Das sphärische Panorama hat sich in der Werbung fest etabliert. Der Medienhype um die virtuelle Realität - kurz VR genannt - ist zum all - gegenwärtigen Thema geworden, das enthusiastisch aufgenommen und nicht weniger als Revolution gefeiert wird. Große Unternehmen machen ihre Produkte mittels VR potenziellen Kunden zugänglich. Vordenker gehen davon aus, dass die virtuelle Realität in den nächs - ten Jahren unseren Alltag prägen und unseren Medienkonsum nachhaltig verändern wird. Dabei ist VR in vielerlei Hinsicht ein Tech - nologie-Treiber. Die Ansprüche an Chip-Geschwindigkeiten, Display- Qualität und effiziente Software sind extrem hoch. Momentan sind die meisten Anwendungen lediglich logische Weiterentwicklungen von bereits Erlebtem. VR fügt eine zusätzliche Ebene hinzu; die Interaktion. So kann zum Beispiel kaum ein Autohersteller noch Ver - zicht üben in Sachen VR, insbesondere dann nicht, geht es darum, verfügbare Konfigurationen (zum Beispiel das Interieur) nahezu origi - nalgetreu zu präsentieren. Vom mausgrauen Polsterstoff bis hin zum feinst nappierten Leder in mannigfachen Farben. Wählt man die Zierelemente in exklusivem Silberchrom, in Holz oder dann doch lieber in hochglanzpoliertem Klavierlack? Wie wirkt das neue TFT Display in Flatscreen-Optik? Ein Mausklick genügt und die Frage beantwortetet sich, ob im Cockpit alle Bedien- und Anzeigeinstru - mente auch wirklich ergonomisch angeordnet sind. Kurzum: Das Kugelpanorama ist Vorreiter in der VR-Technologie und als Panoramafotograf ist man mehr als neugierig, welche Arbeitsergebnisse die Werbekollegen branchenübergreifend ver - öffentlichen. Fast immer sind die Panoramen beeindruckend clean, fast schon zu clean. Perfektion allein genügt selten, um wirklich zu beeindrucken. Und so reizte uns die Aufgabe, den Innenraum eines Fahrzeugs als Kugelpanorama zu erstellen, lange Zeit gar nicht. Letztlich muss man ja nur zwei Probleme lösen: Die Positionierung des Stativs und die möglichst homogenes Ausleuchten der Fahrgastzelle. So dachten wir. Bis uns eine Veröffentlichungen vom Gegenteil überzeugte. Richtiger gesagt: Es waren zwei. Eine positive und eine negative. Bei der ersten, positiven Veröffentlichung handelte es sich um eine herausragende Arbeit von Tom Striewisch , der einen betagten Opel P2 Baujahr 1962 nur wenige Zentimeter vom Armaturenbrett entfernt in den Fokus rückte. Die zweite Veröffentlichung bestand aus einem aufwändigen Tutorial, in dem gezeigt wurde, wie man mit allergrößtem Materialeinsatz zu Werke geht. Die Idee, einen motorisierten Panoramakopf auf einem Monopod montiert zwischen die Polster zu quetschen, konnte eigentlich nur den Hintergrund haben, hier etwas Teures promoten und verkaufen zu wollen. Das motivierte uns. Ggf. hätten wir sogar unseren Nudeltassenadapter ein weiteres mal bemüht, der beim Erstellen des Kühlschrankpanoramas den Beweis führte, es geht auch mit kleinem Geld, doch wir fanden eine andere, preiswerte Lösung. Bevor wir allzu viele Details im Vorfeld verraten: Mit einem Materialeinsatz von lediglich 28,90 Euro erstellten wir mit unserem vor - handenen VR-System vier Einzelaufnahmen im kamerainternen HDR-Modus, die wir mittels PTGui Pro erfolgreich stitchten. Eine zusätzliche Aufnahme (Nadir oder Zenit) war nicht erforderlich. Der zeitliche Aufwand zum Erstellen der Bilder betrug 30 Minuten. Hier zeigen wir das Rohmaterial, darunter ist die equirectangulare Projektion zu finden. In die Retusche investierten wir übrigens nicht mehr als zwei bis drei Stunden. Auf engstem Raum machten uns Farbquerfehler, die sich besonders an den Bildrändern