Wie viele Megapixel hat ein Film ? Unsere   Nikon   D5200   kommt   mit   einem   CMOS-Sensor   APS-C   23,6   x   15,8   mm   Cropfaktor   1,5   daher   und   verfügt   über   24,1   Me- gapixel.   Um   diese   Daten   zu   erhalten,   genügen   ein   paar   Mausklicks   im   Internet.   Die   Werte   gängiger   Kameras   sind   uns   allen vertraut.   Wer   aber   wissen   möchte,   wie   viele   Bildpunkte   (Korn)   ein   Kleinbildfilm   hat,   wird   lediglich   bei   Fujifilm   fündig,   andere Hersteller hüllen sich in Schweigen. Fuji KB SUPERIA 200 (Farbfilm) = 14 Megapixel  |  Kontrastumfang 1000:1 = 125l/mm Fuji KB Velvia 50 (Farbdia) = 22 Megapixel  |  Kontrastumfang 1000:1 = 160l/mm Fuji KB Neopan Acros 100 (Schwarzweiß-Negativfilm) = 35 Megapixel  |  Kontrastumfang 1000:1 = 160l/mm Agfa KB Copex Rapid (Negativ-Microfilm) = 423 Megapixel (kein Schreibfehler) Hiermit   wäre   die   Frage   eigentlich   beantwortet,   wenn   denn   die   Fragestellung richtig    gewesen    wäre.    Sie    müsste    lauten:    Welche   Auflösung    erreicht    ein Kleinbildfilm   im   Vergleich   zur   Digitaltechnik?   Um   dies   zu   beantworten,   sollte man   wissen,   wie   ein   digitaler   Bildsensor   funktioniert   (siehe   auch:   Das   kleine 1x1   der   Sensortechnik ).   Generell   wird   die   Auflösung   eines   Films   oder   eines Bayer-Sensors   nicht   in   Megapixel,   sondern   in   Linienpaaren   angegeben.   Zu diesem   Zweck   wird   das   links   dargestellte   Testbild   (ISO   12233)   abfotografiert, um   dann   an   den   jeweils   senkrechten   und   waagerechten   Linien   die   Auflösung zu   ermitteln.   Völlig   unumstritten   ist   diese   Methode   nicht.   Jedes   Testlabor   hat seine   eigene   Methode.   Messwerte   verschiedener   Labors   können   schwerlich miteinander   verglichen   werden,   zumal   sich   die   Messmethoden   sehr   häufig ändern.   Wer   herauszufinden   möchte,   welche Art   der   Fotografie   die   Nase   vorn hat,   muss   folgende   Werte   suchen   und   vergleichen   =   L/mm   (Linien   pro   Milli- meter)   oder   LP/mm   (Linienpaar   pro   Millimeter).   Gängige   Kleinbild-Filme   lie- gen   durchschnittlich   bei   125   bis   200   L/mm   (Kontrast   1:100).   Wo   eine   Kamera sich   einordnet,   da   wünschen   wir   viel   Spaß   beim   Suchen,   denn   über   diesen Wert schweigen sich wiederum die Kamerahersteller aus. Fazit   sollte   sein:   Die   unregelmäßige   Struktur   des   Filmkorns   ist   mit   der   geometrischen Anordnung   der   Pixel   einfach   nicht   vergleich- bar.   Jede   Art   der   Fotografie   hat   eine   ureigene   Bildcharakteristik   -   da   macht   es   wenig   Sinn,   Qualitätsmerkmale   setzen   zu   wollen. Äpfel oder Birnen? Welche Frucht ist wohl die bessere?
