Gibt es das ultimative Objektiv für die Panoramafotografie?     Die    Frage,    welche    Kamera-Objektiv-Kombination    die    beste    ist    zum    Erstellen    von Panoramen,     beschäftigt     den     ambitionierten     Hobbyfotograf     als     auch     den     Profi. Dementsprechend   intensiv   werden   die   verschiedenen   Möglichkeiten   diskutiert.   Dabei favorisieren   viele   ihr   Equipment   und   ihre   Erfahrung   und   übersehen   dabei   etwas   sehr Wesentliches:   Das   ultimative   Equipment   ist   und   bleibt   eine   Illusion.   Weshalb?   Nun,   jede Lösung   hat   Stärken   und   Schwächen.   Und   diese   Vor-   und   Nachteile   offenbaren   sich   von Location   zu   Location   aufs   Neue.   Während   man   eine   sonnige   Landschaftsaufnahme   mit freiem    Fernblick    auch    mal    aus    der    Hand    erfolgreich    zum   Abschluss    bringen    kann, verlangt     eine     Barockkirche     als     Innenaufnahme     eine     ungleich     höhere     Präzision hinsichtlich   Parallaxenfehler   und   ist   anspruchsvoll   in   Sachen   Rauschverhalten.   Diese Problematik   lässt   sich   mit   einer   entsprechenden   Profi-Ausrüstung   natürlich   immer   lösen, wer   aber   schleppt   im   Gegenzug   eine   hochwertige   Kamera   und   ein   teures   Objektiv,   ein Dreibeinstativ    inkl.    Nivelliereinrichtung    nebst    Panoramakopf    im    Wert    von    mehreren tausend   Euro   bei   einer   Wanderung   durchs   Gelände?   Womöglich   noch   den   Berg   hinauf? Ganz   abgesehen   von   der   Tatsache,   dass   sich   nicht   jeder   Panoramafotograf   eine   Profi- Ausrüstung leisten kann oder will. Die   ultimative   Ausrüstung   ist   immer   ein   Kompromiss.   Das   ultimative   Objektiv   ebenso. Folglich   muss   man   sich   beim   Kauf   einer   Linse   sehr   genau   überlegen,   welche   Prämissen zwischen    Qualität,    Flexibilität    und    Schnelligkeit    zu    setzen    sind.    Im    Glauben    an    die eierlegende   Wollmilchsau   kann   man   sehr   viel   Geld   versenken   -   und   oftmals   übersieht man   einen   weiteren,   kostenintensiven   Stolperstein:   Der   Nodalpunktadapter   muss   mit dem   gewählten   Objektiv   harmonieren.   Hat   man   sich   z.B:   zum   Kauf   eines   mehrzeiligen Adapters   entschieden,   kann   man   nicht   jedes   Fisheye-   oder   UW-Objektiv   nachträglich   an diesem Adapter betreiben. 
Nodalpunktadapter mit Nikon D5300 und Weitwinkel-Objektiv
Das Peleng 3.5/8mm Fisheye ist eine preiswerte  Alternative mit Schwächen
Røldal - Stabkirche Seitenschiff     Dieses   Panorama   wurde   mit   der Nikon    D5000    und    dem    Sigma 8mm   f4   erstellt.   4   Bilder   |   ISO 200   |   f8   |   1/250   sec.   Ein   solches Motiv   bei   idealer   Witterung   lässt sich   mit   dem   Fischauge   perfekt einfangen   und   im   Web   präsen- tieren.
Urphar - Orgel der Wehrkirche     Ein      weiteres      Panorama      mit dieser    Kombination.    4    Bilder    | ISO     250     |     f9,5     |     1,5     sec. Stimmungsvoll,   aber   mit   leichten Schwächen,    die    sich    erst    beim heranzoomen     offenbaren.     Der Tiefenschärfenbereich   (Brüstung >    Kirchenraum)    indes    ist    erst- klassig    und    so    nur    schwer    mit einem     18er     Weitwinkelobjektiv zu     erreichen.     Ein     gutes     Er- gebnis.
