Ob Langzeitbelichtung, Doppelbelichtung, Astro- oder HDR-Fotografie, wir alle kennen die Situation: Da ruht die Kamera sorgsam ins Wasser gestellt auf dem Stativ und jede noch so kleine Berührung könnte zu einem Verwackler führen - und somit zu einem unbrauchbaren Ergebnis. Erfahrene Fotografen, die mit einer Spiegelreflexkamera arbeiten, aktivieren entweder die Spiegelvorauslö - sung, oder aber sie wechseln in den Modus Live-View, um jede Erschütterung, die durch das Hochklappen des Spiegels hervorgerufen werden kann, zu umge - hen. Ab dann heißt die Devise: Finger weg von der Kamera! Also auch vom Auslöseknopf! Im Falle einer Einzelaufnahme wählt man den Selbstauslöser . Eine zeitliche Vorlaufzeit von wenigen Sekunden bereinigt zwar viele Probleme, aber nicht alle. Möchte man mehrere Bilder hintereinander schießen, ist eine klassische IR- oder Funk-Fernsteuerung zu empfehlen. Aktuelle Modelle erweitern den Funktionsumfang vom reinen Auslösen bis hin zur Serienaufnahme oder Langzeitbelichtung. Ist die Kamera gar mittels WLAN mit einem Smartphone, iPhone oder Tablet verbunden, kann man mithilfe einer geeigneten App noch tiefer in das Setting eingreifen. Dazu später mehr. Wir beginnen bei dem einfachsten mechanischen Fernauslöser. In den Anfangsjahren der Fotografie behalf man sich mit einem so- genannten Drahtauslöser . Diese kleine aber praktische Utensilie gehörte zu jedem Kameratyp dazu. Aus gutem Grund. Die erforderli - chen Belichtungszeiten lagen noch im Minutenbereich, so dass eine Aufnahme ohne Fernauslöser nicht zu bewerkstelligen gewesen wäre. Dies änderte sich erst mit Einführung des Rollfilms. Der Drahtauslöser aber blieb über mehrere Jahrzehnte hinweg treuer Weggefährte für jeden Fotografen. Heutzutage verfügen nur noch einige wenige, puris - tische Modelle über derlei Anschlussmöglichkeiten. Mechanische Auslöser haben ausgedient. So sollte man meinen. Allerdings verzich - ten viele Hersteller insbesondere bei Einsteigermodellen auf jedwede Möglichkeit, die Kamera in irgendeiner Form fernbedienen zu können, so dass es einer findigen Konstruktion bedarf, um sich weiterzubehel - fen. Der Schlaufen-Adapter der Firma Kaiser-Fototechnik ist solch eine findige Konstruktion. Sie besteht aus einem schmalen Band, das mittels Klettverschluss im Bereich des Auslöseknopfs befestigt wird. Eine Buchse nimmt den Drahtauslöser auf und ein kleiner Bolzen drückt dann unmittelbar auf den Auslöseknopf der Kamera. Je nach Kameramodell ist zu bedenken, dass diverse Bedienelemente ver - deckt werden können und somit der Zugriff auf die eine oder andere Kamera-Funktion nicht mehr gewährleistet ist. Wie gesagt: Die Tage des Drahtauslöser sind so gut wie ausgezählt. Namhafte Firmen bieten elektronische Alternativen an. Ist in Ihrer Kamera ein Infrarot-Empfänger verbaut, können Sie eine kabellose Infrarot Fernsteuerung verwenden. Originalteile aus dem Zubehörsor - timent kosten zwischen 15 und 35 Euro. Fremdanbieter aus Fernost unterbieten derlei Preise bei nahezu identischer Qualität. Doch Vor - sicht. Die Infrarottechnik ist nicht frei von Macken. So ist die Reich - weite auf 10 Meter beschränkt. Unter gewissen Umständen funktioniert IR gar nicht. In der Panoramafotografie zum Beispiel wird meist im Hochkantformat fotografiert. In dieser Position verweigern viele Modelle den Dienst, da der “Blickkontakt” durch das VR-System (Nodalpunktadapter) behindert wird. Unter der Prämisse, Ihre Kamera verfügt über die erforderlichen Anschlüsse, kann sich die kleine Mehr-Investition in einen Funk -Aus - löser von Anfang an lohnen. Im Gegensatz zu Infrarot muss kein Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger bestehen. Somit ist die Übertragung auch durch Wände hindurch möglich. Die Reichweite geht knapp über 100 Meter hinaus und die Steuerung ist oftmals um folgende Funktionen erweitert: Selbstauslöser mit Vorlaufzeit, Autofo - kus, Serienbildaufnahme, Langzeitbelichtung. Die Empfängereinheit findet auf dem Blitzschuh Platz. Der elektrische Kontakt wird mit einem kleinen Kabel hergestellt. Kleiner Tipp: Das Modell RW- 221/DCO von Oppilas verwendet handelsübliche Batterien und keine Knopfzellen. Die Verwendung von wiederaufladbaren Akkus kann je nach Einsatzhäufigkeit zum Kostenfaktor werden. Wem Drahtauslöser, Infrarot- und Funkfernbedienung zu altmodisch sind, sollte beim Kauf einer neuen Kamera auf WiFi achten. Einige ältere Nikon Kameras lassen sich mit einem speziellen WLAN-Modul relativ preiswert aufrüsten. Der WLAN-Adapter WU-1a zum Beispiel ist solch ein USB-Dongle. über den man eine kabellose Verbindung zwischen Kamera und mobilen Smartphones, Tablet-Computern, Lap - tops und Notebooks herstellen kann. Nur leider behandelt ausgerech - net Nikon die Pflege der dazugehörigen APP mehr als stiefmütterlich. Um nicht zu sagen, die APPs namens Wireless Mobile Adapter Utility (iOS) beziehungsweise Wireless Mobile Utility (Android) beschränken sich auf einen lächerlich anmutenden Funktionsumfang. Lediglich der Selbstauslöser lässt sich bedienen. Auf andere wichtige Einstellungen (wie etwa die ISO Empfindlichkeit, den Weißabgleich, die Blitzeinstel - lungen oder das Aufnahmeprogramm) hat man keinen Zugriff. Hier wird der Gedanke hinter WiFi ad absurdum geführt! Doch Halt! Der Kauf eines WLAN-Adapters lohnt dennoch! Dank der Initiative einer Privatperson. Zoltan Hubai stellt auf seinem Blog die kostenlose App qDslrDashboard zur Verfügung, die plattformübergreifend mit Android- Geräten, PC´s und Apple-Geräten zusammenarbeitet. Natürlich unterstützt qDslrDashboard auch Kameras mit fest integriertem WLAN (Canon 6D, Nikon D5300, Nikon D750), so dass eigentlich jedem Anwender zu raten ist, sich mit dieser App eingehend zu beschäftigen. WLAN-Steuerung mittels qDslrDashboard Ein Smartphone bewältigt mithilfe entsprechender Apps eine Vielzahl von Aufgaben im Bereich der Fotografie. Da wäre unter anderem die Berechnung der Schärfentiefe und der Gegenstandsweite (hyperfo - kale Entfernung) bis hin zur Vorschau von RAW-Dateien. In Kombina - tion mit einer Spiegelreflexkamera holt man aber noch sehr viel mehr aus den mobilen Geräten heraus. Mit der Gratis-App qDslrDashboard haben Sie fast unbegrenzten Zugriff auf Ihre Kamera. Sprich, sie steuern sämtliche Einstellungen aus ihrer gewohnten Smartphone-Umgebung heraus. qDslrDashboard funktioniert obendrein via Tablet, Notebook oder Laptop, per iPhone oder per iPad. Diese Multifunktionalität eröffnet völlig neue Perspektiven. Um nur einige Vorteile zu nennen: In Ihrem mobilen Gerät ist ein deutlich höherwertiger Bildschirm als in Ihrer Kamera verbaut, folglich eignet sich der Monitor perfekt für die Arbeit im Live- Vorschau-Modus und für die manuelle Fokussierung bei schlechteren Lichtverhältnissen. Auch Aufnahmen aus