Wie man hier sieht, verfügt das E-Klasse Coupe über kein Glasdach. Folglich mussten wir den Atome-VR-Adapter auf einem kleinen Tri - pod betreiben. Während das vordere Stativbein direkt auf der Mittelkonsole stand, stützten sich die anderen Beine auf Fahrer- und Beifahrersitz ab. Besonders stabil war die Angelegenheit also nicht. Dieser Umstand bereitete beim Stitchen der Quellbilder Schwierig - keiten. Die mittlere Abweichung war zu groß, als dass PTGui das „Bodenbild“ hätte automatisch einbinden können. Das Setzen der erforderlichen Kontrollpunkte von Hand kostete sehr viel Zeit. Ebenso das Maskieren und die anschließende Retuschearbeit. Obendrein passierte uns das Missgeschick, dass wir die equirectan - gulare Projektion überkorrigierten. Farbrauschen war die Folge. Ab in die Tonne und alles von vorne. Im Fazit sei gesagt, es gibt Panoramen, an die man sich ungern erin - nert. Dieses Panorama zählt mit seiner Entstehungsgeschichte zweifelsohne dazu. Das Ergebnis aber kann sich sehen lassen. Bevor wir das finale Kugelpanorama vorstellen, zeigen wir die fünf Quellbilder und das dazugehörige Equi. Die ersten vier Quellbilder entstanden im kamerainternen HDR-Modus.
Das sphärische Panorama wurde 1998 dank des deutschen Physik- und Mathematikprofessors Helmut Dersch entwickelt, nur leider fris - tete Panorama Tools als Sammlung von Programmen und Bibliothe - ken zum Erstellen von Panoramabildern über Jahre hinweg einen Dornröschenschlaf. Lediglich eine Handvoll Enthusiasten - meist Hobbyfotografen - beschäftigten sich anfänglich mit den Möglichkei - ten der virtuellen Realität - kurz VR genannt. Ab dem Jahr 2007 veröffentlichte Google Street View spektakuläre Straßenansichten in 360 Grad. In Deutschland entbrannte daraufhin eine datenschutz - rechtliche Grundsatzdiskussion, die Berufsfotografen und Medien endlich wach küssten. Erst ab dann begann sich das Kugelpanorama in der Werbung zu etablieren. Heute ist die virtuelle Realität zum allgegenwärtigen Thema gewor - den. Kein Autohersteller kann noch Verzicht üben in Sachen VR, geht es zum Beispiel darum, verfügbare Konfigurationen des Interieurs originalgetreu zu präsentieren. Vom mausgrauen Polsterstoff bis hin zum feinst nappierten Leder in unterschiedlichsten Farben. Wählt man die Zierelemente in Silberchrom, in Holz oder dann doch lieber in hochglanzpoliertem Klavierlack? Wie wirkt das neue TFT Display in Flatscreen-Optik? Ein Mausklick genügt und die Frage beantwortetet sich, ob im Cockpit alle Bedien- und Anzeigeinstrumente ergonomisch angeordnet sind. Kurzum: Das Kugelpanorama ist Vorreiter in der VR-Technologie und als Panoramafotograf ist man natürlich neugierig, welche Arbeitsergebnisse die Kollegen aus der Werbung veröffentlichen. Fast immer sind die Panoramen beeindruckend clean, fast schon zu clean. Perfektion allein genügt selten, um wirklich zu beeindrucken. Und so reizte uns die Aufgabe, den Innenraum eines Fahrzeugs als Kugelpanorama abzubilden, lange Zeit gar nicht. Letztlich muss man ja nur zwei Probleme lösen: Die Positionierung des Stativs und die möglichst homogenes Ausleuchten der Fahrgastzelle. So dachten wir. Bis uns eine Veröffentlichungen vom Gegenteil überzeugte. Richtiger gesagt: Es waren zwei. Eine positive und eine negative. Bei der ersten, positiven Veröffentlichung handelte es sich um eine herausragende Arbeit von Tom_Striewisch , der einen betagten Opel P2 Baujahr 1962 nur wenige Zentimeter vom Armaturenbrett entfernt in den Fokus rückte. Die zweite Veröffentlichung bestand aus einem aufwändigen Tutorial, in dem gezeigt wurde, wie man mit allergrößtem Materialeinsatz zu Werke geht. Die Idee, einen motorisierten Panoramakopf auf einem Monopod montiert zwischen die Polster zu quetschen, konnte eigentlich nur den Hintergrund haben, hier etwas Teures promoten und verkaufen zu wollen. Das motivierte uns. Ggf. hätten wir sogar unseren Nudeltassenadapter ein weiteres mal bemüht, der beim Erstellen des Kühlschrankpanoramas den Beweis führte, es geht auch mit kleinem Geld, doch wir fanden eine andere, preiswerte Lösung.
