Der SD-Karten-Guide Stand 2019 Von außen her betrachtet ähneln sie sich wie ein Ei dem anderen. Und das ist gut so, denn als die kleinen Halbleiterspeicher im Jahr 2001 von SanDisk auf Basis des älteren MMC Standards eingeführt wurden, setzten sie in vielerlei Hinsicht einen Meilenstein in Sachen digitaler Datensicherung und Standardisierung. Allein ihr Name ist Programm. Die Bezeichnung SD Card steht für die Kurzform Secure Digital Memory Card und heißt zu deutsch: sichere digitale Speicherkarte . Das klingt profan; in Wirklichkeit aber verbirgt sich hinter dieser assoziativen Bezeichnung eine irreführende Täuschung. Weshalb? Weil dem Verbraucher suggeriert wird, die kleine Karte würde die aufgespielten Daten sicher verwahren. In Wirklichkeit rührt die Namensgebung Secure Digital von zusätzlichen Hardware-Funktionen für das Digital Rights Management (DRM = Digitales Rechte-Management). Ein im geschützten Speicherbereich abgelegter Schlüssel verhindert das unrechtmäßige Abspielen geschützter Mediendateien. Und hier geht es ganz und gar nicht um private Dateien und die Frage, wie sicher unsere Bilder oder Filme oder Dateien gesichert werden, sondern um die Wahrung von Rechten und der Abfrage, ob wir Lizenzen für geschützte Mediendateien erworben haben, die wir ggf. von der Karte abspielen möchten. Klingt verzwickt. Ist es aber nicht. Denken Sie an Ihren DVD-Player und dessen Kopierschutz, dann wird klar, worum es bei der Namensgebung der SD-Card in erster Linie ging. Streichen wir den Mythos der sicheren Speicherkarte also aus dem Gedächtnis und wenden wir uns der Frage zu, was die SD Card noch an Überraschungen parat hält. Und in der Tat überrascht die Tatsache, dass viele nicht um den kleinen Sicherungshebel bzw. Schreibschutzschieber wissen, der sich rechts befindet, wenn die Karte mit dem Label oben auf liegt (siehe Markierung). Standardmäßig wird die Karte mit geöffneten Schreibschutz ausgeliefert; möchte man seine Daten gegen unbeabsichtigtes löschen oder überschreiben schützen, schiebt man den Hebel nach unten. Über dieses praktische Feature verfügt jede SD-Card. Halten wir weiterhin fest, dass eine SD-Karte 32mm × 24mm × 2,1mm groß ist, über einen integrierten Controller und neun Kontakte verfügt, denn ab jetzt hört es mit den Gemeinsamkeiten der kleinen Speicherriesen auf. Je nach Baualter und Hersteller kommen SD-Cards mit inneren Werten daher, die sich enorm unterscheiden. Unabhängig von der Speicherkapazität, die man noch am ehesten erkennt. Und unabhängig vom Preis, denn die Formel, je teurer - desto besser, greift beim Kauf einer Speicherkarte ganz und gar nicht. Beginnen wir im Jahr 2001, als die SD-Card neu auf den Mark kam. Ursprünglich war die Kapazität einer SD auf max.1 GB (SD 1.0) und 2 GB (SD 1.1) beschränkt; tatsächlich verfügten die ersten Karten über eine Kapazität von lediglich 8 Megabyte, die aber nach und nach verdoppelt wurde (16 MB, 32 MB, 64 MB). Danach kräht heute natürlich kein Hahn mehr. Heute bietet der Handel Karten mit einer Kapazitäten von 32 Gigabyte, 64 GB, 128 GB bis hin zu 2 TB an (Stand 2019), Die wohl gebräuchlichste Kapazität in Sachen Fotografie dürften die älteren SD 1.0 und die neueren SDHC-Karten sein. Und in genau dieser Bandbreite kommt es gerne mal zu Kompatibilitätsproblemen . Karten mit einer Kapazität von 4 GB, die als reine SD-Karten (nicht SDHC) verkauft werden, entsprechen nicht den Spezifikationen und führen in älteren SD 1.0 - Geräten (Kartenleser, Kamera, Drucker, Notebook) zu