Neugierig,   wie   wir   sind,   legten   wir   die   Negative   auf   den   Leucht- tisch   unter   den   Fadenzähler.   Die   Begrenzungslinien   entlang   der Schrift   sind   in   dem   einen   Fall   klar   begrenzt,   in   dem   anderen   Fall eher zerstreut. Поздравляю! Gruß nach Russland! Genug   der   Kritik.   Die   Canon   EOS   5   lieferte   ein   sehr   gutes   Er- gebnis.   Für   ein   Flächenpanorama   würde   das   Bildmaterial   allemal reichen.   Wir   machten   uns   an   die Arbeit.   Kaum   begonnen,   traf   ein Mail   bei   uns   ein.   Ein   Panoramafreund   aus   der   Ukraine   fragte,   ob wir   den   Workflow   zeigen   könnten.   Ihm   sei   unklar,   wie   wir   die Lücken   im   Leica-Panorama   (Zenit   und   Nadir)   schließen   konnten. Hallo   Oleksandr!   Die   einzelnen   Schritte   der   Retusche   haben   wir leider   nicht   mehr   auf   der   Festplatte.   Der   Speicherbedarf   wäre riesig,   würden   wir   jede   Korrekturmaßnahme   aufbewahren.   Die   Idee   aber,   anhand   einiger   Screenshots   zu   zeigen,   wie   wir   Stellen ohne   entsprechendes   Bildmaterial   beiputzen,   greifen   wir   gerne   auf. Aufgrund   Deiner   Bitte   haben   wir   uns   entschlossen,   das   Canon- Panorama nicht als Flächenpanorama, sondern als Kugelpanorama zu veröffentlichen. Hier unsere Vorgehensweise:
11) Das Leica Farb-Panorama Am   25.02.2015   sandten   wir   den   ersten   Farbfilm   zum   entwickeln   und   digitalisieren   ins   Foto-Labor.   Ein   zweiter   Film   folgte   am 08.03.2015.   Heute,   am   25.03.2015,   lag   das   lang   ersehnte   Päckchen   endlich   im   Briefkasten.   Dem   Kontaktabzug   nach   hat   der Schlitzverschluss   der   Leica   tadellos   funktioniert.   Sämtliche Aufnahmen   sind   klar.   Warme   Pastellfarben   bei   sattem   Kontrast   ganz   im Stil   der   50er   Jahre.   Es   gibt   keinerlei   Wischeffekte   zu   bemängeln   und   erstaunlicherweise   ist   auch   kein   einziger   Lens   Flare   (Blenden- fleck)   zu   entdecken.   Wohl   aber   sind Abweichungen   in   der   Farbtemperatur   und   in   der   Helligkeit   auszumachen.   Die   erste   Bildreihe   ist rötlicher   und   dunkler   als   die   zweite   Bildreihe.   Hier   müssen   wir   korrigierend   eingreifen,   dann   steht   dem   Stitching   nichts   mehr   im Wege:
Original Bildmaterial aus dem Fotolabor: Zenit | 1. Reihe 45 Grad plus | 2. Reihe Horizontal | 3. Reihe 45 Grad minus | Nadir
Kontaktabzug Farb-Panorama Leica IIIf
Folgen Sie dem Daumen und vergleichen Sie die erste mit der zweiten Bildreihe. Die erste Reihe ist deutlich dunkler.
10 Wetzlar Leitz-Café - Analog aufgenommen mit Leica IIIf 1954
Panorama von Michael und Ralf Ackermann, fotografiert 08/03/2015
Landkarte Stadt Wetzlar Leitz-Café - Analog aufgenommen mit Leica IIIf 1954
Um   es   kurz   zu   machen:   Das   Zusammennähen   der   Einzelaufnahmen erwies   sich   abermals   als   anspruchsvolles   Unterfangen.   PTGui   Pro stitchte   die   untere   und   die   mittlere   Reihe   zwar   anstandslos   zusam- men,   bei   der   oberen   Reihe   versagte   die Automatik.   Hier   mussten   wir 50%   aller   Kontrollpunkte   manuell   definieren.   Die   Liste   der   Kontroll- punkte   (siehe   links)   attestiert   eine   eher   mittelmäßige   Passgenauig- keit.   Zum   Vergleich:   Bei   unseren   Digital-Panoramen   erreichen   wir einen   mittleren   Distanzwert   von   2,0.   Liegt   ein   Wert   mal   über   5,0   oder höher,   wird   er   als   Ausreißer   gelöscht.   Der   mittlere   Distanzwert   des Analogpanoramas   liegt   bei   12,5.   Infolgedessen   treten   in   der   equi- rectangularen   Projektion   Stitchingfehler   auf,   die   mühevoll   retuschiert werden müssen. Was   man   unter   einem   typischen   Sitchingfehler   zu   verstehen   hat, zeigen   wir   im   folgenden   Bildausschnitt.   Die   Fuge   einer   Bodenfliese ist    unterbrochen    und    weist    einen    deutlichen    Versatz    auf.    Derlei Fehler   zu   finden   und   zu   korrigieren   kann   mehrere   Stunden   (wenn nicht   Tage)   in   Anspruch   nehmen.   Erfahrungsgemäß   übersieht   man bei   der   Erstkontrolle   den   einen   oder   anderen   Fehler.   Sollten   Sie einen entdecken, mailen  Sie uns. Jetzt   aber   Vorhang   auf   für   unser   Farbpanorama:   Wir   wünschen   viel Spaß beim Betrachten.....