Mercedes CLS 350 BE Shooting Brake Innenansicht
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 06/06/2014
Mercedes CLS 350 BE Shooting Brake Innenansicht
Location am Mainufer 2014
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 06/06/2014
Dorfprozelten - Parkbucht am Mainufer
Kreuzwertheim - Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Innenansicht
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 06/07/2014
Kreuzwertheim - Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Innenansicht
360° Werbung aktuelle Angebote für die Panoramafotografie
Copyright | www.ralf-michael-ackermann.de © | 97877 Wertheim, 22.05.2022
Kugelpanorama - Bad Orb - Martinskirche Innenansicht Kugelpanorama - Kreuzwertheim - Fuhrpark der Feuerwehr Kugelpanorama - Burg Runkel - Blick aus der Burgmauer
Bad Orb - Martinskirche Innenansicht
Burg Runkel - Blick aus der Burgmauer
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Rüdesheim - Souvenir-Shop in der Drosselgasse
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Kugelpanoramen. Die Welt in 360 Grad.

DIE URHEBERRECHTE DER FOTOS UND PANORAMEN LIEGEN BEIM JEWEILIGEN FOTOGRAFEN
Das Panorama Magazin Kugelpanoramen, die Welt in 360 Grad
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EIZO ColorEdge CS2420
Tipp
Nodalpunktadapter im Eigenbau
Tipp
Was eigentlich ist ein Kugelpanorama?
Tipp
Wie wird ein Kugelpanorama erstellt?
Tipp
Wie wird ein Kugelpanorama veröffentlicht?

Making-of : Kugelpanoramen aus dem KFZ-Innenraum

Mercedes CLS 350 Shooting Brake Gentleman im edlen Gewand
VR-Brille für 360°-Panoramen
4 Quellbilder erstellt mit einem Fisheye-Objektiv
VR-Adapter
Sigma 8mm Fisheye
Nikon D5200
Inhaltsverzeichnis Vorwort Mercedes CLS 350 BE Shooting Brake X218 Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Mercedes E 300 BE Coupe C238 MoPf 2020
Viele Autohersteller bieten auf ihrer Inter - netpräsenz die Möglichkeit, das Interieur ihrer Fahrzeuge interaktiv zu entdecken. Welchen Aufwand muss man für solch ein Panorama betreiben? Hier zeigen wir einige Beispiele - zum Nachmachen - mit kleinem Equipment erstellt. Ihr
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Vorwort
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Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Kurz nach Veröffentlichung unseres Panoramas kontaktierte uns die Freiwillige Feuerwehr Kreuzwertheim und öffnete uns die Türen zu ihren Löschfahrzeugen. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit und wendeten ein weiteres mal die oben beschriebene Technik an. Diesmal pappte das Saugnapfsystem auf einer erhöhten Konsole zwischen zwei Polstersitzen. Hier das prämierte Ergebnis:
360° Photograf 360° Panoramic Photografer bei www.360Cities.net. Zurzeit finden Sie über 850 veröffentlichte Panoramen, die Mehrzahl ist unter Google Earth verfügbar