in grünen und roten bzw. blauen und gelben Farbsäumen an Hell-Dunkel-Übergängen bemerkbar machten. Die Sonne schien vergleichsweise steil vom Him - mel. Auf eine künstliche Beleuchtungsquelle wurde gänzlich verzichtet. Die Seitenscheiben waren geöffnet, da der Mercedes CLS Shooting Brake in dieser Modellvariante hinter den B-Säu - len komplett foliert ist. Aus diesem Grund sind Schiebedach und Heckscheibe im Bildmaterial deutlich dunkler. Soviel zu den Fakten. Die Philo - sophie indes sollte erklärt werden: Wie bereits erwähnt: Professionelle Aufnahmen aus der Fahrgastzelle sind im Regelfall perfekt ausgeleuchtet. Bis in die letzte Ecke hinein wird die Optik mit ausreichend Licht versorgt, um jedes noch so kleine Detail messerscharf abbil - den zu können. Beim Blick durch die Scheiben gibt es nichts zu entdecken, keine Landschaft, keine Szenerie, die vom Interieur ablenken könnte. Semiprofesionelle Fotografen wählen eine diffuse Tageslichtsituation. Hier liegt möglichst wenig im Schatten, der Kontrast wird nicht überanstrengt, das Panorama wird leicht überschärft, der Hintergrund wird klar und deutlich herausgestellt. Anfangs hatten auch wir diese Überlegungen, aber Tom Striewisch zeigte uns mit seinem Opel eine völlig anderen Herangehensweise: Erst Licht und Schatten verleihen dem Panorama eine authentische Dynamik. Auch auf die Gefahr hin, dass hier und da eine Ruflektion irritiert, ein Staubkorn zu entdecken ist oder ein Blendenfleck mühselig zu beseitigen wäre. Und hier ist das Ergebnis. Mit dem zweiten Panorama zeigen wir unseren Standort, um zu beweisen, wir tricksen nicht (siehe u.a. Stromleitung im Schiebedach). Positiv sei vermerkt = Unser preiswerter Stativhalter erzeugte weder einen Parallaxenfehler noch schien er trotz langer Belichtungs - zeiten aus der Ruhe gekommen zu sein. Und dies, obwohl unsere Kamera im HDR-Modus zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten hintereinander schoss. Frei von Vibrationen geht das nicht. Außerdem mussten wir mehrmals die Fahrzeugtür öffnen (und wieder schließen), um das VR-System für die nächste Aufnahme um 90 Grad weiter zu drehen. Da gibt es nichts zu kritisieren. Mit welcher Kamera, mit welchem Objektiv und mit welchem Nodalpunktadapter arbeiteten wir? Das klären wir jetzt: Das erste Bild präsentiert unseren Nodalpunktadapter Speedy, eine Eigenkonstruktion . Der Adapter rastet in 90°-Schritten ein, die Indexierung wird nochmals mittels eines kleinen Zeigers unterstützt. Unter Verzicht auf nervige Skalen kann man mit diesem kleinen Adapter “rasant” arbeiten, mit der Einschränkung, dass er lediglich mit einer einzigen Kamera-Objektiv-Kombination zu betreiben ist. Multifunktional ist unser “Speedy” nicht. Dafür kompakt und simpel in der Bedienung. Es folgt unsere Nikon D5200. 24 Megapixel sind für Panoramen bestens geeignet, die mittels Fisheye entstehen. Das Fischauge stammt aus dem Hause Sigma, die Brennweite beträgt 8mm. Ein Blick auf unser Rohmaterial verrät: dieses etwas lichtschwache Objektiv zeichnet im Verbund mit dem Nikon- Sensor über 180” Blickwinkel. So versteht sich dann auch, weshalb wir lediglich 4 Einzelaufnahmen benötigten, um die gesamte Fahrgastzelle in den Kasten zu bekommen. Und die Frage, weshalb wir den Einsatz eines motorisch betrieben Adapters für maßlos überzogen halten, ist ebenfalls beantwortet. Bliebt noch zu klären, auf welchem Stativ-Kopf unser VR-System saß: Unter der Bezeichnung Infuu Holders 041 Car camera holder bietet die Firma infuuholders eine kleine aber feine Saugnapflösung an. Die Konstruktion beinhaltet neben der eigentlichen Saug - schale (95 mm im Durchmesser) fünf Verlängerungsglieder und ein Drehge - lenk mit Stativgewinde 1/4 Zoll - 20 UNC. Die fünf Verlängerungsstücke sind aus Aluminiumguss gefertigt und verfügen jeweils über zwei Verdrehsicherungen (Zahnprofil). Die Konstruktion kann also beliebig in sämtliche Richtungen verformt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die einzelnen Verlängerungsstücke aus der Konstruktion zu entfernen, so dass sich der Halter merklich einkürzt. Wem die Konstruktion insgesamt zu kurz erscheint, kann weitere Verlängerungen hinzukaufen. Der Halter wiegt ca. 600 Gramm und soll laut Herstellerangabe 1,5 bis 2,0 kg Traglast aufnehmen. Ein Problem gilt es allerdings noch zu lösen. Während eine Kamera über ein 1/4 Zoll - 20 UNC Gewinde verfügt, sind VR-Sys - tem meist mit dem größeren 3/8 Zoll Gewinde ausgestattet. Folglich lässt sich der Panoramakopf nicht einfach so auf das Stativ anflanschen. Was tun? Für knapp 5 Euro ist ein Adapterstück von Walimex (siehe oben) zu haben. Dieses Adapterstück schraubt man auf das Stativgewinde - und fertig ist das VR- Saugnapfsystem. Zu guter Letzt zeigen wir noch unseren kompletten Kamera- Aufbau. Mit etwas Phantasie lässt sich erraten, wo genau der Halter befestigt war und wie sich die Kamera in der Fahrgastzelle drehte. Sind sie auf den Geschmack gekommen? Dann wünschen wir viel Spaß und Erfolg beim panografieren ihres Fahrzeugs. PS: Kurz nach Veröffentlichung unseres Panoramas kontaktierte uns die Freiwillige Feuerwehr Kreuzwertheim und öffnete uns die Türen zu ihren Löschfahrzeugen. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit und wendeten ein weiteres mal die oben beschriebene Tech - nik an. Hier das prämierte Ergebnis: Das könnte Sie auch interessieren
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Das sphärische Panorama hat sich in der Werbung fest etabliert. Der Medienhype um die virtuelle Realität - kurz VR genannt - ist zum allgegen - wärtigen Thema geworden, das enthusiastisch aufgenommen und nicht weniger als Revolution gefeiert wird. Große Unternehmen machen ihre Produkte mittels VR potenziellen Kunden zugänglich. Vordenker gehen davon aus, dass die virtuelle Realität in den nächsten Jahren unseren Alltag prägen und unseren Medienkonsum nachhaltig verändern wird. Dabei ist VR in vielerlei Hinsicht ein Technologie-Treiber. Die Ansprüche an Chip- Geschwindigkeiten, Display-Qualität und effiziente Software sind extrem hoch. Momentan sind die meisten Anwendungen lediglich logische Weiterent - wicklungen von bereits Erlebtem. VR fügt eine zusätzliche Ebene hinzu; die Interaktion. So kann zum Beispiel kaum ein Autohersteller noch Verzicht üben in Sachen VR, insbesondere dann nicht, geht es darum, verfügbare Konfigurationen (zum Beispiel das Interieur) nahezu originalgetreu zu prä - sentieren. Vom mausgrauen Polsterstoff bis hin zum feinst nappierten Leder in mannigfachen Farben. Wählt man die Zierelemente in exklusivem Silber - chrom, in Holz oder dann doch lieber in hochglanzpoliertem Klavierlack? Wie wirkt das neue TFT Display in Flatscreen-Optik? Ein Mausklick genügt und die Frage beantwortetet sich, ob im Cockpit alle Bedien- und Anzeigeinstru - mente auch wirklich ergonomisch angeordnet sind. Kurzum: Das Kugelpanorama ist Vorreiter in der VR-Technologie und als Panoramafotograf ist man mehr als neugierig, welche Arbeitsergeb - nisse die Werbekollegen branchenübergreifend veröffentlichen. Fast immer sind die Panoramen beeindruckend clean, fast schon zu clean. Perfek - tion allein genügt selten, um wirklich zu beeindru - cken. Und so reizte uns die