Original Bildmaterial aus dem Fotolabor: Zenit | 1. Reihe 45 Grad plus | 2. Reihe Horizontal | 3. Reihe 45 Grad minus | Nadir
Kontaktabzug Farb-Panorama Canon EOS 5 (analog)
Sie   sind   überrascht?   Die   alte   Dame   hat   sich   wacker   geschlagen,   nicht   wahr?   Offen   gesagt,   sind   wir   selbst   ein   Stück   weit   von   den Socken.   Die   erzielte   Qualität   hält   mühelos   stand   mit   all   unseren   Panoramen.   Die   Farben   wirken   natürlich   und   nicht   übersättigt.   Die Bildwirkung   hinterlässt   einen   warmen,   glatten,   ruhigen,   harmonischen   Gesamteindruck.   Wer´s   knallig   mag,   wird   mit   unserem   Leica- Panorama   nicht   anzusprechen   sein.   Es   soll   Menschen   geben,   die   eine   Schwarzweiß-Aufnahme   als   langweilig   erachten,   nur   weil´s an   Farbe   fehlt.   Jedem   das   seine!   Alte   Fotohasen   können   unser   Schwärmen   verstehen.   Und   höchstwahrscheinlich   stellen   sie   sich an   dieser   Stelle   die   gleiche   Frage   wie   wir:   Welche   Qualität   wäre   aus   einer   etwas   moderneren   Analogkamera   herauszuholen? Vielleicht aus einer Spiegelreflexkamera der 80er oder 90er Jahre? Die Frage lässt sich beantworten. Wir haben es getestet.
fehlt
fehlt
fehlt
Farb-Panorama mit Canon EOS 5 (analog) Im   März   1987   stellte   Canon   ein   komplett   neues   Kamera-System   namens   EOS   vor.   Die   Ein- führung    war    ein    überfälliger    Meilenstein    in    der    Erfolgsgeschichte    des    japanischen    Unter- nehmens.   Die   Konkurrenz   bot   vermehrt   Kamera-Modelle   mit   Autofokus   (AF)   an.   Das   be- geisterte   die   Kundschaft.   Sie   wanderte   ab.   Mit   Markteinführung   der   EOS   650   nahm   Canon wieder   Fahrt   auf   und   folgte   mit   dem   neu   entwickelten   EF-Bajonett   (Electro-Focus)   dem   Trend der   Zeit.   Heute   sind   alle   Kleinbild   Spiegelreflexkameras   der   EOS-Reihe   (digital)   mit   dem   EF- Objektivbajonett ausgestattet. Die   EOS   5,   mit   der   wir   das   nun   folgende   Panorama   in   Angriff   nahmen,   ist   eine   Leihgabe. Unser Dank gilt Thomas Hartmann aus Altenbuch im Spessart. Wenn   man   die   EOS   5   (Markteinführung   1992)   in   Händen   hält,   ist   man   unschlüssig,   in   welches Lager   sie   gehört.   Profi   oder   Amateurklasse?   Üblicherweise   hat   Canon   Kamera-Modelle   mit einstelliger   Nummer   immer   dem   Profilager   zugeordnet.   Ist   die   EOS   5   eine   Profikamera?   Es gibt   Punkte,   die   dagegen   sprechen.   Zum   Beispiel   der   eingebaute   Blitz.   Oder   das   Gehäuse aus   Kunststoff.   Robust   zwar,   aber   weder   gegen   Staub   noch   Regen   geschützt.   Auch   die   Be- dienelemente   mit   dem   klassischen   Programmwahlrad   erinnern   eher   an   die Amateurliga   als   an den   Profibereich.   Negativ   fallen   auch   die   auf   der   Rückseite   platzierten   Druckknöpfe   auf.   Eine Blindbedienung   ist   hier   nicht   denkbar.   