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Unter der Bezeichnung Infuu Holders 041 Car camera holder bietet die Firma infuuholders eine kleine aber feine Saugnapflösung an. Die Konstruktion beinhaltet neben der eigentlichen Saug - schale (95 mm im Durchmesser) fünf Verlängerungsglieder und ein Drehge - lenk mit Stativgewinde 1/4 Zoll - 20 UNC. Die fünf Verlängerungsstücke sind aus Aluminiumguss gefertigt und verfügen jeweils über zwei Verdrehsicherungen (Zahnprofil). Die Konstruktion kann also beliebig in sämtliche Richtungen verformt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die einzelnen Verlängerungsstücke aus der Konstruktion zu entfernen, so dass sich der Halter merklich einkürzt. Wem die Konstruktion insgesamt zu kurz erscheint, kann weitere Verlängerungen hinzukaufen. Der Halter wiegt ca. 600 Gramm und soll laut Herstellerangabe 1,5 bis 2,0 kg Trag - last aufnehmen. Ein Problem gilt es allerdings noch zu lösen. Während eine Kamera über ein 1/4 Zoll - 20 UNC Gewinde verfügt, sind VR-System meist mit dem größeren 3/8 Zoll Gewinde aus - gestattet. Folglich lässt sich der Panoramakopf nicht einfach so auf das Stativ anflanschen. Was tun? Für wenige Euro ist ein Adapterstück von Walimex (siehe oben) zu haben. Dieses Adapterstück schraubt man auf das Stativgewinde - und fertig ist das VR-Saugnapfsystem. Zu guter Letzt zeigen wir noch unseren kompletten Kamera-Aufbau. Mit etwas Phantasie lässt sich erraten, wo genau der Halter befestigt war und wie sich die Kamera in der Fahrgastzelle drehte.
49,90 EURO
Das erste Bild präsentiert unseren Nodalpunktadapter Speedy, eine Eigenkonstruktion . Der Adapter rastet in 90 Grad-Schritten ein, die Indexierung wird nochmals mittels eines kleinen Zeigers unterstützt. Unter Verzicht auf nervige Skalen kann man mit diesem kleinen Adapter “rasant” arbeiten, mit der Einschränkung, dass er lediglich mit einer einzigen Kamera-Objektiv-Kombination zu betreiben ist. Multifunktional ist unser “Speedy” nicht. Dafür kompakt und simpel in der Bedienung. Es folgt unsere Nikon D5200. 24 Megapixel sind für Panoramen bestens geeignet, die mittels Fisheye entstehen. Das Fischauge stammt aus dem Hause Sigma, die Brennweite beträgt 8mm. Ein Blick auf unser Rohmaterial verrät: dieses etwas lichtschwache Objektiv zeichnet im Verbund mit dem Nikon-Sensor über 180 Grad Blickwinkel. So versteht sich dann auch, weshalb wir lediglich 4 Einzelaufnahmen benötigten, um die gesamte Fahrgastzelle in den Kasten zu bekommen. Und die Frage, weshalb wir den Einsatz eines motorisch betrieben Adapters für maßlos überzogen halten, ist ebenfalls beantwortet. Bleibt noch zu klären, auf welchem Stativ-Kopf unser VR-System saß:
Positiv sei vermerkt = Unser preiswerter Stativhalter erzeugte weder einen Parallaxenfehler noch schien er trotz langer Belichtungs - zeiten aus der Ruhe gekommen zu sein. Und dies, obwohl unsere Kamera im HDR-Modus zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten hintereinander schoss. Frei von Vibrationen geht das nicht. Außerdem mussten wir mehrmals die Fahrzeugtür öffnen (und wieder schließen), um das VR-System für die nächste Aufnahme um 90 Grad weiter zu drehen. Da gibt es nichts zu kritisieren. Mit welcher Kamera, mit welchem Objektiv und mit welchem Nodalpunktadapter arbeiteten wir? Das klären wir jetzt:
Die Sonne schien vergleichsweise steil vom Him - mel. Auf eine künstliche Beleuchtungsquelle wurde gänzlich verzichtet. Die Seitenscheiben waren geöffnet, da der Mercedes CLS Shooting Brake in dieser Modellvariante hinter den B-Säu - len komplett foliert ist. Aus diesem Grund sind Schiebedach und Heckscheibe im Bildmaterial deutlich dunkler. Soviel zu den Fakten. Die Philo - sophie indes sollte erklärt werden: Wie bereits erwähnt: Professionelle Aufnahmen aus der Fahrgastzelle sind im Regelfall perfekt ausgeleuchtet. Bis in die letzte Ecke hinein wird die Optik mit ausreichend Licht versorgt, um jedes noch so kleine Detail messerscharf abbil - den zu können. Beim Blick durch die Scheiben gibt es nichts zu entdecken, keine Landschaft, keine Szenerie, die vom Interieur ablenken könnte. Semiprofessionelle Fotografen wählen in der Regel eine diffuse Tageslichtsitua - tion. Hier liegt möglichst wenig im Schatten, der Kontrast wird nicht überanstrengt, das Panorama wird leicht überschärft, der Hintergrund wird klar und deutlich herausgestellt. Anfangs hatten auch wir diese Überlegungen, aber Tom Striewisch zeigte uns mit seinem Opel eine völlig andere Herangehensweise: Erst Licht und Schatten verleihen dem Panorama eine authentische Dynamik. Auch auf die Gefahr hin, dass hier und da eine Reflektion irritiert, ein Staubkorn zu entdecken ist oder ein Blendenfleck mühselig zu beseitigen wäre. Und hier ist das Ergebnis. Das zweite Panorama zeigt den Standort.
Equirectangulare Projektion
Mercedes CLS 350 BE Shooting Brake X218 Mit einem Materialeinsatz von lediglich 49,90 Euro (dazu später mehr) rückten wir einem Mercedes CLS Shooting Brake zu Leibe. Mithilfe unseres VR-System erstellten wir vier Einzelaufnahmen im kamerainternen HDR-Modus, die wir mittels PTGui Pro erfolg - reich vernähten. Eine zusätzliche Aufnahme (Nadir oder Zenit) war nicht erforderlich. Der zeitliche Aufwand zum Erstellen der Bilder betrug 30 Minuten. Hier zeigen wir das Rohmaterial, darunter ist die equirectangulare Projektion zu finden. Auf engstem Raum machten uns Farbquerfehler zu schaffen, die sich besonders an den Bildrändern in grünen und roten bzw. blauen und gelben Farb - säumen an Hell-Dunkel-Übergängen bemerkbar machten. In die Retusche investierten wir zwei bis drei Stunden.
Mercedes E 300 BE Coupe C238 MoPf 2020 Sieben Jahre nach unserem ersten Projekt hatten wir im Spätsom - mer 2021 Gelegenheit, das Cockpit eines E-Klasse Coupes zu panografieren. Aufgrund unserer Erfahrung gingen wir das Projekt selbstsicher an, was mit einem doppelten Reinfall bestraft wurde. Die ersten Quellbilder waren unscharf und mit unzähligen Bildstörungen übersät. Wir hatten schlichtweg vergessen, das Linsenglas zu reini - gen und die Schärfe einzustellen. Beim zweiten Versuch handelten wir uns mehrere Verwackler ein, die daher rührten, dass wir den Funkauslöser nach dem Schließen der Fahrzeugtür viel zu schnell ausgelöst hatten. Erst beim dritten Anlauf glückte die Aufnahme. Als Kamera kam diesmal die Nikon D5300 zum Einsatz und als Objektiv das Sigma 8mm f3.5. Da das Modell f3,5 wesentlich besser vergütet ist als das Vorgängermodell f4.0, gab es kaum Farbsäume zu korrigieren. Dafür ergaben sich völlig andere Probleme.
Mercedes E 300 Coupe Zeitlos elegant
VR-Adapter Atome
Sigma 8mm Fisheye
Nikon D5300
VR-System in der Fahrgastzelle
360° Galerie Unsere schönsten VR- 360°-Panoramatouren auf einen Blick!