Wertheim - Village bei Nacht     Auch   hier   kam   die   Nikon   D5000 mit    dem    Sigma    8mm    f4    zum Einsatz.   4   Bilder   |   ISO   250   |   f6,7 |    1,5    sec.    Die    Grenzen    sind gesprengt.    Der    Boden    besteht aus           einem           unsauberen Pixelmatsch,   der   eben   noch   zu tolerieren   ist,   weil   sich   das   Auge auf    das    eigentliche    Motiv    kon- zentriert.    Nicht    zuletzt    aus    die- sem    Grund    bauten    wir    einen Lichtreflex   in   das   Panorama   mit ein.
Urphar - Mainschleuse im Winter     Das     gleiche     Objektiv     an     der Nikon    D5200    scheint    in    einer völlig    anderen    Liga    zu    spielen. Insbesondere       die       knackige Schärfe     sticht     ins    Auge.     Die Auflösung      beträgt      10.000      x 5.000    Pixel,    könnte    aber    noch um    ca.    25%    höher    liegen.    Im Nadir       gab       es       trotz       der komplexen     Struktur     kaum     ein Hindernis     zu     bewältigen.     Der Farbverlauf      im      Himmel      sitzt perfekt.
Nikon D5000 (12,5 MP) Brennweite 18 mm Nikon D5000 (12,5 MP) Brennweite 8 mm
Nikon D5000 (12,5 MP) Brennweite 18 mm Zoomfaktor 100
Nikon D5000 (12,5 MP) Brennweite 8 mm Zoomfaktor 200
Nikon D5200 (24,1 MP) Brennweite 8 mm
Nikon D5200 (24,1 MP) Brennweite 18 mm Zoomfaktor 100
Nikon D5200 (24,1 MP) Brennweite 18 mm
Nikon D5200 (24,1 MP) Brennweite 8 mm Zoomfaktor 200

Weitwinkel versus Fisheye-Objektiv in der Panoramafotografie

Welche Brennweite bzw. welches Objektiv wählt man für ein Kugelpanorama?
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Weikersheim - Schlossgarten
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Frankfurt am Main - Verkehrsmuseum
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Inhaltsverzeichnis Gibt es das ultimative Objektiv für die Panoramafotografie? Das Kit-Objektiv Das Ultra-Weitwinkel-Objektiv Das Fisheye-Objektiv
In    der    Panoramafotografie    wird    im Regelfall      mit      kurzer      Brennweite gearbeitet.     Wir     gehen     der     Frage nach,   ob   ein   preiswertes   Kit-Objektiv ausreicht,   oder   ob   man   nicht   besser ein    hochwertiges    Weitwinkel,    Ultra- Weitwinkel oder Fisheye wählt. 
Wie schaut der Test mit dem 24,1-Megapixel-DX-Sensor der Nikon 5200 aus?   Der   Unterschied   zwischen   dem   18er   Kit-Objektiv   und   dem   Sigma   Fisheye   ist   zwar   noch   erkennbar,   aber   das   Fisheye   zeichnet   am 24MP-Sensor der Nikon D5200 eindeutig schärfer und detailreicher. Schauen wir uns das folgende Panorama an: Fazit Fisheye-Objektiv Wer   in   der   Panoramafotografie   einmal   mit   einem   Fisheye   fotografiert   hat,   möchte   die   Vorteile   nicht   mehr   missen.   Der   riesige Blickwinkel   ist   beeindruckend,   die   deutlich   reduzierte   Anzahl   der   benötigten   Bilder   spart   Zeit   und   der   Kreativität   sind   weniger Grenzen   gesetzt.   Blendenreflexe   kann   man   weitgehend   vermeiden   -   auch   wenn   man   direkt   in   die   Sonne   hinein   fotografiert.   In Sachen   Schärfe   muss   man   hingegen   bei   einer   10-12   MP-Crop-Kamera   Abstriche   machen.   Ab   16   MP   dürfte   dieses   Problem   vom Tisch   sein.   Welches   Fischauge   zu   Ihrer   Kamera   passt,   konnten   Sie   vielleicht   aus   diesem   Artikel   entnehmen.   Und   welchen   Betrag Sie   ggf.   investieren   möchten,   liegt   in   Ihrem   Ermessen.   Auch   mit   einem   preiswerten   Peleng   für   ca.   350   Euro   lassen   sich   gute Panoramen erstellen. Einmal mehr gilt: Der Fotograf ist für seine Bilder verantwortlich, weniger sein Equipment. Nachtrag Kurz    nach    Veröffentlichung    erreichten    uns    Fragen    bezüglich    des    von    uns verwendeten   Objektivs   Sigma   8mm   f4.   