Aufgabe, den Innenraum eines Fahrzeugs als Kugelpanorama zu erstellen, lange Zeit gar nicht. Letztlich muss man ja nur zwei Probleme lösen: Die Positionierung des Stativs und die möglichst homogenes Ausleuchten der Fahrgastzelle. So dachten wir. Bis uns eine Veröffentlichungen vom Gegenteil überzeugte. Richtiger gesagt: Es waren zwei. Eine positive und eine negative. Bei der ersten, positiven Veröffentlichung handelte es sich um eine herausra - gende Arbeit von Tom Striewisch , der einen betagten Opel P2 Baujahr 1962 nur wenige Zentimeter vom Armaturenbrett entfernt in den Fokus rückte. Die zweite Veröffentlichung bestand aus einem aufwändigen Tutorial, in dem gezeigt wurde, wie man mit allergrößtem Materialeinsatz zu Werke geht. Die Idee, einen motorisierten Panoramakopf auf einem Monopod montiert zwi - schen die Polster zu quetschen, konnte eigentlich nur den Hintergrund haben, hier etwas Teures promoten und verkaufen zu wollen. Das motivierte uns. Ggf. hätten wir sogar unseren Nudeltassenadapter ein weiteres mal bemüht, der beim Erstellen des Kühlschrankpanoramas den Beweis führte, es geht auch mit kleinem Geld, doch wir fanden eine andere, preiswerte Lösung. Bevor wir allzu viele Details im Vorfeld verraten: Mit einem Materialeinsatz von lediglich 28,90 Euro erstellten wir mit unserem vorhandenen VR-System vier Einzelaufnahmen im kamerainternen HDR-Modus, die wir mittels PTGui Pro erfolgreich stitchten. Eine zusätzliche Aufnahme (Nadir oder Zenit) war nicht erforderlich. Der zeitliche Aufwand zum Erstellen der Bilder betrug 30 Minuten. Hier zeigen wir das Rohmaterial, darunter ist die equirectangulare Projektion zu finden. In die Retusche investierten wir übrigens nicht mehr als zwei bis drei Stunden. Auf engstem Raum machten uns Farbquerfehler, die sich besonders an den Bildrändern in grünen und roten bzw. blauen und gel - ben Farbsäumen an Hell-Dunkel-Übergängen bemerkbar machten. Die Sonne schien vergleichsweise steil vom Himmel. Auf eine künstliche Beleuchtungsquelle wurde gänzlich verzichtet. Die Seitenscheiben waren geöffnet, da der Mercedes CLS Shooting Brake in dieser Modellvariante hin - ter den B-Säulen komplett foliert ist. Aus diesem Grund sind Schiebedach und Heckscheibe im Bildmaterial deutlich dunkler. Soviel zu den Fakten. Die Philosophie indes sollte erklärt werden: Wie bereits erwähnt: Professionelle Aufnahmen aus der Fahrgastzelle sind im Regelfall perfekt ausgeleuchtet. Bis in die letzte Ecke hinein wird die Optik mit ausreichend Licht versorgt, um jedes noch so kleine Detail messerscharf abbilden zu können. Beim Blick durch die Scheiben gibt es nichts zu entde - cken, keine Landschaft, keine Szenerie, die vom Interieur ablenken könnte. Semiprofesionelle Fotografen wählen eine diffuse Tageslichtsituation. Hier liegt möglichst wenig im Schatten, der Kontrast wird nicht überanstrengt, das Panorama wird leicht überschärft, der Hintergrund wird klar und deutlich her - ausgestellt. Anfangs hatten auch wir diese Überlegungen, aber Tom Striewisch zeigte uns mit seinem Opel eine völlig anderen Herangehens - weise: Erst Licht und Schatten verleihen dem Panorama eine authentische Dynamik. Auch auf die Gefahr hin, dass hier und da eine Ruflektion irritiert, ein Staubkorn zu entdecken ist oder ein Blendenfleck mühselig zu beseitigen wäre. Und hier ist das Ergebnis. Mit dem zweiten Panorama zeigen wir unse - ren Standort, um zu beweisen, wir tricksen nicht (siehe u.a. Stromleitung im Schiebedach). Positiv sei vermerkt = Unser preiswerter Stativhalter erzeugte weder einen Parallaxenfehler noch schien er trotz langer Belichtungszeiten