Der HDR-Modus bei Kameras - um was geht es hier? Die Abkürzung HDR steht für H igh D ynamic R ange. Zu deutsch: Bild mit großem Dynamikbereich . Um was geht es hier? Es geht um Licht und Schatten! Oder richtiger gesagt: Es geht um den Kontrast ; also um den Unterschied zwischen den hellen und dunklen Bereichen innerhalb eines Bildes! Jeder Fotograf kennt die Problematik. Enthält ein Motiv zu viel Licht und zu viel Schatten, erhalten wir ausgebrannte Lichter oder zugelaufene Schatten. Der alte Lehrsatz, die korrekte Belichtung gehört auf das Hauptmotiv gelegt, ist uns in der Panoramafotografie keine große Hilfe. Ein Kugelpanorama hat den Anspruch, in allen Blickwinkeln sauber belichtet zu sein. Die traditionelle Fotografie ist mit dieser Herausforderung klar überfordert. Eine 360 Grad Rundumansicht an einem sonnigen Tag mit einer einzigen Belichtungszeit fotografiert, erfordert fast immer ein gewisses Maß an Nacharbeit. Schattige Bereiche müssen aufgehellt und Lichter betont werden. Hier scheidet sich die Spreu vom Weizen. Die perfekte Balance zwischen Licht und Schatten ist das A und O in der Panoramafotografie. In Sachen Bildqualität kann uns HDR also einen Vorteil verschaffen. Wir erweitern be - reits bei der Aufnahme den Kontrast. Zumindest bei unbewegten Motiven. In der klassi - schen Fotografie fügen Könner unterschiedlich belichtete Einzelaufnahmen per Belichtungsreihen ( Bracketing ) zu einem hochdynamischen Bild zusammen. Der Aufwand ist hoch. Aktuelle Kameras verfügen über eine bordeigene HDR-Funktion. Hier ist der Aufwand geringer. Die Kamera erledigt die Arbeit. Die Frage ist nur, eignen sich tongemappte Aufnahmen direkt aus der Kamera zum Erzeugen eines Kugelpanoramas?
HDR-Testaufnahme Bad Orb - Im Gradierwerk
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 06/05/2013
Kugelpanorama - Bad Orb - Im Gradierwerk Landkarte
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Kugelpanorama - Bad Orb - Martinskirche Innenansicht Kugelpanorama - Kreuzwertheim - Fuhrpark der Feuerwehr Kugelpanorama - Burg Runkel - Blick aus der Burgmauer
Bad Orb - Martinskirche Innenansicht
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Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad.

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Das Panorama Magazin Kugelpanoramen, die Welt in 360 Grad
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Inhaltsverzeichnis Der HDR-Modus bei Kameras - um was geht es hier? Das Für und Wider: Die HDR-Fotografie in der Kritik Fakten und Hintergrundwissen Der Helligkeitskontrast - eine Frage des Feingefühls HDR-Testbilder Mit Stativ und VR-System zum Kugelpanorama Das finale HDR-Kugelpanorama | Fazit
Moderne Kameras verfügen oftmals über einen HDR-Modus. Wird dieser Modus aktiviert, erstellt die Kamera statt einer Einzelbildaufnahme min - destens 2, meist 3 oder auch mehr Quellbilder in schneller Reihenfolge mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Diese Bildreihe wird dann intern verrechnet und als Foto mit erhöhtem Dynamikumfang ausgegeben. Ist der HDR-Modus auch für Kugelpanoramen geeignet? Dieser Frage gehen wir nach. Ihr