Dieses   Modell   wird   seit   einigen   Jahren nicht   mehr   im   Katalog   geführt   und   kann   nur   noch   gebraucht   erworben   werden. Das   Nachfolgemodell   ist   mit   f3,5   etwas   lichtstärker,   bildet   den   Blickwinkel   von 180   Grad   am   Crop-Sensor   1,5   ebenfalls   ab,   dies   allerdings   bis   hart   an   die Bildgrenze. Im unmittelbaren Vergleich ist das Nachfolgemodell besser vergütet. Die   Frage,   wo   der   Nodalpunkt   am   Sigma   8mm   f4   und   f3,5   zu   finden   ist,   können wir    ebenfalls    beantworten.    Unserer    Erfahrung    nach    liegt    der    Punkt    der Eintrittspupille   im   Nahbereich   0,2   Meter   ziemlich   exakt   auf   der   umlaufenden Goldkante.   Im   Fernbereich   wandert   der   Nodalpunkt   zur   Linse   hin   und   wird   von uns    am    äußersten    Schriftzug    SIGMA    fixiert.    Die    Skizze    links    sollte    beide Positionen verdeutlichen. Das könnten Sie auch interessieren: Die   Auswahl    an    guter    und    zu- gleich     preiswerter     Stitch-Soft- ware   zum   Erstellen   von   Kugel- panoramen    ist    leider    sehr    be- schränkt.    Können    sich    Panora- maStudio    Pro,   Auto    pano    Giga und   Adobe   Photoshop   mit   dem Platzhirch PTgui messen? Ein   Vergleichstest   ganz   aus   der Praxis.
Das Kit Objektiv Der    Hobbyfotograf    verwendet    in    der    Regel    eine    Spiegelreflex-    oder    Systemkamera gepaart   mit   einem   preiswerten   Kit-Zoom-Objektiv.   Derlei   Objektive   verfügen   meist   über einen     moderaten     Weitwinkelbereich,     der     ausreicht,     um     qualitativ     hochwertige Kugelpanoramen   zu   erstellen.   Aufgrund   der   Brennweite   ist   der   fotografische   Aufwand allerdings hoch. Unsere   Animation    symbolisiert    die    Vorgehensweise    und    den   Aufwand,    den    man    in Kombination   mit   einem   Kit-Objektiv   erbringen   muss.   Beginnend   beim   ersten   Bild   in   den Himmel   (Zenit)   wird   die   Kamera   mehrzeilig   gedreht   und   geschwenkt.   Das   Bodenbild (Nadir) schließt die Sphäre ab. Summa summarum müssen wir 1+12+12+12+1 Einzelaufnahmen erstellen = 38 Fotos. Die    Werte    unseres    Beispiels    sind    nicht    in    Stein    gemeißelt.    Vielmehr    müssen    die erforderlichen   Drehwinkel   und   Schwenks   sorgsam   ermittelt   werden.   Diese   Notwendigkeit gilt   für   alle   Objektive   in   Abhängigkeit   der   Brennweite   und   des   Bildsensors.   Zwar   liegt dem   Nodalpunktadapter   fast   immer   eine   Anleitung   mit   entsprechenden   Tabellenwerten bei,   wir   indes   bemühen   den   eigenen   Kopf   und   sind   der   Meinung:   Grundlagenwissen schadet   nie.   Folglich   möchten   wir   an   dieser   Stelle   zeigen,   wie   man   mit   einer   Nikon D5300   in   Kombination   mit   dem   Kit-Objektiv   Nikkor   18-55   ein   Kugelpanorama   erstellt. Also   rein   exemplarisch.   Wir   starten   mit   dem   Bildwinkel.   Das   Nikkor   18-55   zeichnet   bei 18mm   Brennweite   einen   Bildwinkel   von   66   x   46   Grad   (gerundet).   Da   wir   im   Hochformat fotografieren, steht der Wert 46° für den horizontalen Bildwinkel. Hier die Betrachtung:
Kit-Objektiv Nikkor 18-55
Der Bildsensor in Kombination mit der Brennweite bestimmen die Anzahl der erforderlichen Einzelaufnahmen
Der max. Bildwinkel beträgt 46° in der Horizontalen
Der Stitcher benötigt ca. 20 bis 35 % Überlappung (8°)
Der nutzbare Bildwinkel beträgt folglich 46° - 16° = 30°
Teilen wir den Vollkreis in 30° Schritte auf, benötigen wir also 12 Quellbilder pro Reihe
46°
46°
30°
30°
8° 8°
Der max. Bildwinkel beträgt 66° in der Vertikalen
Wir legen den nutzbaren Bildwinkel unter Berücksichtigung der Überlappung auf 45° fest.