schwierigen Winkeln - wie unser Beispiel mit dem Modellauto zeigt - meistern Sie sehr viel einfacher, wenn Sie ein mobiles Gerät als Erweiterung für Ihre Kamera verwenden. Die Möglichkeit zur Fernsteuerung der Kamera ist ein echter Gewinn für Liebhaber der Tierwelt- und Makrofotografie. In Sachen Funktionalität schlägt qDslrDashboard die gesamte Konkurrenz um Welten. Möchten Sie qDslrDashboard sinnvoll verwenden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: 1) Sie benötigen eine kompatible WiFi-Kamera. Beispielweise eine Nikon D5300, Nikon D750, oder Canon EOS 6D. Wie eingangs erwähnt, bietet Nikon für einige ältere Modelle ein entsprechendes WLAN-Modul zum Nachrüsten an. WU-1a und WU-1b. Mit dem Modul WU-1a können folgende Modelle aufgerüstet werden: Nikon D5200, Nikon D3200 und Nikon Coolpix P520. Der Funkadapter WU-1b erweitert die Modelle Nikon D600 und D610 um die erforderliche WLAN-Funktionalität. 2) Für Canon und Nikon Kameras ohne WiFi kann eine TP-Link Box mit alternativer Firmware verwendet werden. Eine entsprechende Bezugsquelle finden Sie bei Amazon (siehe Werbeblock rechts). 3) Das mobile Endgerät sollte flott unterwegs sein und muss natürlich ebenfalls über eine WLAN-Schnittstelle verfügen. Für unseren Artikel verwendeten wir das Smartphone Samsung Galaxy S3. Die Übertagungsgeschwindigkeit war mehr als zufriedenstellend. Das ältere iPhone4 wird diesem Anspruch nicht gerecht. Vermutlich war die schwache CPU voll ausgelastet, so dass die App teils träge und nur mit Verzögerungen reagierte. Des Weiteren installierten wir die App auf unserem Desktop-PC sowie auf einem leistungsstarken Dell Latitude Core i7 Notebook. In beiden Fällen ließ die Arbeitsgeschwindigkeit keine Wünsche offen. 4) Learning by doing kostet Zeit. Wir empfehlen für die ersten Gehversuche die Anschaffung eines USB-OTG-Adapters für moderate vier EURO. Dieser Adapter ermöglicht den Anschluss der Kamera via USB-Kabel und spart für die ersten Gehversuche sehr viel Akkukraft. Auch diesen Artikel finden Sie rechts in unserer Werbeleiste. Soviel zur Einleitung. Kommen wir zur Praxis. Die App ist kostenlos über http://dslrdashboard.info zu beziehen (die dortige Version ist aktueller als jene, die im Playstore angeboten wird). Installieren Sie die App auf einem Smartphone, können Sie den Kontakt entweder per WLAN herstellen, oder aber via USB-OTG-Adapter. Nach Einschalten der Kamera wird Ihr Smartphone Sie auffordern, die App für die Bedienung der angeschlossenen Kamera auszuwählen. Möchten Sie, dass in Zukunft qDslrDashboard beim Anschließen der Kamera automatisch startet, aktivieren Sie vor dem OK noch das Kontrollkästchen Standardmäßig für dieses USB-Gerät verwenden. Dann startet die App. Die nun folgenden Screenshots vermitteln einen ersten Eindruck, wie simpel das Programm aufgebaut und zu steuern ist. Die Bedienung erfolgt intuitiv. Zum Vergrößern der Screenshots klicken sie bitte auf die entsprechenden Bilder:

Remote Control - Die perfekte Fernsteuerung für Ihre Kamera

( Selbstauslöser - Drahtauslöser - Infrarot - Funk - WiFi - qDslrDashboard )
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In der Panoramafotografie wird die Kamera vorzugsweise fernbedient. Hier gehen wir den unterschiedlichen Mög - lichkeiten nach - vom simplen Fernaus - löser bis hin zur komfortablen WLAN- Steuerung mittels qDslrDashboard via Smartphone oder Tablet.