Das Für und Wider: Die HDR-Fotografie in der Kritik Über HDR wird derzeit heftigst diskutiert. Wie bereits erwähnt, legt uns diese Aufnahmetechnik zwar ein Werkzeug an die Hand, mit der man fotografische Ergebnisse spürbar verbessern kann, auf der anderen Seite hat sich die HDR Fotografie zu einer im - pressionistische Stilrichtung entwickelt, die nicht jedem gefällt. In der Tat spielen viele Anwender mit überhöhten Kontrasten und übersättigten Farben und erzeugen somit einen surrealen Effekt, an dem man sich schnell satt gesehen hat. Böse Stimmen mei - nen, der Fotograf würde absichtlich dazu verleitet, HDR als Effektfilter zu missbrauchen, indem Tone-Mapping-Operatoren in diversen Programmen eine extrem große Freiheit gestatten. Das mag richtig sein. Und doch sollte man Toleranz walten lassen. Fotokunst und Fotokitsch liegen eng beieinander. Das war schon immer so und wird sich in Zukunft nicht ändern. Mit den oben gezeigten Beispielen haben wir versucht, die Bandbreite zwi - schen Kunst und Kitsch darzustellen. Während der blaue Dreiradtransporter aufgrund der Überzeichnung einen - sagen wir - interessanten Blickfang bildet, drängt sich beim Kirchenbild die Frage auf, ob der Fotograf der Arbeit eines drogensüchtigen Comic- Zeichners nacheifern sollte. Beim Anblick der Fassade indes können wir klar attestieren: Hier steht das Motiv im Vordergrund - und nicht die Technik hinter dem Bild. Hier hat HDR zu einem deutlich verbesserten Arbeitsergebnis geführt, ohne dass der Betrachter von den typischen HDR-Indizien belästigt wird. Schauen wir also nach, welche Vorteile wir aus der HDR Technik ziehen können. Das geht am besten mit Fakten und Hintergrundwissen. Fakten und Hintergrundwissen Wo fangen wir an? Beim menschlichen Auge! Der Theorie nach haben Neandertaler und Homo sapiens einen gemeinsamen Vorfahren, der vor etwa 700.000 Jahren in Afrika lebte. Andere Kreaturen, wie zum Beispiel die Dinosaurier, wandelten vor ca. 225 Millionen Jahren auf unserer Erde. Wir können festhalten, dass das Auge eine Entwicklungsgeschichte hinter sich hat, von der jeder Produktdesigner nur träumen kann. Weshalb diese Vorrede? Weil wir gestern wie heute technikgläubig sind und ins - geheim meinen, die Technik sei jedem organischen System überlegen. Ist dem wirklich so? Nein! Bei Situationen mit extrem hohen Kontrasten haben wir mit unseren Augen kaum Schwierigkeiten, das Verhältnis von schwarz zu weiß klar zu differenzieren. In Zahlen ausgedrückt hat das menschliche Auge einen Kontrast von 1.000.000:1. Ein Bereich, der im Vergleich zur digitalen Fotografie ca. 1.000x höher liegt. Auch die chemi - sche Fotografie unterliegt diesem Wert um den Faktor 100. Typische Kontraste auf ge - drucktem Papier veranschaulichen die überragende Leistung des Auges noch deutlicher: Tageszeitung 6:1, Laserdrucker 30:1, Fotopapier 50:1. Insbesondere Freunde von Heimkinosystemen werden an dieser Stelle widersprechen wollen. Die neue Fernsehgeneration wird mit Kontrastwerten von 2.000.000:1 bis hin zu 150.000.000:1 beworben. Stopp! Die Hersteller wissen um die Unzulänglichkeiten ihrer Produkte sehr genau und wenden einen Trick an. Sie deklarieren den dynamischen Kontrast ihrer Flimmerkisten! Der Trick besteht darin, dass bei einem dunklen Bild die Hintergrundbeleuchtung reduziert wird, was klar auf Kosten der Bildqualität geht. Der native Kontrast ist entscheidend! Es ist also wichtig zu wissen, wovon die Rede ist, bevor wir uns der eigentlichen Fototechnik zuwenden! Reden wir über den Kontrast. Der Helligkeitskontrast - eine Frage des Feingefühls
Normaler Kontrast Geringer Kontrast Erhöhter Kontrast Überzogener Kontrast
Der Begriff „Kontrast“ taucht in der Fotografie in unterschiedlichen Zusammenhängen auf. Ob bei der Aufnahmetechnik, bei der Bildgestaltung, der Motivsuche oder der Nachbearbeitung - über - all gilt es, auf Kontraste zu achten. Wir unterscheiden vier Arten von Kontrasten, die man im Bild gezielt einsetzen kann, um ein - zelne Bildelemente zu gewichten: Helligkeitskontraste, Farbkon- traste, Strukturkontraste und Größenkontraste. Alle vier wirken gleichzeitig, können aber unterschiedlich stark inszeniert werden und damit zu einem vordergründig wirkenden oder aber auch zu einem eher