Virtuelle 360 Grad Touren
5 Quellbilder erstellt mit einem Fisheye-Objektiv
360° Werbung aktuelle Angebote für die Panoramafotografie
Trotz aller Bemühung und trotz größter Sorgfalt: Das fünfte Bild in der Reihe - die sogenannte Nadiraufnahme - wurde frei aus der Hand geknipst und befindet sich folglich außerhalb der Idealposition. Wenige Millimeter entscheiden hier über Erfolg oder Misserfolg. Aus diesem Grund begnügten wir uns nicht mit einigen wenigen Bil - dern, wir schossen eine ganze Serie ab. Je größer die Auswahl, desto größer die Chancen. Ein weiteres Augenmerk ruht auf der Schärfe. Auch hier ist es ratsam, mehrere Reihen mit unterschiedlichen Einstellungen zu erstellen. Liegt irgend ein dummes Detail in der Fahrgast - zelle außerhalb des Bereichs der Schärfentiefe, ist man später am Bildschirm für jedes brauch - bare Bilddetail dankbar.
Equirectangulare Projektion
Mercedes 300 E Coupe C238 MoPf 2020 Innenansicht
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 25/09/2021
Mercedes 300 E Coupe C238 MoPf 2020
Location am Mainufer 2021
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 23/09/2021
Dorfprozelten - Parkbucht am Mainufer 2021
Vorwort Das sphärische Panorama wurde 1998 dank des deutschen Physik- und Mathematikprofessors Helmut Dersch entwickelt, nur leider fristete Pan - orama Tools als Sammlung von Pro - grammen und Bibliotheken zum Erstellen von Panoramabildern über Jahre hinweg einen Dornröschen - schlaf. Lediglich eine Handvoll Enthu - siasten - meist Hobbyfotografen - beschäftigten sich anfänglich mit den Möglichkeiten der virtuellen Realität - kurz VR genannt. Ab dem Jahr 2007 veröffentlichte Google Street View spek - takuläre Straßenansichten in 360 Grad. In Deutschland entbrannte daraufhin eine datenschutzrechtliche Grundsatzdiskussion, die Berufsfotografen und Medien endlich wach küssten. Erst ab dann begann sich das Kugelpanorama in der Werbung zu etablieren. Heute ist die virtuelle Realität zum allgegenwärtigen Thema geworden. Kein Autohersteller kann noch Verzicht üben in Sachen VR, geht es zum Beispiel darum, verfügbare Konfigurationen des Interieurs originalgetreu zu präsentie - ren. Vom mausgrauen Polsterstoff bis hin zum feinst nappierten Leder in unterschiedlichsten Farben. Wählt man die Zierelemente in Silberchrom, in Holz oder dann doch lieber in hochglanzpoliertem Klavierlack? Wie wirkt das neue TFT Display in Flatscreen-Optik? Ein Mausklick genügt und die Frage beantwortetet sich, ob im Cockpit alle Bedien- und Anzeigeinstrumente ergo - nomisch angeordnet sind. Kurzum: Das Kugelpanorama ist Vorreiter in der VR-Technologie und als Panoramafotograf ist man natürlich neugierig, welche Arbeitsergeb - nisse die Kollegen aus der Werbung veröffentli - chen. Fast immer sind die Panoramen beeindruckend clean, fast schon zu clean. Per - fektion allein genügt selten, um wirklich zu beein - drucken. Und so reizte uns die Aufgabe, den Innenraum eines Fahrzeugs als Kugelpanorama abzubilden, lange Zeit gar nicht. Letztlich muss man ja nur zwei Probleme lösen: Die Positionierung des Stativs und die möglichst homogenes Ausleuchten der Fahrgastzelle. So dachten wir. Bis uns eine Veröffentlichungen vom Gegenteil überzeugte. Richtiger gesagt: Es waren zwei. Eine positive und eine negative. Bei der ersten, positiven Veröffentlichung handelte es sich um eine herausra - gende Arbeit von Tom_Striewisch , der einen betagten Opel P2 Baujahr 1962 nur wenige Zentimeter vom Armaturenbrett entfernt in den Fokus rückte. Die zweite Veröffentlichung bestand aus einem