Ferner   muss   die   EOS   5   ohne   Displaybeleuchtung auskommen. Für den Nachteinsatz ist diese Kamera nicht gewappnet, Nein,   wir   reden   die   EOS   5   nicht   schlecht.   Canon   spendierte   diesem   Modell   viele   sinnvolle Extras.   Beispielsweise   wurde   das   innovative   Feature   Eye   Controlled   Focussing   (ECF)   hier zum   ersten   mal   in   einem   Serienmodell   verbaut.   An   der   Bewegung   des   Augapfels   des   Foto- grafen   erkennt   das   System,   wohin   der   Fotograf   schaut,   und   wählt   dann   das   entsprechende AF-Feld   aus.   Ferner   ist   die   EOS   5   mit   einem   ausgezeichneten   5-fach   Spotmessung   ausge- stattet.   Dazu   kommt   das   große   Schnellwahlrad   an   der   Rückseite,   die   Individualfunktionen   und vor allem der flüsterleise Betrieb dank Riemenantrieb. Nach   dieser   Betrachtung   kommen   wir   zu   dem   Schluss,   dass   die   EOS   5   für   Amateure   und semiprofessionelle   Fotografen   entwickelt   wurde,   jedoch   nicht   für   Profis   und   Berufsfotografen. Diese   Einschätzung   gilt   doppelt   und   dreifach   für   das   angeflanschte   Zoom-Objektiv   Canon   EF 35-80mm   1:4-5,6.   Den   skeptischen   Blick   meines   Vaters   möchte   ich   an   dieser   Stelle   unkom- mentiert lassen. Wie   auch   immer;   die   Canon   war   auf   unseren   Reisen   nach   Wetzlar   dabei.   Im   Gegensatz   zur   Leica   enttäuschte   sie   uns   bereits   bei der   ersten   Disziplin:   Statt   36   Bilder   abzuliefern,   spulte   sie   nach   35   Aufnahmen   den   Film   in   die   Dose   zurück.   Woran   könnte   das liegen?
Leider   wurden   all   unsere   Filme   beim   Entwickeln   oder   Digitali- sieren   beidseitig   beschnitten.   Gerne   hätten   wir   den   Einfädel- bereich   kontrolliert   und   gemessen,   welche   Kamera   an   welcher Stelle   das   erste   Negativbild   platzierte.   So   können   wir   also   nur mutmaßen,    dass    sich    die    Canon    beim    automatischen    Ein- fädeln   etwas   zu   viel   Filmmaterial   gönnte.   Beim   direkten   Ver- gleich   der   Negativstreifen   fiel   uns   aber   noch   etwas   anderes auf:   Der   Abstand   von   Bild   zu   Bild   beträgt   bei   der   Leica   ca.   1 mm,   bei   der   Canon   ganze   4   mm.   Rechnen   wir   nach:   Bei   36 Aufnahmen   ergeben   sich   35 Abstände   a´   3   mm   Differenz,   und schon    wissen    wir,    wo    die    fehlenden    Aufnahmen    auf    der Strecke    blieben.    In    der    Wegstrecke,    die    der    automatische Filmtransport benötigte. 35 x 3 mm = 105 mm >> 105 mm / 35 mm Bildhöhe = 3 Bilder Obwohl   wir   nie   vorhatten,   einen   direkten   Vergleich   zwischen der   Leica   und   der   Canon   zu   ziehen,   rutschen   wir   dann   doch   in einen   Vergleichstest   hinein.   Ist   das   fair?   Die   Leica   ist   ein   Profi- Modell    aus    dem    Jahr    1954.    Die    Canon    eine    semiprofes- sionelle   Kamera   aus   den   90ern.   