aus der Ruhe gekommen zu sein. Und dies, obwohl unsere Kamera im HDR-Modus zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten hintereinander schoss. Frei von Vibrationen geht das nicht. Außerdem mussten wir mehrmals die Fahrzeugtür öffnen (und wieder schließen), um das VR-System für die nächste Aufnahme um 90 Grad weiter zu drehen. Da gibt es nichts zu kritisie - ren. Mit welcher Kamera, mit welchem Objektiv und mit welchem Nodalpunk - tadapter arbeiteten wir? Das klären wir jetzt: Das erste Bild präsentiert unseren Nodalpunktadapter Speedy, eine Eigen - konstruktion . Der Adapter rastet in 90°-Schritten ein, die Indexierung wird nochmals mittels eines kleinen Zeigers unterstützt. Unter Verzicht auf nervige Skalen kann man mit diesem kleinen Adapter “rasant” arbeiten, mit der Ein - schränkung, dass er lediglich mit einer einzigen Kamera-Objektiv-Kombina - tion zu betreiben ist. Multifunktional ist unser “Speedy” nicht. Dafür kompakt und simpel in der Bedienung. Es folgt unsere Nikon D5200. 24 Megapixel sind für Panoramen bestens geeignet, die mittels Fisheye entstehen. Das Fischauge stammt aus dem Hause Sigma, die Brennweite beträgt 8mm. Ein Blick auf unser Rohmaterial verrät: dieses etwas lichtschwache Objektiv zeichnet im Verbund mit dem Nikon-Sensor über 180” Blickwinkel. So ver - steht sich dann auch, weshalb wir lediglich 4 Einzelaufnahmen benötigten, um die gesamte Fahrgastzelle in den Kasten zu bekommen. Und die Frage, weshalb wir den Einsatz eines motorisch betrieben Adapters für maßlos über - zogen halten, ist ebenfalls beantwortet. Bliebt noch zu klären, auf welchem Stativ-Kopf unser VR-System saß: Unter der Bezeichnung Infuu Holders 041 Car camera holder bietet die Firma infuuholders eine kleine aber feine Saugnapflösung an. Die Konstruktion beinhaltet neben der eigentlichen Saugschale (95 mm im Durchmesser) fünf Verlängerungsglieder und ein Drehgelenk mit Stativgewinde 1/4 Zoll - 20 UNC. Die fünf Verlängerungsstücke sind aus Aluminiumguss gefertigt und verfügen jeweils über zwei Verdrehsicherungen (Zahnprofil). Die Konstruktion kann also beliebig in sämtliche Richtungen verformt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die einzelnen Verlängerungsstücke aus der Konstruktion zu ent - fernen, so dass sich der Halter merklich einkürzt. Wem die Konstruktion insgesamt zu kurz erscheint, kann weitere Verlängerungen hinzukaufen. Der Halter wiegt ca. 600 Gramm und soll laut Herstellerangabe 1,5 bis 2,0 kg Traglast aufnehmen. Ein Problem gilt es allerdings noch zu lösen. Während eine Kamera über ein 1/4 Zoll - 20 UNC Gewinde verfügt, sind VR-System meist mit dem größeren 3/8 Zoll Gewinde ausgestattet. Folglich lässt sich der Panoramakopf nicht einfach so auf das Stativ anflanschen. Was tun? Für knapp 5 Euro ist ein Adapterstück von Walimex (siehe oben) zu haben. Die - ses Adapterstück schraubt man auf das Stativgewinde - und fertig ist das VR- Saugnapfsystem. Zu guter Letzt zeigen wir noch unseren kompletten Kamera-Aufbau. Mit etwas Phantasie lässt sich erraten, wo genau der Halter befestigt war und wie sich die Kamera in der Fahrgastzelle drehte. Sind sie auf den Geschmack gekommen? Dann wünschen wir viel Spaß und Erfolg beim panografieren ihres Fahrzeugs. PS: Kurz nach Veröffentlichung unseres Panoramas kontaktierte uns die Freiwillige Feuerwehr Kreuzwertheim und öffnete uns die Türen zu ihren Löschfahrzeugen. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit und wendeten ein weiteres mal die oben beschriebene Technik an. Hier das prämierte Ergeb - nis:
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