66°
Fazit Kit Objektiv Das   Kit-Objektiv   wird   in   der   Fotografie   als   auch   in   der   Panoramafotografie   oft unterschätzt.    Mit    einer    hochwertigen    Kamera    und    mit    einem    wertigen    Kit- Objektiv    lassen    sich    allen    Unkenrufen    zum    Trotze    für    günstiges    Geld hochwertige Kugelpanoramen in sehr hoher Auflösung erstellen. Vorzugsweise bei   Tageslicht.    Für    Panoramen    bei    Dämmerung    stößt    man    schnell    an    die Grenzen   des   Machbaren.   Der   wesentliche   Nachteil   aber   ist:   Aufgrund   der Brennweite       werden       unverhältnismäßig       viele       Einzelbilder       für       ein Kugelpanorama    benötigt.    Belichtungsreihen    und    HDR-Projekte    werden    zur mühevollen Fleißarbeit. Das Ultra-Weitwinkel-Objektiv Dort,   wo   der   Einsatz   eines   Kit-Objektiv   nicht   mehr   sinnvoll   erscheint,   wünscht sich   der   Panoramafotograf   einen   größeren   Bildwinkel,   mehr   Lichtstärke   und eine    hohe    Abbildungsqualität.    Hierzu    bietet    der    Markt    für    nahezu    jede Sensorgröße   und   für   fast   alle   Bajonettverschlüsse   entsprechende   Objektive an,   die   im   Gegensatz   zu Analog-Zeiten   auch   bezahlbar   sind.   Das   Samyang AF 14mm   F2,8   zum   Beispiel   kostet   je   nach   Ausführung   zwischen   550   und   690 EURO,   liegt   preislich   im   Mittelfeld,   überzeugt   mit   einer   guten   Auflösung   im Bildzentrum.   Nur   in   den   Randbereichen   nimmt   die Auflösung   deutlich   messbar ab.   Diese   Bereiche   werden   in   der   Panoramafotografie   beschnitten,   so   dass   8 Einzelaufnahmen     am     KB-Format     für     ein     vollständiges     Kugelpanorama ausreichen.   Im   direkten   Vergleich   zum   Kit-Objektiv   erspart   man   sich   folglich   30 Einzelaufnahmen.   Das   sind   30   mögliche   Fehlerquellen   weniger. Allerdings   gibt es    einen    Wermutstropfen    zu    berücksichtigen:    Weniger    Bildmaterial    heißt weniger   Pixel;   die Auflösung   des   Panoramas   nimmt   dramatisch   ab.   Hier   gilt   es also   von   Fall   zu   Fall   abzuwägen.   Für   eine   Internetpräsentation   reicht   eine Auflösung van ca. 8.000 x 4.000 Pixel allemal. Halten   wir   fest:   Je   kürzer   die   verwendete   Brennweite   und   somit   der   nutzbare   Bildwinkel der   einzelnen   Aufnahme   ist,   desto   weniger   Quellbilder   sind   für   das   fertige   Panorama erforderlich.   Unter   Verwendung   eines   Fisheye   können   lediglich   4   Quellbilder   ausreichen, die,   wie   unsere   zweite   Animation   zeigt,   einzeilig   erzeugt   werden.   Was   kaum   beachtet wird:   Fisheye-Objektive   haben   bei   identischer   Brennweite   einen   größeren   nutzbaren Bildwinkel   als   rectilineare   Ultra-Weitwinkel-Objektive   und   sind   in   der   Folge   effizienter. Der    Neuling    indes    hat    gegenüber    dem    Fisheye-Objektive    häufig    Vorurteile,    die sinngemäß fast immer so lauten: Fisheye-Objektive verzeichnen zu stark. Ein Fisheye kann man nur für die Panoramafotografie einsetzen. Ein Fisheye ist nicht so aufwändig korrigiert wie ein Ultra-Weitwinkel. Mit einem UW erreiche ich mehr Dramatik im Panorama. Fazit Ultra-Weitwinkel-Objektiv Bevor   Sie   zu   ein   Ultra-Weitwinkel-Objektiv   wählen,   sollten   Sie   sich   selbst   hinterfragen. Nicht   selten   muss   die   Panoramafotografie   als   Alibi   herhalten,   weil   man   sich   bereits   seit langer     Zeit     ein     extremes     Weitwinkelobjektiv     herbeisehnt.     