Da   wir   bei   der   Aufnahme eines   Panoramas   keinerlei   Automatiken   verwenden,   muss   die Kamera    lediglich    eine    Aufgabe    erfüllen:    Auslösen    und    be- lichten   mit   einer   vorgegeben   Zeit.   Vorteil   für   die   Canon!   Ihr vertikal     ablaufender,     elektronischer     Schlitzverschluss     ist ungleich   moderner.   Bei   der   Leica   wird   eine   Feder   gespannt und   ein   Stofftuch   von   der   einen   Seite   zur   anderen   gezogen! Und   die   Objektive?   Das   Kit-Objektiv   der   Canon   wird   gestern wie    heute    als    preiswerte    Glasscherbe    verstanden.    Exakt diesen   Ruf   genoss   das   russische   Jupiter-12   zu   seiner   Zeit. Was   haben   wir   noch?   Den   Film!   Bei   dem   einem   als   auch   bei dem   anderen   Panorama   kam   der   Kodak   Ektar   100   zum   Ein- satz.   Beide   Filme   wurden   am   gleichen   Tag   von   ein   und   der- selben    Person    entwickelt    und    digitalisiert.    Das    Motiv    ist identisch,   in   Sachen Aufnahmebedingungen   kann   das   Canon- Panorama   durch   einen   stimmungsvollen   Himmel   punkten.   Ja, wir denken, ein Vergleich ist fair. Wie    bereits    erwähnt,    werden    die    Einzelaufnahmen    eines Panoramas   ausschließlich   manuell   fotografiert.   Also   mit   einer Blendeneinstellung,    mit    einer    Belichtungszeit.    Würde    man anders    vorgehen,    erhielte    man    unterschiedlich        belichtete Bilder   (Helligkeit   /   Tonwert)   und   unterschiedliche   Farbtemp- eraturen.    Je    homogener    die    Einzelaufnahmen    sind,    umso brillanter fällt das Endergebnis aus. Wird   PTGui   als   Stitcher   verwendet,   kann   man   mit   dem   so- genannten    Panorama-Editor    prüfen,    ob    ein    Bild    ggf.    ange- passt und korrigiert werden muss. Auf   der   linken   Seite   finden   Sie   zuerst   das   Leica-Panorama und   dann   das   Canon-Panorama.   Vergleichen   Sie   selbst   und lassen   Sie   sich   von   der   unterschiedlichen   Motivwahl   nicht   in die   Irre   führen.   Hier   geht   es   allein   um   die   Frage,   ist   das   Bild eher fleckig oder glatt. Dieser Punkt geht eindeutig an die Leica! Zur   Beurteilung   der   Bildschärfe   suchten   wir   in   beiden   Panora- men   nach   einem   markanten   Gegenstand   und   fanden   hinter dem   Fenster   des   Hauptgebäudes   ein   rotes   Schild.   Der   Zoom- Faktor   der   linken   Aufnahme   (Canon)   beträgt   100%   und   ist identisch   mit   dem   Zoom-Faktor   der   rechten Aufnahme   (Leica). Wir   hatten   uns   durch   Zufall   in   einem   fast   auf   den   Zentimeter genauen   Abstand   zu   dem   Schild   hin   gedreht   -   und   auch   der Blickwinkel    scheint    sehr    genau    getroffen    zu    sein.    Welches Ergebnis   ist   schärfer?   Wen   immer   wir   fragten,   stellte   fest,   dass die   linke   Aufnahme   eine   Spur   heller   und   der   Schriftzug   eine Spur   fetter   sei. Also   passten   wir   die   Helligkeit   an   und   nahmen die Farbe raus. Und - was meinen Sie?