unauffälligen Gestaltungsmittel werden. Grundsätzlich gilt, je höher ein Kontrast ausfällt, desto dominan - ter wird er wahrgenommen. Der wichtigste bildgestalterische Kontrast in der Fotografie ist der Helligkeitskontrast, umgangs - sprachlich auch als Brillanz bezeichnet. Unser Eichhornkater zeigt, wie ein Foto durch Anheben des Helligkeitskontrastes an Brillanz gewinnt. Es kann aber auch genau das Gegenteil erreicht werden. Bei einem zu harten Kontrast verschwinden viele Bilddetails im Pixel-Nirwana, wäh - rend ein zu weicher Kontrast milchig erscheint. Generell gilt: Ein ausgewogenes Kontrastverhältnis wirkt natürlich, indem es der Realität am nächsten kommt . Leicht gesagt. Vom Druck auf den Auslöser bis hin zum finale Bild fließen in der Praxis unendlich viele Faktoren mit ein, so dass sich dieser Leitspruch bei näherer Betrachtung als Wunschtraum entpuppt. Wir müssen den Dynamikumfang betrachten, also jenen Bereich. den die Kamera abbilden kann. Die Qualität des Objektivs und des Kamera-Sensors sind zu hinterfragen, ebenso der Monitor und dessen Kalibrierung, usw. usf. Schlimmer noch. Am Ende der Kette sitzt der Mensch, der eher subjektiv als objektiv darüber entscheidet, ob der Kontrastumfang nun sitzt, oder nicht. Der größte Feind des „natürlichen Kontrasts“ ist der persönliche Geschmack. An dieser Stelle helfen Prüfbilder weiter, ein gewisses Fingerspitzengefühl zu entwickeln. Desweiteren sollte man sich mit High-Key und Low-Key-Aufnahmen beschäftigen. Eine High-Key Aufnahme hat einen Dynamikbereich, der sich in den hellen Bereichen bewegt, eine Low-Key-Aufnahme einen Dynamikbereich der sich in den dunklen Bereichen abspielt. Typische Situationen sind Aufnahmen im Nebel oder auch Portraits vor einem hellen Hintergrund. So lernt man schnell: Der Dynamik- und Kontrastumfang sollte in der Regel nicht über das gesamte Bild erhöht werden, da gerade dunkle und helle Partien am prägnantesten sind. Das klassische Spiel mit Licht und Schatten ist ein Stück weit Kunst und Handwerk zugleich. Über Kunst kann man streiten. Das Handwerk aber erlernt man am besten in der Extreme. HDR-Testbilder Kommen wir also zur Praxis. Wir wählen ein Motiv, das wenig hergibt für irgendwelche emotionalen Irritationen. Die Lichtverhältnisse sind denkbar ungünstig, aber zur Beurteilung, was eine kamerainterne HDR-Funktion zu leisten vermag, ist die Wahl bestens geeig - net. Was hier funktioniert, funktioniert bei einer Schönwetteraufnahme allemal. Das Ergebnis ist eindeutig. Obwohl die von uns verwendete Nikon D5300 lediglich zwei Einzelaufnahmen zu einem HDR-Bild verarbei - tete, sind alle HDR Versuche besser, als hätte man auf den HDR-Modus verzichtet. Was die Tonwerte anbelangt, sagt uns der Modus Normal am besten zu. High und High * schwä - chen die Lichter zu stark ab, so dass eine un - schöne Abschattung entsteht. Betrachten wir die Details: Unsere im Schatten liegende Kamera müssen wir im unmittelbaren Vergleich wohl nicht kom - mentieren. Auch nicht das Latte macchiato Glas nebst Kaffeebecher. Ganz ohne Frage würden mehrere Einzelauf- nahmen zu einem noch besseren Ergebnis führen, allerdings dürfen wir nicht außer acht lassen, wie schnell wir mit dem automatischen HDR-Modus unterwegs sind. Die Doppelauf- nahme der Nikon dauerte den Bruchteil einer Sekunde. Tonemapping von Hand ausgeführt setzt hohes Können voraus und würde un - gleich länger dauern, insbesondere dann, sieht man die Herausforderung darin, ein Ergebnis nahe an der Realität zu erzielen. Dieses Ziel hat die Nikon erreicht. Jetzt bleibt zu klären, ob wir die HDR-Technik für ein Kugelpanorama verwenden können. Mit Stativ und VR-System zum Kugelpanorama Mit einem stabilen