Schwierigkeiten (z.B. zu Schreibfehlern). Häufig wird die Karte auch einfach nur mit der Kapazität von 1 GB angezeigt und partitioniert bzw. formatiert. Karten, die die Bezeichnung SDHC tragen, funktionieren in SD 1.0 - Geräten generell nicht . Beim Kauf einer neuen Karte kann man folglich nicht blind ins Verkaufsregel langen. Besitzer älterer Gerätschaften (SD 1.0 und SD 1.1) müssen auf das Logo SD achten und auf den Gebrauch von großen und leistungsstarken Karten weitgehend verzichten. Erst ab Einführung der Spezifikation SD 2.0 (SDHC = SD High Capacity) ist der Einsatz von Speicherkapazitäten bis zu 32 GB möglich. Darüber hinaus legt die SDHC-Spezifikation Leistungsklassen fest: Aus der Tabelle können Sie entnehmen, dass sich die Leistungsklasse in einer Ziffer ausdrückt, die zugleich die Mindest-Schreibgeschwindigkeit in MB/s angibt. Wo sich diese Ziffer mit offenem Kreis auf der Karte zu befinden hat, wurde nicht definiert. Und leider haben diverse Tests bewiesen, dass es die Hersteller nicht sehr genau nehmen mit ihren Angaben. Mitunter erweist sich eine vermeintlich extrem schnelle Class 10 Card als lahme Ente. Was also tun beim Kauf einer neuen Karte? Immerhin bietet der Markt vom Schnäppchen für 10 Euro bis zur Highend-Karte für über 500 Euro so gut wie jede Preisklasse an. Darüber hinaus etabliert sich eine neue Spezifikation; der dritte Standard nach SD und SDHC = SD XC (SD Extended Capacity). SD-XC-Karten sollen bis zu 2 TByte speichern und Daten mit bis zu 300 MByte pro Sekunde übertragen können. Greift man nicht besser gleich zu solch einer Karte? Nein! SDXC-Karten sind nicht abwärtskompatibel zu SDHC-oder SD . Ohne die jeweiligen Gerätschaften nützen die hervorragenden Geschwindigkeiten gar nichts. Der Kauf lohnt nur dann, wenn Ihre Kamera SDXC auch wirklich unterstützt. Halten wir fest: Wenn Ihre Kamera SD 1.0 unterstützt, können Sie SD-Karten bis 1 GB verwenden. Wenn Ihre Kamera SD 1.1 unterstützt, können Sie SD-Karten bis 2 GB verwenden. Wenn Ihre Kamera SD 2.0 unterstützt, können Sie SD und SDHC-Karten verwenden. Wenn Ihre Kamera SD 3.0 unterstützt, können Sie SDXC-Karten verwenden. SDHC-Karten sind nicht abwärtskompatibel zu SD 1.x SDSDXC-Karten sind nicht abwärtskompatibel zu SDHC und SD 1.x Da der Markt extrem schnelllebig ist, möchten wir keine Kaufempfehlung für einzelne Karten aussprechen. Aber wir können kurz jene Karten vorstellen, die wir verwenden und mit denen wir gute, aber auch teils schlechte Erfahrungen machten: 1) SD 1.0 (SD bis 1 GB) Die SanDisk Ultra II plus USB-Port mit einer Speicherkapazität von 1 GB schöpft die Möglichkeiten des SD 1.0 Ports voll aus und verfügt über ein praktisches Feature: man kann die Karte umklappen und direkt in einen USB-Port stecken. Der Kartenleser ist in dieser Karte also bereits integriert. Trotz der Miniaturtechnik hat sich die SanDisk in 5 Jahren Gebrauch tapfer geschlagen. Wir haben insgesamt drei Karten diesen Typs bis heute in Gebrauch (1 x 512 MB, 2 x 1024 MB), die Scharniere arbeiten reibungslos, die Kontakte haben keinen Schaden genommen. Obwohl die Karte bei SanDisk im Katalog schon lange nicht mehr geführt wird, wird der Oldtimer bei Ebay zu einem mittleren Verkaufspreis von 8 EURO noch angeboten. Im Vergleich zu neueren Karten erscheint der Preis hoch, allerdings gibt es keine Alternative zu dem praktischen USB-Port. Die Eckdaten: 10MB/s lesen, 9MB/s schreiben. Dies entspricht Class 2. 