Mit   der   Präsentation   des   fertig   erstellten   Canon-Panoramas   kommt   unser   Projekt   zum Abschluss.   Zum   ersten   mal   in   der   Geschich- te   unserer   Website   konnten   unsere   Leser   den   Werdegang   eines   Artikels   in   Echtzeit   verfolgen,   kommentieren   und   kritisieren.   Uns erreichte   sehr   viel   Post   mit   vielen Anregungen,   von   denen   wir   nicht   wenige   aufnahmen.   Vielen   Dank   dafür!   Bleibt   zum   Ende   hin   die Frage   zu   beantworten:   Hat   sich   der Aufwand   gelohnt?   Selbstverständlich!   Uns   beiden   hat   es   den   allergrößten   Spaß   bereitet,   einer anfänglichen   “Schnapsidee”   Leben   einzuhauchen.   Vater   und   Sohn   brachten   sich   ein   mit   dem   Wissen   zweier   Generationen;   die klassische   analoge   Fotoschule   verschmolz   mit   den   Möglichkeiten   der   digitalen   Neuzeit   -   und   der   Beweis   ist   erbracht,   dass   die Leica   IIIf   noch   lange   nicht   zum   alten   Eisen   zählt,   wenn   man   es   denn   versteht,   ihre   Qualitäten   zu   nutzen.   Ob   wir   die   ersten   waren, die   eine   vollständige   Spähe   mithilfe   einer Analogkamera   erstellten?   Wir   wissen   es   nicht.   Der   Weg   war   das   Ziel!      Ihn   gemeinsam   zu gehen eine schöne und wertvolle Erfahrung!
Equirectangulare Projektion (Rohdaten) Equirectangulare Projektion | Blickrichtung Zenit
Um   eine   “Lücke”   erfolgreich   zu   stempeln,   wird   das   equirectangulare   Bild   mithilfe   des   Editors   (PTGui   Pro)   in   die   Draufsicht   gedreht. Im   ersten   Schritt   konzentrieren   wir   uns   auf   den   Himmel.   Das   Bild   wird   abgespeichert   und   dann   im   Bildbearbeitungsprogramm geöffnet:
In   der   klassischen   Retusche   lautet   ein   Lehrsatz:   Arbeite   mit   dem   Fluss,   nicht   gegen   ihn.   Es   bedarf   der   Übung,   möchte   man   eine Fläche   dieser   Dimension   retuschieren   -   und   nicht   selten   beginnt   man   von   vorn,   weil   das   Ergebnis   nicht   zufriedenstellend   war.   Wir können den Zenit wohl so belassen und laden das Bild erneut in den Stitcher:
Die   Beseitigung   der   kleinen   Bodenlücke   bedarf   mehrerer Arbeitsschritte.   Das   Grundprinzip   ist   klar:   Die   Reparaturstelle   wird   aber- mals   in   der   Draufsicht   bearbeitet.   Idealerweise   sollten   die   Bodenfliesen   so   ausgerichtet   sein,   dass   sie   in   etwa   eine   senkrechte oder waagrechte Achse bilden. Nur auf diese Weise können Linien (hier die Fugen) rekonstruiert werden.
Equirectangulare Projektion | Blickrichtung Zenit Equirectangulare Projektion | Blickrichtung kleine Bodenlücke
Die   Hälfte   wäre   geschafft.   Jetzt   folgt   die   Nadir-Retusche.   Da   wir   uns   auf   der   Projektionsebene   einer   Kugel   bewegen,   müssen   wir die   Draufsicht   in   mehreren   Teilschritten   stempeln.   Weshalb?   Eine   gerade   Linie   ist   nur   am   Äquator   eine   Gerade,   je   weiter   sie   sich vom   Äquator   entfernt,   um   so   mehr   beginnt   sie   zu   verlaufen.   Das   heißt,   wir   müssen   die   Draufsicht   mehrmals   ausrichten.   Eine aufwändige Prozedur.
Equirectangulare Projektion (teil-retuschiert) Equirectangulare Projektion | Blickrichtung Nadir
Zenit (retuschiert)
Zenit (Rohdaten) Zenit (teil-retuschiert) Bodenlücke (Rohdaten) Bodenlücke (teil-retuschiert) Bodenlücke (retuschiert)
11 Wetzlar Leitz-Park - Analog aufgenommen mit Canon EOS 5
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 25/02/2015
Landkarte Stadt Wetzlar Leitz-Park - Analog aufgenommen mit Canon EOS 5 Nadir (erste Retusche) Nadir (Rohdaten) Nadir (zweite Retusche) Nadir (retuschiert mit Copyright)

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Mit der Leica IIIf zum Kugelpanorama

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