aufwändigen Tutorial, in dem gezeigt wurde, wie man mit allergrößtem Materialeinsatz zu Werke geht. Die Idee, einen motorisierten Panoramakopf auf einem Monopod montiert zwi - schen die Polster zu quetschen, konnte eigentlich nur den Hintergrund haben, hier etwas Teures promoten und verkaufen zu wollen. Das motivierte uns. Ggf. hätten wir sogar unseren Nudeltassenadapter ein weiteres mal bemüht, der beim Erstellen des Kühlschrankpanoramas den Beweis führte, es geht auch mit kleinem Geld, doch wir fanden eine andere, preiswerte Lösung. Mercedes CLS 350 BE Shooting Brake X218 Mit einem Materialeinsatz von lediglich 49,90 Euro (dazu später mehr) rück - ten wir einem Mercedes CLS Shooting Brake zu Leibe. Mithilfe unseres VR- System erstellten wir vier Einzelaufnahmen im kamerainternen HDR-Modus, die wir mittels PTGui Pro erfolgreich vernähten. Eine zusätzliche Aufnahme (Nadir oder Zenit) war nicht erforderlich. Der zeitliche Aufwand zum Erstellen der Bilder betrug 30 Minuten. Hier zeigen wir das Rohmaterial, darunter ist die equirectangulare Projektion zu finden. Auf engstem Raum machten uns Farbquerfehler zu schaffen, die sich besonders an den Bildrändern in grünen und roten bzw. blauen und gelben Farbsäumen an Hell-Dunkel-Übergängen bemerkbar machten. In die Retusche investierten wir zwei bis drei Stunden. Die Sonne schien vergleichsweise steil vom Himmel. Auf eine künstliche Beleuchtungsquelle wurde gänzlich verzichtet. Die Seitenscheiben waren geöffnet, da der Mercedes CLS Shooting Brake in dieser Modellvariante hin - ter den B-Säulen komplett foliert ist. Aus diesem Grund sind Schiebedach und Heckscheibe im Bildmaterial deutlich dunkler. Soviel zu den Fakten. Die Philosophie indes sollte erklärt werden: Wie bereits erwähnt: Professionelle Aufnahmen aus der Fahrgastzelle sind im Regelfall perfekt ausgeleuchtet. Bis in die letzte Ecke hinein wird die Optik mit ausreichend Licht versorgt, um jedes noch so kleine Detail messerscharf abbilden zu können. Beim Blick durch die Scheiben gibt es nichts zu entde - cken, keine Landschaft, keine Szenerie, die vom Interieur ablenken könnte. Semiprofessionelle Fotografen wählen in der Regel eine diffuse Tageslichtsi - tuation. Hier liegt möglichst wenig im Schatten, der Kontrast wird nicht überanstrengt, das Panorama wird leicht überschärft, der Hintergrund wird klar und deutlich herausgestellt. Anfangs hatten auch wir diese Überlegun - gen, aber Tom Striewisch zeigte uns mit seinem Opel eine völlig andere Herangehensweise: Erst Licht und Schatten verleihen dem Panorama eine authentische Dynamik. Auch auf die Gefahr hin, dass hier und da eine Reflektion irritiert, ein Staubkorn zu entdecken ist oder ein Blendenfleck müh - selig zu beseitigen wäre. Und hier ist das Ergebnis. Das zweite Panorama zeigt den Standort. Positiv sei vermerkt = Unser preiswerter Stativhalter erzeugte weder einen Parallaxenfehler noch schien er trotz langer Belichtungszeiten aus der Ruhe gekommen zu sein. Und dies, obwohl unsere Kamera im HDR-Modus zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten hintereinander schoss. Frei von Vibrationen geht das nicht. Außerdem mussten wir mehrmals die Fahrzeugtür öffnen (und wieder schließen), um das VR-System für die nächste Aufnahme um 90 Grad weiter zu drehen. Da gibt es nichts zu kritisie - ren. Mit welcher Kamera, mit welchem Objektiv und mit welchem Nodalpunk - tadapter arbeiteten wir? Das klären wir jetzt:
Mercedes CLS 350 BE Shooting Brake Innenansicht
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 06/06/2014