Stativ und einem soliden VR-System suchen wir uns ein “ruhiges” Motiv. Ruhig deshalb, weil alles, was sich bewegt, ein Geisterbild erzeugt. Die HDR-Fotografie harmoniert nicht mit schnellen Bewegungsabläufen. Im Wind schaukelnde Äste, wehende Fahnen, bewegtes Wasser, herumlaufende Personen usw. usf. sind tabu. Auf unserer Nikon sitzt ein Funkauslöser auf dem Blitzschuh. Alternativ könnten wir den Selbstauslöser mit Vorlaufzeit verwenden, allerdings wollen wir bei unserem Test jede noch so kleine Verschiebung zwischen den Einzelaufnahmen vermeiden. Nicht zuletzt aus die - sem Grund werden wir unsere Aufnahmen mittels Live View erstellen. Weshalb? Der Spiegel klappt noch vor der Aufnahme hoch und bleibt auch zwischen den Aufnahmen dort stehen. Vibrationen sind somit ausgeschlossen. Wie in der Panoramafotografie üblich, stellen wir die Blende und die Belichtungszeit manu - ell ein. Die Kamera wird die Belichtungszeit bei der ersten und zweiten Aufnahme unter Beibehaltung der Blende verkürzen bzw. verlängern. Da der HDR-Modus den Kontrast erweitert, sind Farbsäume an kontrastreichen Kanten ein Thema. Sie werden verstärkt. Wir wählen ISO 100. Auf diese Weise ist geringstes Bildrauschen garantiert. Der Zugriff auf den HDR-Modus erfolgt bei der Nikon über den i-Knopf. Hier ist auch der automatische Weißabgleich zu deaktivieren und die ISO ggf. zu ändern.
Prüfbild zum Testen des durch das Anzeigegerät dargestellten Tonwertumfangs (Urheber Aiwork/Wikipedia).
Zum Navigieren bitte den entsprechenden Globus drücken
Unser VR-System Marke Eigenbau (2012) für Fisheye-Objektiv auf Manfrotto 745B mit Nikon DSL
Unabhängig vom Kameratyp achten Sie bitte auf die korrekte Einstellung Ihrer Kamera. Die HDR- Fotografie erfordert  z.B. einem niedrigen ISO-Wert.
Das finale HDR-Kugelpanorama | Fazit Wir befinden uns in Bad Orb. Und zwar im Innern des hölzernen Gradierwerks. An unsere Nikon ist ein Sigma Fisheye Brennweite 8mm f4,0 angeflanscht. Dieses Objektiv zeichnet im Verbund mit dem Crop-Sensor Faktor 1,5 ca. 182 Grad in der Senkrechten. Wir benöti - gen entlang des Horizonts unter 0 Grad, 90 Grad, 180 Grad und 270 Grad jeweils ein HDR- Bild zum Erstellen eines vollständigen Kugelpanoramas. Die Belichtungszeit 1/50 sec. ermitteln wir unter Blende f9 anhand einiger Testaufnahmen. Wie nicht anders vermutet, können wir das Gerüst der Saline zwar ausgezeichnet herausstellen, aber das Gegenlicht ist zu stark, um die Landschaft kontrastreich darzustellen. Das Motiv verfügt über einen ex - trem hohen Dynamikumfang. Wir entscheiden uns für den HDR-Modus High*, den höchst möglichen Wert. Beim Druck auf den Fernauslöser erzeugt die Kamera zwei Aufnahmen hintereinander. Die vier (respektive 8) Aufnahmen sind binnen Sekunden im Kasten. Die jetzt folgenden Einzelaufnahmen haben wir 1:1 von der Speicherkarte übernommen und nicht per Bildabarbeitungssoftware in irgend einer Weise optimiert. Zum Stitchen be - nutzten wir PTGui Pro. Zur Beurteilung klicken Sie bitte auf das fertige Panorama.....
Für ein Ergebnis, das direkt aus der Kamera kommt, ist das Panorama erstaunlich gut gelungen. Wir finden keine Bereiche, die zuge - laufen oder ausgefressen wären. Einige Schatten sind vielleicht zu stark aufgehellt, dafür ist der Hintergrund detailreich durchzeichnet. Die Farbsättigung ist minimal zu hoch, doch dieser Makel lässt sich mittels Bildbearbeitung mit einem Mausklick beseitigen. Als Fazit sei gesagt: Wer ohne großen Aufwand jene Vorteile für sich verbuchen möchte, die die HDR-Technik ermöglichen, für den ist der HDR-Modus eine feine Angelegenheit. Auch über die Panoramafotografie hinaus. Beim Kauf einer neuen Kamera sollte man auf die - ses Feature achten!