Fakt     ist:     Rectilineare Brennweiten    versprechen    aufgrund    der    Brennweitenangabe    mehr,    als    sie    in    der Panoramafotografie   halten   können.   Ein   Fisheye   ist   effizienter,   die   Verzerrung   kommt dem   Stitchvorgang   entgegen,   sie   sind   preiswerter.   Am   finalen   Panorama   ist   nicht   zu erkennen,    ob    es    mit    einem    Weitwinkel    oder    einem    Fisheye    aufgenommen    wurde. Möchten   Sie   das   Ultra-Weitwinkel   wirklich   anderweitig   noch   nutzen,   steht   dem   Kauf nichts   mehr   entgegen.   Möchten   Sie   das   Objektiv   hauptsächlich   für   Kugelpanoramen einsetzen, lesen Sie bitte weiter. Das Fisheye-Objektiv Im   Gegensatz   zu   jedem   anderen   Objektiv,   kann   man   ein   Fisheye   nicht   mal   allein   nach der   Brennweitenangabe   des   Herstellers   aus   dem   Verkaufsregal   ziehen.   Wer   dies   meint, erleidet   Schiffbruch   und   muss   ggf.   die   Erfahrung   machen,   das   ein   Walimex   Pro AE   8mm einen   sehr   viel   kleineren   Bildkreis   abbildet,   als   z.B.   das   Sigma   f3,5   -   trotz   identischer Brennweitenangabe.    Um    die    Verwirrung    noch    größer    zu    machen:    Jedes    Fisheye- Objektiv   liefert   einen   Bildkreis   mit   mindestens   180°   Bildwinkel   ab.   Die   Frage   ist   nur,   wo die 180° angelegt sind. Bevor   wir   dieses   Rätsel   lösen,   bitten   wir   Sie,   sämtliche   Händlerangaben   zu   vergessen. Es   ist   ein   großer   Unsinn,   wenn   im   Handel   ein   Fisheye   "für   das APS/C-Format"   oder   "das Kleinbildformat"   angepriesen   wird.   Jedes   Fisheye   kann   an   jeder   Sensorgröße   betrieben werden,   solange   das   Bajonett   bzw.   das   Auflagemaß   passt.   Entscheidend   ist   nur   der nutzbar verfügbare Bildkreis am gewählten Sensor. Das schauen wir uns im Detail an.
3 Reihen á 12 Aufnahmen = 36 Bilder plus 1 x Zenit plus 1 x Nadir = 38 Bilder
1
2
3
Zenit
Nadir
66° 10,5° 10,5°
Samyang AF 14mm F2.8 116,6° Ultra-Weitwinkelobjektiv mit Autofokus
Nodalpunktadapter mit Nikon D5300 und 8mm Fisheye-Objektiv
Sigma Fisheye 8mm f4 Der Klassiker schlechthin
Walimex Pro AE 8 mm f/3,5  (inkl. abnehmbarer Gegenlichtblende) zeichnet die 180° Blickwinkel lediglich diagonal
Zirkular
Portrait
Diagonal
Fullframe
Beim Kauf eines Fisheye-Objektivs sollte man sehr genau wissen, wie der nutzbare Bildkreis am Sensor zeichnet.
Zirkular
180°
Liegt der Bildkreis des Fisheyes vollständig innerhalb der Sensorfläche der Kamera, zeichnet das Objektiv zirkular und nutzt nur ca. 50% der Sensorfläche. Man verschenkt also die Hälfte der Auflösung, die die Kamera zur Verfügung stellt. Für die Panoramafotografie ist diese Kombination denkbar ungeeignet. Lassen Sie sich von der Herstellerangabe zirkular aber nicht verwirren. Wird das Sigma 8mm f4,0 an einem APS-C Sensor betrieben, wird es zum Portrait-Fisheye.