Mercedes CLS 350 BE Shooting Brake Innenansicht
49,90 EURO
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Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 06/06/2014
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Kreuzwertheim - Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Innenansicht
Panorama von Ackermann Ralf, fotografiert 06/07/2014
Kreuzwertheim - Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Innenansicht

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VR-Brille
4 Quellbilder erstellt mit einem Fisheye-Objektiv
Equirectangulare Projektion
VR-Adapter
Sigma 8mm Fisheye
Nikon D5200
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Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 Kurz nach Veröffentlichung unseres Panoramas kontaktierte uns die Freiwil - lige Feuerwehr Kreuzwertheim und öffnete uns die Türen zu ihren Löschfahr - zeugen. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit und wendeten ein weiteres mal die oben beschriebene Technik an. Diesmal pappte das Saugnapfsystem auf einer erhöhten Konsole zwischen zwei Polstersitzen. Hier das prämierte Ergebnis:
Unter der Bezeichnung Infuu Holders 041 Car camera holder bietet die Firma infuuholders eine kleine aber feine Saugnapflösung an. Die Konstruktion beinhaltet neben der eigentlichen Saugschale (95 mm im Durchmesser) fünf Verlängerungsglieder und ein Drehgelenk mit Stativgewinde 1/4 Zoll - 20 UNC. Die fünf Verlängerungsstücke sind aus Aluminiumguss gefertigt und verfügen jeweils über zwei Verdrehsicherungen (Zahnprofil). Die Konstruktion kann also beliebig in sämtliche Richtungen verformt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die einzelnen Verlängerungsstücke aus der Konstruktion zu ent - fernen, so dass sich der Halter merklich einkürzt. Wem die Konstruktion insgesamt zu kurz erscheint, kann weitere Verlängerungen hinzukaufen. Der Halter wiegt ca. 600 Gramm und soll laut Herstellerangabe 1,5 bis 2,0 kg Traglast aufnehmen. Ein Problem gilt es allerdings noch zu lösen. Während eine Kamera über ein 1/4 Zoll - 20 UNC Gewinde verfügt, sind VR-System meist mit dem größeren 3/8 Zoll Gewinde ausgestattet. Folglich lässt sich der Panoramakopf nicht einfach so auf das Stativ anflanschen. Was tun? Für wenige Euro ist ein Adapterstück von Walimex (siehe oben) zu haben. Dieses Adapterstück schraubt man auf das Stativgewinde - und fertig ist das VR- Saugnapfsystem. Zu guter Letzt zeigen wir noch unseren kompletten Kamera-Aufbau. Mit etwas Phantasie lässt sich erraten, wo genau der Halter befestigt war und wie sich die Kamera in der Fahrgastzelle drehte.
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VR-System in der Fahrgastzelle
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Equirectangulare Projektion
Trotz aller Bemühung und trotz größter Sorgfalt: Das fünfte Bild in der Reihe - die sogenannte Nadiraufnahme - wurde frei aus der Hand geknipst und befin - det sich folglich außerhalb der Idealposition. Wenige Millimeter entscheiden hier über Erfolg oder Misserfolg. Aus diesem Grund begnügten wir uns nicht mit einigen wenigen Bildern, wir schossen eine ganze Serie ab. Je größer die Auswahl, desto größer die Chancen. Ein weiteres Augenmerk ruht auf der Schärfe. Auch hier ist es ratsam, mehrere Reihen mit unterschiedlichen Ein - stellungen zu erstellen. Liegt irgend ein dummes Detail in der Fahrgastzelle außerhalb des Bereichs der Schärfentiefe, ist man später am Bildschirm für jedes brauchbare Bilddetail dankbar.
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