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HDR in der Panoramafotografie

Mit dem kamerainternen HDR-Modus zum Kugelpanorama

Inhaltsverzeichnis Der HDR-Modus bei Kameras - um was geht es hier? Das Für und Wider: Die HDR-Fotografie in der Kritik Fakten und Hintergrundwissen Der Helligkeitskontrast - eine Frage des Feingefühls HDR-Testbilder Mit Stativ und VR-System zum Kugelpanorama Das finale HDR-Kugelpanorama | Fazit
Moderne Kameras verfügen oftmals über einen HDR-Modus. Wird dieser Modus aktiviert, erstellt die Kamera statt einer Einzelbildaufnahme mindestens 2, meist 3 oder auch mehr Quellbilder in schneller Reihenfolge mit unter - schiedlichen Belichtungszeiten. Diese Bildreihe wird dann intern verrechnet und als Foto mit erhöhtem Dynamikumfang ausgegeben. Ist der HDR-Modus auch für Kugelpanoramen geeignet? Dieser Frage gehen wir nach. Ihr
Über HDR wird derzeit heftigst diskutiert. Wie bereits erwähnt, legt uns diese Aufnahmetechnik zwar ein Werkzeug an die Hand, mit der man fotografische Ergebnisse spürbar verbessern kann, auf der anderen Seite hat sich die HDR Fotografie zu einer impressionistische Stilrichtung entwickelt, die nicht jedem ge - fällt. In der Tat spielen viele Anwender mit überhöhten Kontrasten und übersättigten Farben und erzeugen somit einen surrea - len Effekt, an dem man sich schnell satt gesehen hat. Böse Stimmen meinen, der Fotograf würde absichtlich dazu verleitet, HDR als Effektfilter zu missbrauchen, indem Tone-Mapping-Operatoren in diver - sen Programmen eine extrem große Freiheit gestatten. Das mag richtig sein. Und doch sollte man Toleranz walten lassen. Fotokunst und Fotokitsch liegen eng beieinander. Das war schon immer so und wird sich in Zukunft nicht än - dern. Mit den oben gezeigten Beispielen haben wir versucht, die Bandbreite zwischen Kunst und Kitsch darzustellen. Während der blaue Dreiradtransporter aufgrund der Überzeichnung einen - sagen wir - interessan - ten Blickfang bildet, drängt sich beim Kirchenbild die Frage auf, ob der Fotograf der Arbeit eines drogensüchtigen Comic-Zeichners nacheifern sollte. Beim Anblick der Fassade indes können wir klar attestieren: Hier steht das Motiv im Vordergrund - und nicht die Technik hinter dem Bild. Hier hat HDR zu einem deutlich verbesserten Arbeitsergebnis geführt, ohne dass der Betrachter von den typischen HDR-Indizien belästigt wird. Schauen wir also nach, welche Vorteile wir aus der HDR Technik ziehen können. Das geht am besten mit Fakten und Hintergrundwissen. Fakten und Hintergrundwissen Wo fangen wir an? Beim menschlichen Auge! Der Theorie nach haben Neandertaler und Homo sapiens einen ge - meinsamen Vorfahren, der vor etwa 700.000 Jahren in Afrika lebte. Andere Kreaturen, wie zum Beispiel die Dinosaurier, wandelten vor ca. 225 Millionen Jahren auf unserer Erde. Wir können festhalten, dass das Auge eine Entwicklungsgeschichte hinter sich hat, von der jeder Produktdesigner nur träu - men kann. Weshalb diese Vorrede? Weil wir gestern wie heute technikgläubig sind und insgeheim meinen, die Technik sei jedem organischen System überlegen. Ist dem wirklich so? Nein! Bei Situationen mit extrem hohen Kontrasten haben wir mit unseren Augen kaum Schwierigkeiten, das Verhältnis von schwarz zu weiß klar zu dif - ferenzieren. In Zahlen ausgedrückt hat das menschliche Auge einen Kontrast von 1.000.000:1. Ein Bereich, der im Vergleich zur digitalen Fotografie ca. 1.000x höher liegt. Auch die chemische Fotografie unter - liegt diesem Wert um den Faktor 100. Typische Kontraste auf gedrucktem Papier veranschaulichen die überragende Leistung des Auges noch deutlicher: Tageszeitung 