2) SD 1.1 (SD bis 2 GB) Die SanDisk Ultra II plus USB-Port mit einer Speicherkapazität von 2 GB entspricht der zweiten Evolutionsstufe der oben gezeigten SD-Karte und unterstützt die SD 1.1 Spezifikation. Wir haben eine Karte diesen Typs seit vielen Jahren in Gebrauch, parallel dazu eine 4GB-Ausführung mit SD- Kennzeichnung, die überraschenderweise im SD1.1 Port reibungslos funktioniert. Auch diese Karte wird bei SanDisk nicht mehr geführt. Da uns 10MB/s lesen und 9MB/s schreiben in der Panoramafotografie genügen (Class 2), benutzen wir sämtliche Ultra II Karten im Verbund mit einem zirkularem Fisheye (geringe Datenmengen). 3) SD 2.0 (SDHC bis 32 GB) Die SanDisk Extreme PRO 32 GB SDHC Class10, U3, V30 mit 95 MB/s Lese- und Schreibgeschwindigkeit ist im Vergleich zur Konkurrenz teuer aber zuverlässig. Ihre Leistung kann man nur abrufen, wenn man die entsprechende Hardware nutzt. Das heißt, unabhängig von den Leistungsdaten der Kamera benötigt man einen USB 3.0 Port und ein entsprechendes Lesegerät. Wir verwenden diese ausgezeichnete Karte für aufwändige Belichtungsreihen und für kleinere Videosequenzen, denn hier besteht die größte Gefahr, dass eine langsame Karte die Kamera ausbremst. Wichtig zu wissen = U3 steht für ununterbrochene Videoaufnahme in der UHS Speed Class 3 und V30 für Video Speed Class 30. Sie kennen Prectec nicht und würden die Karte gemäß ihrer Aufmachung als minderwertiges Billigprodukt einschätzen? Ein Fehler! Die Pretec SDHC Card Class 6 mit 16GB ist ein Preis-Hit, aber keineswegs minderwertig. Im Gegenteil. Beim Datentransfer geht die Karte relativ flott ans Werk: Ein GByte Daten sind nach rund einer Minute gelesen oder geschrieben. Dies ist keine Spitzenleistung, doch in der Praxis hat uns diese Karte schon oft überrascht, indem Sie beim Datentransfer (z.B. beim Erstellen von Sicherungskopien) eine Transcend SDHC Class 10 in den Schatten stellte. Und da der Hersteller eine lebenslange Garantie gewährt, gehört dieses Arbeitspferd mit auf unsere Empfehlungsliste. Mit diesen beiden SD-Karten aus dem Hause Transcend waren wir aufgrund folgender Defekte unzufrieden: 1) Transcend SDHC 8 GB Card Class 10 = mehrfach Überlauf des Zwischenspeichers bei HD Aufnahmen trotz hoher Leistungsstufe. Der Händler lehnte Rückgabe und Umtausch ab. 2) Transcend SDHC 16 GB Card Class 10 = nach 1 Jahr ohne ersichtlichen Grund kein Zugriff mehr möglich (Garantiefall). 4) SD 3.0 (SDXC bis 2 TB) Unsere SanDisk Extreme PRO 128 GB SDXC Speicherkarte war unsere bisher leistungsstärkste Speicherkarte. Sie bietet Aufnahmegeschwindigkeiten von bis zu 90 MB/Sek. und Übertragungs- geschwindigkeiten von bis zu 95 MB/Sek. SanDisk bewirbt sie wie folgt: Konzipiert zur Aufnahme von Videos in 4K Ultra High Definition und für Reihenaufnahmen (im Burstmodus). Wir verwenden die Extreme PRO 128 GB SDXC für extrem aufwändige HDR-Panoramen bestehend aus bis zu 304 Einzelaufnahmen, die so schnell wie möglich im Kasten sein müssen. Diese Aufgabe erfüllt diese Karte perfekt. Der Verkaufspreis lag 2017 bei ca. 60 Euro. Die SanDisk Extreme PRO 128 GB SDXC-Speicherkarte UHS-II, Class 10, U3 dürfte mit einer Aufnahmegeschwindigkeiten von bis zu 260 MB/Sek. und einer Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 MB/Sek. wohl jede nur erdenkliche Aufgabe erfüllen. Da wir die Karte erst seit kurzem in Verwendung haben, liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Erfahrungswerte hinsichtlich der Haltbarkeit vor. Im Chip-Ranking belegt die Karte Platz 1 (Stand Ende 2017). Preis = ca. 275 EURO Da uns kurz nach Erscheinen dieses Artikels mehrfach die Frage gestellt wurde, ob bei der Flughafen- kontrolle die SD-Karte in Mitleidenschaft gezogen werden kann: Fast alle Hersteller bestätigen, dass ihre Produkte weder durch Röntgenstrahlen noch durch Magnetfelder beschädigt werden. Auf der Seite Umfeldtoleranz von SanDisk können Sie solch eine Bestätigung finden. Seltsamerweise hört man immer wieder vom Gegenteil. Und seltsamerweise ist es stets die SD-Card, die nach der Flughafenkontrolle defekt war, und nie der interne Speicher der Kamera?! Ein Widerspruch, denn die Technologie beider Speicher ist identisch. Wer dennoch skeptisch ist, sollte die Kamera nebst Karten mit ins Handgepäck nehmen. Hier sind die Belastungswerte ungleich geringer und das Risiko minimiert.
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Gute Karten - schlechte Karten

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Der SD-Karten-Guide Stand 2019 Von außen her betrachtet ähneln sie sich wie ein Ei dem anderen. Und das ist gut so, denn als die kleinen Halbleiterspeicher im Jahr 2001 von SanDisk auf Basis des älteren MMC Standards eingeführt wurden, setzten sie in vielerlei Hinsicht einen Meilenstein in Sachen digitaler Datensicherung und Standardisierung. Allein ihr Name ist Programm. Die Bezeichnung SD Card steht für die Kurzform Secure Digital Memory Card und heißt zu deutsch: sichere digitale Speicherkarte . Das klingt profan; in Wirklichkeit aber verbirgt sich hinter dieser assoziativen Bezeichnung eine irreführende Täuschung. Weshalb? Weil dem Verbraucher suggeriert wird, die kleine Karte würde die aufgespielten Daten sicher verwahren. In Wirklichkeit rührt die Namensgebung Secure Digital von zusätzlichen Hardware-Funktionen für das Digital Rights Management (DRM = Digitales Rechte-Management). Ein im geschützten Speicherbereich abgelegter Schlüssel verhindert das unrechtmäßige Abspielen geschützter Mediendateien. Und hier geht es ganz und gar nicht um private Dateien und die Frage, wie sicher unsere Bilder oder Filme oder Dateien gesichert werden, sondern um die Wahrung von Rechten und der Abfrage, ob wir Lizenzen für geschützte Mediendateien erworben haben, die wir ggf. von der Karte abspielen möchten. Klingt verzwickt. Ist es aber nicht. Denken Sie an Ihren DVD-Player und dessen Kopierschutz, dann wird klar, worum es bei der Namensgebung der SD-Card in erster Linie ging. Streichen wir den Mythos der sicheren Speicherkarte also aus dem Gedächtnis und wenden wir uns der Frage zu, was die SD Card noch an Überraschungen parat hält. Und in der Tat überrascht die Tatsache, dass viele nicht um den kleinen Sicherungshebel bzw. Schreibschutzschieber wissen, der sich rechts befindet, wenn die Karte mit dem Label oben auf liegt (siehe Markierung). Standardmäßig wird die Karte mit geöffneten Schreibschutz ausgeliefert; möchte man seine Daten gegen unbeabsichtigtes löschen oder überschreiben schützen, schiebt man den Hebel nach unten. Über dieses praktische Feature verfügt jede SD-Card. Halten wir weiterhin fest, dass eine SD-Karte 32mm × 24mm × 2,1mm groß ist, über einen integrierten Controller und neun Kontakte verfügt, denn ab jetzt hört es mit den Gemeinsamkeiten der kleinen Speicherriesen auf. Je nach Baualter und Hersteller kommen SD-Cards mit inneren Werten daher, die sich enorm unterscheiden. Unabhängig von der Speicherkapazität, die man noch am ehesten erkennt. Und unabhängig vom Preis, denn die Formel, je teurer - desto besser, greift beim Kauf einer Speicherkarte ganz und gar nicht. Beginnen wir im Jahr 2001, als die SD-Card neu auf den Mark kam. Ursprünglich war die Kapazität einer SD auf max.1 GB (SD 1.0) und 2 GB (SD 1.1) beschränkt; tatsächlich verfügten die ersten Karten über eine Kapazität von lediglich 8 Megabyte, die aber nach und nach verdoppelt wurde (16 MB, 32 MB, 64 MB). Danach kräht heute natürlich kein Hahn mehr. Heute bietet der Handel Karten mit einer Kapazitäten von 32 Gigabyte, 64 GB, 128 GB bis hin zu 2 TB an (Stand 2019), Die wohl gebräuchlichste Kapazität in Sachen Fotografie dürften die älteren SD 1.0 und die neueren SDHC-Karten sein. Und in genau dieser Bandbreite kommt es gerne mal zu Kompatibilitätsproblemen . Karten mit einer Kapazität von 4 GB, die als reine SD-Karten (nicht SDHC) verkauft werden, entsprechen nicht den Spezifikationen und führen in älteren SD 1.0 - Geräten (Kartenleser, Kamera, Drucker, Notebook) zu Schwierigkeiten (z.B. zu Schreibfehlern). Häufig wird die Karte auch einfach nur mit der Kapazität von 1 GB angezeigt und partitioniert bzw. formatiert. Karten, die die Bezeichnung SDHC tragen, funktionieren in SD 1.0 - Geräten generell nicht . Beim Kauf einer neuen Karte kann man folglich nicht blind ins Verkaufsregel langen. Besitzer älterer Gerätschaften (SD 1.0 und SD 1.1) müssen auf das Logo SD achten und auf den Gebrauch von großen und leistungsstarken Karten weitgehend verzichten. Erst ab Einführung der Spezifikation SD 2.0 (SDHC = SD High Capacity) ist der Einsatz von Speicherkapazitäten bis zu 32 GB möglich. Darüber hinaus legt die SDHC-Spezifikation Leistungsklassen fest: Aus der Tabelle können Sie entnehmen, dass sich die Leistungsklasse in einer Ziffer ausdrückt, die zugleich die M i n d e s t - S c h r e i b g e s c h w i n d i g k e i t in MB/s angibt. Wo sich diese Ziffer mit offenem Kreis auf der Karte zu befinden hat, wurde nicht definiert. Und leider haben diverse Tests bewiesen, dass es die Hersteller nicht sehr genau nehmen mit ihren Angaben. Mitunter erweist sich eine vermeintlich extrem schnelle Class 10 Card als lahme Ente. Was also tun beim Kauf einer neuen Karte? Immerhin bietet der Markt vom Schnäppchen für 10 Euro bis zur Highend-Karte für über 500 Euro so gut wie jede Preisklasse an. Darüber hinaus etabliert sich eine neue Spezifikation; der dritte Standard nach SD und SDHC = SD XC (SD Extended Capacity). SD-XC-Karten sollen bis zu 2 TByte speichern und Daten mit bis zu 300 MByte pro Sekunde übertragen können. Greift man nicht besser gleich zu solch einer Karte? Nein! SDXC-Karten sind nicht abwärtskompatibel zu SDHC-oder SD . Ohne die jeweiligen Gerätschaften nützen die hervorragenden Geschwindigkeiten gar nichts. Der Kauf lohnt nur dann, wenn Ihre Kamera SDXC auch wirklich unterstützt. Halten wir fest: Wenn Ihre Kamera SD 1.0 unterstützt, können Sie SD-Karten bis 1 GB verwenden. Wenn Ihre Kamera SD 1.1 unterstützt, können Sie SD-Karten bis 2 GB verwenden. Wenn Ihre Kamera SD 2.0 unterstützt, können Sie SD und SDHC-Karten verwenden. Wenn Ihre Kamera SD 3.0 unterstützt, können Sie SDXC-Karten verwenden. SDHC-Karten sind nicht abwärtskompatibel zu SD 1.x SDSDXC-Karten sind nicht abwärtskompatibel zu SDHC und SD 1.x Da der Markt extrem schnelllebig ist, möchten wir keine Kaufempfehlung für einzelne Karten aussprechen. Aber wir können kurz jene Karten vorstellen, die wir verwenden und mit denen wir gute, aber auch teils schlechte Erfahrungen machten: 1) SD 1.0 (SD