Inhaltsverzeichnis Selbstauslöser Funk - Fernbedienung Drahtauslöser WLAN - WiFi Infrarot - Fernbedienung qDslrDashboard
Sinnvolles Zubehör für die Panoramafotografie
qDslrDashboard hat weitere Features an Bord, die jeden Fotografen begeistern. Mit dem Timer-Button zum Beispiel gelingen mühelos komplexe Zeitrafferaufnahmen, indem Sie lediglich die Anzahl der Aufnahmen im gewünschten Zeitintervall eintippen. Mithilfe des BKT- Buttons erstellen Sie automatische HDR Belichtungsreihen. Ferner eignet sich die App für die Vorschau und für die Verwaltung Ihrer Fotos. Sie können die Bilder nicht nur im Vollbild-Modus anschauen, sondern auch einzeln oder über Mehrfachauswahl löschen. Fazit Die App qDslrDashboard als Fernsteuerung einer DSLR-Kamera genutzt macht Sie nicht automatisch zu einem besseren Fotografen, aber sie legt Ihnen einen wertvollen Werkzeugkasten an die Hand. Egal ob Landschaftsbilder, Nachtaufnahmen oder für die Makro- Fotografie: Sie werden die Vorteile dieser benutzerfreundlichen App bald zu schätzen wissen. So schadet es nicht, wenn bei der Nikon z.B. die interne HDR-Funktion noch nicht implementiert wurde. Unsere Hochachtung gilt Zoltan Hubai für seine hervorragende Arbeit! Das könnte Sie auch interessieren
Der Begrüßungsdialog ist im Wesentlichen als Schnellübersicht zu verstehen. Hier können Sie feststellen, ob und auf welche Weise die Verbindung hergestellt wurde. Des Weiteren bestimmen Sie den Speicherort Ihrer Aufnahmen. In der Grundeinstellung legt die App Ihre Bilder wie gewohnt auf der Speicherkarte der Kamera ab. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Fotos zugleich auf das mobile Gerät zu übertragen und dort zu sichern. Mit einem Klick auf Active Devices (in unserem Fall Nikon D5200) gelangen Sie in das Hauptmenü, das zugleich als Live-View-Monitor dient. Hier sind eine Vielzahl an Schaltflächen an den Seitenrändern des Bildschirms verteilt, die in das Setting der Kamera eingreifen: Programmauswahl, Zeit- und Blendeneinstellung, Belichtungskorrektur, Blitzmodus, Dynamikumfang (D- Lighting) usw. usf. Mit dem AF-Button aktivieren Sie den Fokus, mit dem Kamera-Symbol betätigen Sie den Auslöser.
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1 Jahre 4 2007 - 2020
Ob Langzeitbelichtung, Doppelbelich - tung, Astro- oder HDR-Fotografie, wir alle kennen die Situation: Da ruht die Kamera sorgsam ins Wasser gestellt auf dem Stativ und jede noch so kleine Berührung könnte zu einem Verwackler führen - und somit zu einem unbrauch - baren Ergebnis. Erfahrene Fotografen, die mit einer Spiegelreflexkamera arbeiten, aktivieren entweder die Spie - gelvorauslösung, oder aber sie wech - seln in den Modus Live-View, um jede Erschütterung, die durch das Hoch - klappen des Spiegels hervorgerufen werden kann, zu umgehen. Ab dann heißt die Devise: Finger weg von der Kamera! Also auch vom Auslöseknopf! Im Falle einer Einzelaufnahme wählt man den Selbstauslöser . Eine zeitliche Vorlaufzeit von wenigen Sekunden bereinigt zwar viele Probleme, aber nicht alle. Möchte man mehrere Bilder hintereinander schießen, ist eine klassische IR- oder Funk-Fernsteuerung zu empfehlen. Aktuelle Modelle erweitern den Funktionsumfang vom reinen Auslösen bis hin zur Serienaufnahme oder Langzeitbelichtung. Ist die Kamera gar mittels WLAN mit einem Smartphone, iPhone oder Tablet verbunden, kann man mithilfe einer geeigneten App noch tiefer