6:1, Laserdrucker 30:1, Fotopapier 50:1. Insbesondere Freunde von Heimkinosystemen werden an dieser Stelle widersprechen wollen. Die neue Fernsehgeneration wird mit Kontrastwerten von 2.000.000:1 bis hin zu 150.000.000:1 beworben. Stopp! Die Hersteller wissen um die Unzulänglichkeiten ihrer Produkte sehr genau und wenden einen Trick an. Sie deklarieren den dynamischen Kontrast ihrer Flimmerkisten! Der Trick besteht darin, dass bei einem dunklen Bild die Hintergrundbeleuchtung reduziert wird, was klar auf Kosten der Bildqualität geht. Der native Kontrast ist entscheidend! Es ist also wichtig zu wissen, wovon die Rede ist, bevor wir uns der eigentli - chen Fototechnik zuwenden! Reden wir über den Kontrast. Der Helligkeitskontrast - eine Frage des Feingefühls Der Begriff „Kontrast“ taucht in der Fotografie in unterschiedlichen Zusammenhängen auf. Ob bei der Aufnahmetechnik, bei der Bildgestaltung, der Motivsuche oder der Nachbearbeitung - überall gilt es, auf Kontraste zu achten. Wir unterscheiden vier Arten von Kontrasten, die man im Bild gezielt einsetzen kann, um einzelne Bildelemente zu gewichten: Helligkeitskontraste, Farbkontraste, Strukturkontraste und Größenkontraste. Alle vier wirken gleich - zeitig, können aber unterschiedlich stark inszeniert werden und damit zu einem vordergründig wirkenden oder aber auch zu einem eher unauffälligen Gestaltungsmittel werden. Grundsätzlich gilt, je höher ein Kontrast ausfällt, desto dominanter wird er wahrgenommen. Der wichtigste bildgestalterische Kontrast in der Fotografie ist der Helligkeitskontrast, umgangssprachlich auch als Brillanz bezeichnet.
Normaler Kontrast Geringer Kontrast Erhöhter Kontrast Überzogener Kontrast
Unser Eichhornkater zeigt, wie ein Foto durch Anheben des Helligkeitskontrastes an Brillanz gewinnt. Es kann aber auch genau das Gegenteil erreicht werden. Bei einem zu harten Kontrast verschwinden viele Bilddetails im Pixel-Nirwana, während ein zu weicher Kontrast milchig er - scheint. Generell gilt: Ein ausgewogenes Kontrastverhältnis wirkt natürlich, indem es der Realität am nächsten kommt . Leicht gesagt. Vom Druck auf den Auslöser bis hin zum finale Bild fließen in der Praxis unendlich viele Faktoren mit ein, so dass sich dieser Leitspruch bei näherer Betrachtung als Wunschtraum entpuppt. Wir müssen den Dynamikumfang betrachten, also jenen Bereich. den die Kamera abbilden kann. Die Qualität des Objektivs und des Kamera-Sensors sind zu hinterfra - gen, ebenso der Monitor und dessen Kalibrierung, usw. usf. Schlimmer noch. Am Ende der Kette sitzt der Mensch, der eher subjektiv als objektiv darüber entscheidet, ob der Kontrastumfang nun sitzt, oder nicht. Der größte Feind des „natürlichen Kontrasts“ ist der persönliche Geschmack. An dieser Stelle helfen Prüfbilder weiter, ein gewisses Fingerspitzengefühl zu entwickeln. Desweiteren sollte man sich mit High-Key und Low-Key-Aufnahmen beschäftigen. Eine High-Key Aufnahme hat einen Dynamikbereich, der sich in den hellen Bereichen bewegt, eine Low-Key-Aufnahme einen Dynamikbereich der sich in den dunklen Bereichen abspielt. Typische Situationen sind Aufnahmen im Nebel oder auch Portraits vor einem hellen Hintergrund. So lernt man schnell: Der Dynamik- und Kontrastumfang sollte in der Regel nicht über das gesamte Bild erhöht werden, da gerade dunkle und helle Partien am prägnantesten sind. Das klassische Spiel mit Licht und Schatten ist ein Stück weit Kunst und Handwerk zugleich. Über Kunst kann man streiten. Das Handwerk aber erlernt man am besten in der Extreme. HDR-Testbilder Kommen wir also zur Praxis. Wir wählen ein Motiv, das wenig hergibt für ir - gendwelche