bis 1 GB) Die SanDisk Ultra II plus USB-Port mit einer Speicherkapazität von 1 GB schöpft die Möglichkeiten des SD 1.0 Ports voll aus und verfügt über ein praktisches Feature: man kann die Karte umklappen und direkt in einen USB-Port stecken. Der Kartenleser ist in dieser Karte also bereits integriert. Trotz der Miniaturtechnik hat sich die SanDisk in 5 Jahren Gebrauch tapfer geschlagen. Wir haben insgesamt drei Karten diesen Typs bis heute in Gebrauch (1 x 512 MB, 2 x 1024 MB), die Scharniere arbeiten reibungslos, die Kontakte haben keinen Schaden genommen. Obwohl die Karte bei SanDisk im Katalog schon lange nicht mehr geführt wird, wird der Oldtimer bei Ebay zu einem mittleren Verkaufspreis von 8 EURO noch angeboten. Im Vergleich zu neueren Karten erscheint der Preis hoch, allerdings gibt es keine Alternative zu dem praktischen USB-Port. Die Eckdaten: 10MB/s lesen, 9MB/s schreiben. Dies entspricht Class 2. 2) SD 1.1 (SD bis 2 GB) Die SanDisk Ultra II plus USB-Port mit einer Speicherkapazität von 2 GB entspricht der zweiten Evolutionsstufe der oben gezeigten SD-Karte und unterstützt die SD 1.1 Spezifikation. Wir haben eine Karte diesen Typs seit vielen Jahren in Gebrauch, parallel dazu eine 4GB-Ausführung mit SD- Kennzeichnung, die überraschenderweise im SD1.1 Port reibungslos funktioniert. Auch diese Karte wird bei SanDisk nicht mehr geführt. Da uns 10MB/s lesen und 9MB/s schreiben in der Panoramafotografie genügen (Class 2), benutzen wir sämtliche Ultra II Karten im Verbund mit einem zirkularem Fisheye (geringe Datenmengen). 3) SD 2.0 (SDHC bis 32 GB) Die SanDisk Extreme PRO 32 GB SDHC Class10, U3, V30 mit 95 MB/s Lese- und Schreibgeschwindigkeit ist im Vergleich zur Konkurrenz teuer aber zuverlässig. Ihre Leistung kann man nur abrufen, wenn man die entsprechende Hardware nutzt. Das heißt, unabhängig von den Leistungsdaten der Kamera benötigt man einen USB 3.0 Port und ein entsprechendes Lesegerät. Wir verwenden diese ausgezeichnete Karte für aufwändige Belichtungsreihen und für kleinere Videosequenzen, denn hier besteht die größte Gefahr, dass eine langsame Karte die Kamera ausbremst. Wichtig zu wissen = U3 steht für ununterbrochene Videoaufnahme in der UHS Speed Class 3 und V30 für Video Speed Class 30. Sie kennen Prectec nicht und würden die Karte gemäß ihrer Aufmachung als minderwertiges Billigprodukt einschätzen? 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Die SanDisk Extreme PRO 128 GB SDXC- Speicherkarte UHS-II, Class 10, U3 dürfte mit einer Aufnahmegeschwindigkeiten von bis zu 260 MB/Sek. und einer Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 MB/Sek. wohl jede nur erdenkliche Aufgabe erfüllen. Da wir die Karte erst seit kurzem in Verwendung haben, liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Erfahrungswerte vor. Im Chip-Ranking belegt die Karte Platz 1 (Stand Ende 2017). Preis = ca. 275 EURO Da uns kurz nach Erscheinen dieses Artikels mehrfach die Frage gestellt wurde, ob bei der Flughafenkontrolle die SD-Karte in Mitleidenschaft gezogen werden kann: Fast alle Hersteller bestätigen, dass ihre Produkte weder durch Röntgenstrahlen noch durch Magnetfelder beschädigt werden. Auf der Seite Umfeldtoleranz von SanDisk können Sie solch eine Bestätigung finden. Seltsamerweise hört man immer wieder vom Gegenteil. Und seltsamerweise ist es stets die SD-Card, die nach der Flughafenkontrolle defekt war, und nie der interne Speicher der Kamera?! 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