in das Setting eingreifen. Dazu später mehr. Wir beginnen bei dem einfachsten mechanischen Fernauslöser. In den Anfangsjahren der Fotografie behalf man sich mit einem so-genannten Drahtauslöser . Diese kleine aber praktische Utensilie gehörte zu jedem Kamera - typ dazu. Aus gutem Grund. Die erforderlichen Belichtungszeiten lagen noch im Minutenbereich, so dass eine Aufnahme ohne Fernauslöser nicht zu bewerkstelligen gewesen wäre. Dies änderte sich erst mit Einführung des Rollfilms. Der Drahtauslöser aber blieb über mehrere Jahrzehnte hinweg treuer Weggefährte für jeden Fotografen. Heutzutage ver - fügen nur noch einige wenige, puristische Modelle über derlei Anschlussmöglichkeiten. Mechanische Auslöser haben ausgedient. So sollte man meinen. Allerdings verzichten viele Hersteller insbesondere bei Einsteigermodellen auf jedwede Möglichkeit, die Kamera in irgendeiner Form fernbedienen zu kön - nen, so dass es einer findigen Konstruktion bedarf, um sich weiterzubehelfen. Der Schlaufen-Adapter der Firma Kaiser-Fototechnik ist solch eine findige Konstruktion. Sie besteht aus einem schmalen Band, das mittels Klettverschluss im Bereich des Auslöseknopfs befestigt wird. Eine Buchse nimmt den Drahtauslöser auf und ein kleiner Bolzen drückt dann unmittelbar auf den Auslöseknopf der Kamera. Je nach Kameramodell ist zu bedenken, dass diverse Bedienelemente verdeckt werden können und somit der Zugriff auf die eine oder andere Kamera-Funktion nicht mehr gewährleistet ist. Wie gesagt: Die Tage des Drahtauslöser sind so gut wie ausgezählt. Namhafte Firmen bieten elektroni - sche Alternativen an. Ist in Ihrer Kamera ein Infrarot- Empfänger verbaut, können Sie eine kabellose Infrarot Fernsteuerung verwenden. Originalteile aus dem Zubehörsortiment kosten zwischen 15 und 35 Euro. Fremdanbieter aus Fernost unterbieten derlei Preise bei nahezu identischer Qualität. Doch Vor - sicht. Die Infrarottechnik ist nicht frei von Macken. So ist die Reichweite auf 10 Meter beschränkt. Unter gewissen Umständen funktioniert IR gar nicht. In der Panoramafotografie zum Beispiel wird meist im Hochkantformat fotografiert. In dieser Position ver - weigern viele Modelle den Dienst, da der “Blickkon - takt” durch das VR-System (Nodalpunktadapter) behindert wird. Unter der Prämisse, Ihre Kamera verfügt über die erforderlichen Anschlüsse, kann sich die kleine Mehr-Investition in einen Funk -Auslöser von Anfang an lohnen. Im Gegensatz zu Infrarot muss kein Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger bestehen. Somit ist die Übertragung auch durch Wände hindurch möglich. Die Reichweite geht knapp über 100 Meter hinaus und die Steuerung ist oftmals um folgende Funktionen erweitert: Selbst - auslöser mit Vorlaufzeit, Autofokus, Serienbildauf - nahme, Langzeitbelichtung. Die Empfängereinheit findet auf dem Blitzschuh Platz. Der elektrische Kon - takt wird mit einem kleinen Kabel hergestellt. Kleiner Tipp: Das Modell RW-221/DCO von Oppilas verwen - det handelsübliche Batterien und keine Knopfzellen. Die Verwendung von wiederaufladbaren Akkus kann je nach Einsatzhäufigkeit zum Kostenfaktor werden. Wem Drahtauslöser, Infrarot- und Funkfernbedie - nung zu altmodisch sind, sollte beim Kauf einer neuen Kamera auf WiFi achten. Einige ältere Nikon Kameras lassen sich mit einem speziellen WLAN-Modul relativ preiswert aufrüsten. Der WLAN-Adap - ter WU-1a zum Beispiel ist solch ein