Ist der Durchmesser des Bildkreises größer als die kurze Sensorkante und zugleich kleiner als die lange, spricht man von einem Portrait-Fisheye. Diese Kombination ist besonders effizient für die Panoramafotografie, da sie extrem wenig Pixel verschenkt. Aus diesem Grund sind Kugel- panoramen mit nur 4 Quellbildern möglich. Die Quellbilder kann man mithilfe der single-row-Technik erstellen - also einzeilig.
Portrait
180°
Ist der Durchmesser des Bildkreises größer als die kurze und lange Sensorkante, spricht man von einem Diagonal-Fisheye. Mit dieser Kombination würde man im Hochformat Lücken im Zenit und im Nadir erhalten. Folglich wird die Kamera schräg gestellt. Hierfür bietet der Markt spezielle Adapter an, zum Beispiel den SLANT von der Firma Novoflex.
Diagonal
180°
Deckt der Durchmesser des Bildkreises den gesamten Sensor ab, spricht man von einem Fullframe-Fisheye. Diese Kombination ist sehr beliebt, auch wenn der fotografische Aufwand ein wenig höher liegt und 8 Quellbilder in single-row-Technik benötigt werden, um ein nahezu vollsphärisches Panorama zu erstellen. Als Lohn der Arbeit steht die hohe Auflösung des finalen Panoramas.
Fullframe
180°
Für Diagonal-Fisheye-Objektive geeignet: VR-System SLANT
Die    Suche    nach    dem    optimalen    Fisheyeobjektiv    kann    sich    schnell    zum    Hürdenlauf entwickeln,   insbesondere   dann,   wenn   der   Sensor   der   Kamera   über   einen   Formatfaktor verfügt.   Viele   namhafte   Kamera-Hersteller   verbauen   zum   Beispiel   in   der   APS-C-Klasse Chips,     die     sich     im     Brennweitenverlängerungsfaktor     mehr     oder     weniger     stark unterscheiden   (Nikon   1,5,   Canon   1,6,   Sigma   1,8,   Olympus   2,0).   Es   lässt   sich   keine verbindliche   Aussage    treffen,    dies    oder    jenes    Fisheye    sei    für    einen   APS-C    Sensor besonders   gut   geeignet.   An   dieser   Stelle   muss   man   sich   klug   machen   und   Recherche betreiben. Dazu später mehr. Die   Vorteile   in   der   Panoramafotografie,   die   ein   Fisheye   zu   bieten   hat,   möchte   niemand mehr    missen,    der    jemals    mit    einem    Fisheye    unterwegs    war.    Dank    des    großen Bildwinkels   reduziert   sich   die   Anzahl   der   Einzelaufnahmen   auf   ein   Minimum.   Ideal   also, um   Situationen   festzuhalten,   in   denen   es   belebt   zugeht.   Man   denke   an   Veranstaltungen   wie   Weihnachtsmärkte,   an   Orte   mit Menschenmengen   usw.   usf.   Dank   der   großen   Überlappung   sind   Geisterbilder   ein   geringes   Problem.   Es   bleibt   immer   Raum   genug zur   Retusche.   Bei   einem   Fisheyeobjektiv   hat   man   zudem   kaum   Probleme   mit   Blendenflecken.   Man   kann   fast   bedenkenlos   in   die Sonne   hinein   fotografieren.   Blendenreflexe,   auch   Lensflares   genannt,   kommen   bei   Fisheyeobjektiven   nur   gemäßigt   vor.   Ferner   sind Belichtungsreihen   machbar;   die   Innenaufnahme   einer   Kirche   gewinnt   in   HDR   enorm   an   Dynamik.   All   diese   Punkt   gehen   eindeutig an   das   Fisheyeobjektiv.   Wie   aber   sieht   es   aus   mit   der   Abbildungsqualität?   Bevor   wir   dieser   Frage   nachgehen,   möchten   wir   noch vier Fakten klären: Benötigt   ein   Fisheye   Autofokus?    Nein!   Benötigt   es   nicht.   Bei   Blende   9-13   und   einer   angepassten   Belichtungszeit   stellt   man die   Entfernung   auf   ca.   3-4   Meter,   dann   zeichnet   das   Fisheye   bei   normaler   Stativhöhe   bis   zum   Boden   hinab   scharf.   Wir   haben diese Einstellung mit einem Tesa-Streifen fixiert. Benötigt   das   Sigma-Fisheye   (k)eine   Gegenlichtblende?    