haben, geht an der Retusche kein Weg vorbei. Vereinzelte Blendenflecken mit Photoshop „Fläche füllen“ erfolgreich beseitigen Vereinzelte Blendenflecken automatisch entfernen - diese Disziplin beherr - schen Photoshop ab der Version CS5 und Photoshop Elements ab der Version 13 schnell und perfekt. Wie? Das zeigen wir hier in unserer Schritt- für-Schritt-Anleitung.
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Original
nach der Retusche
In der klassischen Fotografie lautet ein Lehrsatz: Für Blendenflecken ist zu einem die Objektivkonstruktion verantwortlich, zum größeren Teil der Foto - graf. In der Panoramafotografie wird dieser Lehrsatz ad absurdum geführt. Insbesondere beim Erstellen eines Kugelpanoramas sind Gegenlichtaufnah - men unabdingbar und Blendenflecken nur schwer zu vermeiden. Einige Fotografen haben die bunten Kreise, Hexagone und Strahlen als gestalteri - sches Mittel entdeckt und sorgen ganz gezielt für Blendenflecken in ihren Aufnahmen. Aber auch dann ist fast immer eine feinfühlige Retusche von Nöten. Ganz gleich, ob der Fotograf Blendenflecken nun vermeiden will oder bewusst hervorrufen möchte, er sollte um die Ursachen wissen, die für Lens Flares verantwortlich sind. Wie entstehen Blendenflecken? Die oftmals kreisförmigen, manchmal auch strahlenförmigen oder hexagonal geformten Farbflächen im Foto entstehen dann, wenn sich ein Punktlicht im Bildausschnitt befindet. In unserem Bild wird das einfallende Licht der Sonne in der Linsengruppe mehrmals gebrochen, wobei jede Linse in der Gruppe über mindestens eine konvex oder konkav gewölbte Fläche verfügt.
Lichtstrahlen ändern an Grenzflächen von Linsen ihre Richtung. Bei der Richtungsänderung spricht man von Lichtbrechung.
Je nach Linsenform wird das Licht unterschiedlich gebrochen und je komple - xer eine Linsengruppe aufgebaut ist, umso komplexer verläuft demnach der Strahlengang. Und das Reflexionsverhalten. Jede Linse reflektiert. Dazu eine Erklärung: Störenfried Nummer 1: Die Linsengruppe Als Baustoff für Linsensysteme ist Glas aufgrund seiner exzellenten opti - schen Eigenschaften weit verbreitet. Andere Materialien sind Fluorite, Kunststoffe wie Polycarbonat, Polymethylmethacrylat oder Cyclo-Olefin- (Co)polymer und auch Stoffe wie Germanium oder Meteoritenglas. Gemeinhin werden all diese Materialien als transparent bezeichnet. Doch optische Gläser und Kunststoffe sind nicht zu hundert Prozent transparent. Die meisten Glastypen zum Beispiel haben ein theoretisches Transparenz - fenster zwischen 170 nm und 5000 nm. In der Praxis reflektiert eine Linse etwa vier bis zehn Prozent des Lichts. Und diese umhervagabundierenden Lichtstrahlen werden dann als Blendenflecken oder Flares in unseren Auf - nahmen sichtbar. Störenfried Nummer 2: Schlechte Vergütung Abbildungsfehlern wie Reflexionen, Doppel,- oder Geisterbilder, Lens Flares und chromatische Aberrationen wird begegnet, indem die Hersteller eine hauchfeine Vergütungsschicht auf die Linsen aufdampfen. Diese Vergütungs - schicht reflektiert das Licht gegenphasig zu den einfallenden Lichtstrahlen. So werden die Störungen im Idealfall nahezu ausgelöscht. Dieser Aufwand verursacht hohe Kosten. Gute Objektive sind teuer. Für alle, die keine Abbil - dungsfehler visualisieren möchten, sind hochvergütete Objektive die erste Wahl - und billige Filter eine Todsünde. Tipp: Bei der Reinigung eines Objek - tivs ist größte Vorsicht geboten. Durch falsche Reinigung ist schon so manche Vergütung zerstört worden. Blendenflecken verhindern Blendenflecken kann man umgehen, indem man die Kamera ein wenig schwenkt oder neigt. Eine minimale Standortveränderung führt fast immer zum Ziel. Diese Option ist den Panoramafotografen leider verwehrt. Hier geben das Stativ und der Nodalpunktadapter die Blickrichtung vor, so dass Lens Flares im Gegenlicht niemals auszuschließen sind. Was also tun? Wir erstellen zwei oder auch mehrere Quellbilder im Gegenlicht und decken in den zusätzlichen Aufnahmen die Sonne auf unterschiedliche Weise mit dem Daumen ab. Hier ein Beispiel:

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•	Nachdem die Bildstörungen beseitigt sind, muss das Rauschen der Originalaufnahme für die weichgezeichnete Auswahl rekonstruiert werden, ansonsten entsteht eine sichtbare Abrisskante. •	Wählen Sie „Filter“ > „Rauschfilter“ > „Rauschen hinzufügen“ 2 3 1 •	In dem eingeblendeten Filter-Bedienfeld für „Rauschen hinzufügen“ sind zwei Angaben erforderlich: Stärke und Verteilung •	Wählen Sie Sie die Option „Gaußsche Normalverteilung“.  •	Starten Sie mit einer Stärke von „2%“ und prüfen Sie anhand der Vorschau das Ergebnis. Dunkle Bildbereich sind in der Regel stärker verrauscht (3%) als helle Bildbereiche. (1%) Hier müssen sie visuell feinjustieren, bis kein Unterschied zum Original mehr erkennbar ist.  •	Mit „OK“ wenden Sie den Filter an. Entfernen Sie jetzt noch die Auswahl über „Auswahl aufheben“. 4
Nach der Retusche sind sämtliche Bildstörungen im Himmel beseitigt. Mit einem höheren Aufwand könnten wir die Sonne ebenfalls komplett entfernen, wir allerdings nutzen den übrig gebliebenen Lichtpunkt und fixieren an dieser Position einen mehrstrahligen Blenden- bzw. Sonnenstern. Mit Photoshop zum Blendenstern (Sonnenstern) Bei einer Aufnahme mit einer starken, punktuellen Lichtquelle wie der Sonne entstehen bei kleiner Blendenöffnung sternförmige Strahlen. Auch nachts tre - ten solche Sterne auf, um Laternen und sonstige Punktlichter. Unabhängig von der Tageszeit spricht man hier von einem „Sonnenstern“, auch „Sternen - kranz“, „Lichterkranz“ oder „Blendenkranz“ genannt. Die korrekte Bezeich - nung lautet „Blendenstern“, denn die Blende gibt den Ausschlag, ob ein Stern gelingt - allerdings nicht, ob ein schönes oder weniger schöner Stern ent - steht. Die Güte des Sterns ist abhängig von der Bauart des Objektivs und der Anzahl der Blendenlamellen. Das heißt: jedes Objektiv hat seine eigene Cha - rakteristik. Was also tun, sollte ein Blendenstern völlig missglückt sein? Photoshop schafft Abhilfe. Wir zeigen, wie´s geht.
•	Öffnen Sie das Bild und zoomen Sie zu jenem Punktlicht heran, dass zum Setzen eines „Sonnensterns“ geeignet erscheint. Unser Beispielbild ist Ihnen aus den vorherigen Lektionen bekannt. •	Sobald das „Polygon-Werkzeug“ aktiv ist, werden im Optionsfeld diverse Einstellungen vorgenommen. •	Stellen Sie zunächst bei „Seiten“ die Anzahl der gewünschten Strahlen ein. Vorzugsweise eine Zahl zwischen 6 und 18 und immer geradstellig (siehe Info), um den Effekt natürlich zu gestalten. •	Klicken Sie auf das kleine Zahnrad, aktivieren Sie „Stern“ und stellen Sie „einziehen um“ auf „95%“. Wieviel Strahlen sich bei einem realen Objektiv bilden, ist abhängig von der Anzahl der Blendenlamellen. Bei gerader Anzahl bilden sich genauso viele Strahlen wie Lamellen. Bei ungerader Anzahl der Lamellen bilden sich doppelt so viele Strahlen. Wählen Sie bei der Anzahl der Strahlen folglich einen geradestelligen Wert.
Photoshop legt Ihnen weitere Gestaltungsmöglichkeiten an die Hand, um den Sonnenstern nach Belieben zu verfeinern. So können Sie z.B. die Farbe anpassen und ggf. einen Farbverlauf zuweisen, die Strahlen einzeln verlängern oder einkürzen. Manchmal werden Blendensterne über die Spitzen immer breiter, auch das können Sie mittels Irisweichnung realisieren. Wie immer auch Ihr Blendenstern ausfallen mag, wir bedanken uns für Ihr Interesse und zeigen zum Abschluss das finale Kugelpanorama mit korrigiertem Himmel und Sonnenstern:
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