emotionalen Irritationen. Die Lichtverhältnisse sind denkbar un - günstig, aber zur Beurteilung, was eine kamerainterne HDR-Funktion zu leisten vermag, ist die Wahl bestens geeignet. Was hier funktioniert, funktio - niert bei einer Schönwetteraufnahme allemal. Das Ergebnis ist eindeutig. Obwohl die von uns verwendete Nikon D5300 le - diglich zwei Einzelaufnahmen zu einem HDR-Bild verarbeitete, sind alle HDR Versuche besser, als hätte man auf den HDR-Modus verzichtet. Was die Tonwerte anbelangt, sagt uns der Modus Normal am besten zu. High und High* schwächen die Lichter zu stark ab, so dass eine unschöne Abschattung entsteht. Betrachten wir die Details: Unsere im Schatten liegende Kamera müssen wir im unmittelbaren Vergleich wohl nicht kommentieren. Auch nicht das Latte macchiato Glas nebst Kaffeebecher. Ganz ohne Frage würden mehrere Einzelaufnahmen zu einem noch besseren Ergebnis führen, allerdings dürfen wir nicht außer acht lassen, wie schnell wir mit dem automatischen HDR-Modus unterwegs sind. Die Doppelaufnahme der Nikon dauerte den Bruchteil einer Sekunde. Tonemapping von Hand ausge - führt setzt hohes Können voraus und würde ungleich länger dauern, insbeson - dere dann, sieht man die Herausforderung darin, ein Ergebnis nahe an der Realität zu erzielen. Dieses Ziel hat die Nikon erreicht. Jetzt bleibt zu klären, ob wir die HDR-Technik für ein Kugelpanorama verwenden können. Mit Stativ und VR-System zum Panorama Mit einem stabilen Stativ und einem soliden VR-System suchen wir uns ein “ruhiges” Motiv. Ruhig deshalb, weil alles, was sich bewegt, ein Geisterbild erzeugt. Die HDR- Fotografie harmoniert nicht mit schnellen Bewegungsabläufen. Im Wind schaukelnde Äste, wehende Fahnen, bewegtes Wasser, herumlaufende Personen usw. usf. sind tabu. Auf unserer Nikon sitzt ein Funkauslöser auf dem Blitzschuh. Alternativ könnten wir den Selbstauslöser mit Vorlaufzeit verwenden, allerdings wollen wir bei unserem Test jede noch so kleine Verschiebung zwischen den Einzelaufnahmen vermeiden. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden wir unsere Aufnahmen mittels Live View erstellen. Weshalb? Der Spiegel klappt noch vor der Aufnahme hoch und bleibt auch zwischen den Aufnahmen dort stehen. Vibrationen sind somit ausgeschlossen. Wie in der Panoramafotografie üblich, stel - len wir die Blende und die Belichtungszeit manuell ein. Die Kamera wird die Belichtungszeit bei der ersten und zweiten Aufnahme unter Beibehaltung der Blende verkürzen bzw. verlängern. Da der HDR-Modus den Kontrast erweitert, sind Farbsäume an kontrastreichen Kanten ein Thema. Sie werden verstärkt. Wir wäh - len ISO 100. Auf diese Weise ist geringstes Bildrauschen garantiert. Der Zugriff auf den HDR-Modus erfolgt bei der Nikon über den i-Knopf. Hier ist auch der automatische Weißabgleich zu deaktivieren und die ISO ggf. zu ändern.
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Für ein Ergebnis, das direkt aus der Kamera kommt, ist das Panorama er - staunlich gut gelungen. Wir finden keine Bereiche, die zugelaufen oder aus - gefressen wären. Einige Schatten sind vielleicht zu stark aufgehellt, dafür ist der Hintergrund detailreich durchzeichnet. Die Farbsättigung ist minimal zu hoch, doch dieser Makel lässt sich mittels Bildbearbeitung mit einem Mausklick beseitigen. Als Fazit sei gesagt: Wer ohne großen Aufwand jene Vorteile für sich verbuchen möchte, die die HDR-Technik ermöglichen, für den ist der HDR-Modus eine feine Angelegenheit. Auch über die Panoramafoto- grafie hinaus. Beim Kauf einer neuen Kamera sollte man auf dieses Feature achten!
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