USB-Dongle. über den man eine kabel - lose Verbindung zwischen Kamera und mobilen Smartphones, Tablet-Compu - tern, Laptops und Notebooks herstellen kann. Nur leider behandelt ausgerech - net Nikon die Pflege der dazugehöri - gen APP mehr als stiefmütterlich. Um nicht zu sagen, die Apps namens Wire - less Mobile Adapter Utility (iOS) bezie - hungsweise Wireless Mobile Utility (Android) beschränken sich auf einen lächerlich anmutenden Funktionsum - fang. Lediglich der Selbstauslöser lässt sich bedienen. Auf andere wichtige Einstellungen (wie etwa die ISO Emp - findlichkeit, den Weißabgleich, die Blitzeinstellungen oder das Aufnahme - programm) hat man keinen Zugriff. Hier wird der Gedanke hinter WiFi ad absurdum geführt! Doch Halt! Der Kauf eines WLAN-Adapters lohnt dennoch! Dank der Initiative einer Privatperson. Zoltan Hubai stellt auf seinem Blog die kostenlose App qDslrDashboard zur Verfügung, die plattformübergreifend mit Android-Geräten, PC´s und Apple-Geräten zusammenarbeitet. Natürlich unter - stützt qDslrDashboard auch Kameras mit fest integriertem WLAN (Canon 6D, Nikon D5300, Nikon D750), so dass eigentlich jedem Anwender zu raten ist, sich mit dieser App eingehend zu beschäftigen. WLAN-Steuerung mittels qDslrDashboard Ein Smartphone bewältigt mithilfe entsprechender Apps eine Vielzahl von Auf - gaben im Bereich der Fotografie. Da wäre unter anderem die Berechnung der Schärfentiefe und der Gegenstandsweite (hyperfokale Entfernung) bis hin zur Vorschau von RAW-Dateien. In Kombination mit einer Spiegelreflexkamera holt man aber noch sehr viel mehr aus den mobilen Geräten heraus. Mit der Gratis-App qDslrDashboard haben Sie fast unbegrenzten Zugriff auf Ihre Kamera. Sprich, sie steuern sämtliche Einstellungen aus ihrer gewohnten Smartphone-Umgebung heraus. qDslrDashboard funktioniert obendrein via Tablet, Notebook oder Laptop, per iPhone oder per iPad. Diese Multifunktionalität eröffnet völlig neue Perspektiven. Um nur einige Vorteile zu nennen: In Ihrem mobilen Gerät ist ein deutlich höherwertiger Bildschirm als in Ihrer Kamera verbaut, folglich eignet sich der Monitor perfekt für die Arbeit im Live-Vorschau-Modus und für die manuelle Fokussierung bei schlechteren Lichtverhältnissen. Auch Aufnahmen aus schwierigen Winkeln - wie unser Beispiel mit dem Modellauto zeigt - meistern Sie sehr viel einfacher, wenn Sie ein mobiles Gerät als Erweiterung für Ihre Kamera verwenden. Die Möglichkeit zur Fernsteuerung der Kamera ist ein echter Gewinn für Liebhaber der Tierwelt- und Makrofotografie. In Sachen Funktionalität schlägt qDslrDashboard die gesamte Konkurrenz um Welten. Möchten Sie qDslrDashboard sinnvoll verwenden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: 1 . Sie benötigen eine kompatible WiFi-Kamera. Beispielweise eine Nikon D5300, Nikon D750, oder Canon EOS 6D. Wie eingangs erwähnt, bietet Nikon für einige ältere Modelle ein entsprechendes WLAN-Modul zum Nachrüsten an. WU-1a und WU-1b. Mit dem Modul WU-1a können folgende Modelle aufgerüstet werden: Nikon D5200, Nikon D3200 und Nikon Coolpix P520. Der Funkadapter WU-1b erweitert die Modelle Nikon D600 und D610 um die erforderliche WLAN-Funktionalität. 2 . Für Canon und Nikon Kameras ohne WiFi kann eine TP-Link Box mit alternativer Firmware verwendet werden. Eine entsprechende Bezugsquelle finden Sie bei Amazon (siehe Werbeblock rechts). 