Eine   Gegenlichtblende   an   solch   einem   Objektiv   beschränkt   den Bildwinkel.   Fotografen   mit   Vollformat-Sensor   rasieren   sogar   ihre   Gegenlichtblende   ab,   um   den   maximalen   Bildwinkel   voll   aus- schöpfen zu können. Bilder   mit   dem   Fisheye   geschossen   leiden   an   Unschärfe?    Davon   hört   man   immer   wieder   mal,   doch   in   den   meisten   Fällen wurde   nicht   verstanden,   wie   die   Schärfe   einzustellen   ist   -   nämlich   nicht   auf   Unendlich.   Wir   haben   solch   ein   „unbrauchbares“ Objektiv günstig erstanden und waren wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Treten   bei   Fisheye-Bildern   Farbsäume   auf?    Ja!   Insbesondere   beim   preiswerten   Peleng   sind   Farbsäume   ein   Thema,   aber   mit einem    Bildbearbeitungsprogramm    wie    z.B    Photoshop    kann    man    gegen    die    chromatische    Aberration    (CA)    erfolgreich angehen.   Grundsätzlich   gilt   =   Auf   die   Vergütung   kommt   es   an.   Je   hochwertiger   das   Objektiv   ist,   umso   weniger   Probleme sollte es geben. Kommen   wir   jetzt   zu   einer   der   wichtigsten   Frage:   Wie   gut   ist   die   Abbildungsqualität   beim   Einsatz   einer   Fischtüte?   Ein   Bild   sagt mehr   als   1.000   Worte.   Und   so   haben   wir   zur   Beantwortung   dieser   Frage   drei   Oldtimer   aus   der   Fototasche   gekramt:   Die   Nikon D5000   aus   dem   Jahr   2009   und   die   Nikon   D5200   von   2013. Als   Objektiv   kommt   das   Sigma   8mm   f4,0   zum   Einsatz.   Nach   heutigen Maßstäben   bewegt   man   sich   mit   der   Nikon   D5000   im   Verbund   mit   dem   Sigma   8mm   Fisheye   am   Rande   des   Machbaren.   Der   12,3 MP-Sensor   ist   ausgezeichnet,   wird   aber   dort   überfordert,   wo   ein   Fisheye   am   stärksten   verzeichnet:   im   Randbereich. Also   im   Nadir und   im   Zenit.   Insbesondere   im   Bodenbild   können   bei   kleinen   Pflastersteinen   Probleme   auftreten,   die   wir   an   anderer   Stelle   schon einmal   beschrieben   haben.   Weiß   man   um   diese   Schwäche,   kann   man   diesen   Schwierigkeiten   aber   begegnen,   indem   man   die Kamera zum Boden hin ein wenig mehr neigt. Die somit entstandene Lücke im Himmel lässt sich meist problemlos beseitigen. Was   bei   guten   Lichtverhältnissen   noch   gelingt,   misslingt   bei   schlechten.   Dunkle   Partien   können   matschig   wirken   und   versinken   im Farbpixelnebel.   Sich   mit   einer   10-12   MP-Kamera   und   8mm   Fisheye   in   eine   Kirche   zu   wagen,   um   dort   eine   Innenaufnahme   zu erstellen,   ist   ein   Wagnis.   Diese   Kombination   ist   eine   Schönwetterlösung!   Wer   das   weiß   und   die   Grenzen   akzeptiert,   kann   sehr   gute Ergebnisse   erzielen.   Die   max.   Auflösung   eines   fertigen   Panoramas   beträgt   mit   einer   12   Megapixelkamera   ca.   8500   x   4500   Pixel. Um   zu   veranschaulichen,   unter   welcher   Brennweite   welche   Qualität   hinsichtlich   der   Schärfe   zu   erwarten   ist,   haben   wir   folgende Testbilder und Panoramen erstellt:
Typische Probleme beim Erstellen eines Panoramas mittels Fisheye im Nadir: Die Schärfe zur Bildmitte hin nimmt etwas ab. Mit Nahtfehlern ist zu rechnen.
Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Stitchfehler + Schärfeprobleme Pupilleneintritt im Nahbereich Pupilleneintritt im Fernbereich tipp Kugelbilder vom Einbein tipp Stitcher im Test tipp Equipment Panografen tipp Was sind Kugelbilder tipp Kugelbilder im www tipp Kugelbilder erstellen tipp Kugelbilder erstellen tipp Kugelbilder für Ihre HP
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