3 . Das mobile Endgerät sollte flott unterwegs sein und muss natürlich ebenfalls über eine WLAN-Schnittstelle verfügen. Für unseren Artikel verwendeten wir das Smartphone Samsung Galaxy S3. Die Übertagungsgeschwindigkeit war mehr als zufriedenstellend. Das ältere iPhone4 wird diesem Anspruch nicht gerecht. Vermutlich war die schwache CPU voll ausgelastet, so dass die App teils träge und nur mit Verzögerungen reagierte. Des Weiteren installierten wir die App auf unserem Desktop-PC sowie auf einem leistungsstarken Dell Latitude Core i7 Notebook. In beiden Fällen ließ die Arbeitsgeschwindigkeit keine Wünsche offen. 4 . Learning by doing kostet Zeit. Wir empfehlen für die ersten Gehversuche die Anschaffung eines USB-OTG-Adapters für moderate vier EURO. Dieser Adapter ermöglicht den Anschluss der Kamera via USB-Kabel und spart für die ersten Gehversuche sehr viel Akkukraft. Auch diesen Artikel finden Sie rechts in unserer Werbeleiste. Soviel zur Einleitung. Kommen wir zur Praxis. Die App ist kostenlos über http://dslrdashboard.info zu beziehen (die dortige Version ist aktueller als jene, die im Playstore angeboten wird). Installieren Sie die App auf einem Smartphone, können Sie den Kontakt entweder per WLAN herstellen, oder aber via USB-OTG-Adapter. Nach Einschalten der Kamera wird Ihr Smartphone Sie auffordern, die App für die Bedienung der angeschlossenen Kamera auszuwählen. Möchten Sie, dass in Zukunft qDslrDashboard beim Anschließen der Kamera automatisch startet, aktivieren Sie vor dem OK noch das Kontrollkästchen Standardmäßig für dieses USB-Gerät verwenden. Dann startet die App. Die nun folgenden Screenshots vermitteln einen ersten Eindruck, wie simpel das Programm aufgebaut und zu steuern ist. Die Bedienung erfolgt intuitiv. Zum Vergrößern der Screenshots klicken sie bitte auf die entsprechenden Bilder:

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( Selbstauslöser - Drahtauslöser - Infrarot - Funk - WiFi - qDslrDashboard )
In der Panoramafotografie wird die Kamera vorzugsweise fernbedient. Hier gehen wir den unterschiedlichen Möglichkeiten nach - vom simplen Fernauslö - ser bis hin zur komfortablen WLAN-Steuerung mittels qDslrDashboard via Smartphone oder Tablet.
Inhaltsverzeichnis Selbstauslöser Funk - Fernbedienung Drahtauslöser WLAN - WiFi Infrarot - Fernbedienung qDslrDashboard
qDslrDashboard hat weitere Features an Bord, die jeden Fotografen begeistern. Mit dem Timer-Button zum Beispiel gelingen mühelos komplexe Zeitrafferaufnahmen, indem Sie lediglich die Anzahl der Aufnahmen im gewünschten Zeitintervall eintippen. Mithilfe des BKT-Buttons erstellen Sie automatische HDR Belichtungsreihen. Ferner eignet sich die App für die Vorschau und für die Verwaltung Ihrer Fotos. Sie können die Bilder nicht nur im Vollbild-Modus anschauen, sondern auch einzeln oder über Mehrfachauswahl löschen. Fazit Die App qDslrDashboard als Fernsteuerung einer DSLR-Kamera genutzt macht Sie nicht automatisch zu einem besseren Fotografen, aber sie legt Ihnen einen wertvollen Werkzeugkasten an die Hand. Egal ob Landschaftsbilder, Nachtaufnahmen oder für die Makro-Fotografie: Sie werden die Vorteile dieser benutzerfreundlichen App bald zu schätzen wissen. So schadet es nicht, wenn bei der Nikon z.B. die interne HDR-Funktion noch nicht implementiert wurde. Unsere Hochachtung gilt Zoltan Hubai für seine hervorragende Arbeit!
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