Stativ mit Nivellierung  

Stellen    wir    also    ein    nivellierbares    Holzstativ    mal    zusammen    (was    bei    Berlebach    nicht    ganz    so    profan    weil unübersichtlich   ist).   In   Betracht   kommen   Stative   mit   Mittelsäule   in   der   Gruppe   1042   bis   9043.   Das   Modell   2042 wird   über   die   Maximalhöhe   164   mm   bestimmt.   Somit   hätten   wir   den   Typ   Stativ   Report   2042    mit   der Artikelnummer Art.-Nr.:   12041   definiert.   Nun   könnte   man   noch   die   Farbe   (naturbelassen   ist   Standard),   die   Befestigungsschraube (1/4”   ist   Standard)   und   die   Länge   der   50cm   Mittelsäule   verändern.   Der   Preis   des   Standardmodells   =   228   EURO. Die   technischen   Daten   =   30°   neigbare   Nivellierung   in   alle   Richtungen,   Belastbarkeit   12,00   kg   (kein   Schreibfehler), Transportlänge 81 cm, Gewicht 3,20 kg. Gibt   es Alternativen   zu   diesem   Holzdreibein?   Ja.   Das   MANFROTTO   MA   755XB    mit   MDeVe   Mittelsäule    für   ca.   280 EURO    (Stand    2010).    Die    technischen    Daten    =    neigbare    Nivellierung    in    alle    Richtungen,    Belastbarkeit    7kg, Transportlänge 63,5cm, max. Höhe 165cm, Gewicht 2,80 kg. Und   das   etwas   kleinere,   aber   mit   einer   maximalen   Höhe   von   1,40   Meter   durchaus   ausreichende   MANFROTTO MA    745XB     mit    50    MM    Nivellierhalbschale    MDeVe.    Die    technischen    Daten    =    neigbare    Nivellierung    in    alle Richtungen, Belastbarkeit 7kg, Transportlänge 63,5cm, Gewicht 2,40 kg. Die   nivellierbare   Mittelsäule   MDeVE   gibt   es   im   Zubehörhandel   in   verschiedenen   Längen   zum   Nachrüsten   von Standardstativen ohne nivellierbare Mittelsäule ab ca. 180 EURO (Stand 2014). Die   Frage,   ob   sich   eine   Nachrüstung   lohnt,   lässt   sich   ggf.   durch   die   unglaubliche   Geschwindigkeit   dieser   Kon- struktion   beantworten.   Am   unteren   Ende   der   Mittelsäule   befindet   sich   ein   Handgriff,   den   man   kurz   löst,   um   die integrierte   Wasserwaage   auszurichten.   Bei   unseren   Versuchen   benötigten   wir   keine   5   Sekunden.   Zieht   man   den Handgriff   dann   wieder   fest,   bleibt   das   System   perfekt   im   Wasser   stehen.   Die   Klemmkraft   ist   mehr   als   ausreichend. Hier wackelt nichts. Fassen   wir   zusammen:   In   der   unmittelbaren   Gegenüberstellung   offenbart   sich:   Holzstative   und   Aluminiumstative sind   sehr   viel   besser   als   ihr   Ruf.   Bei   unserer   Recherche   hat   uns   insbesondere   die   Produktreihe   von   Berlebach überrascht.   Da   wir   wie   gesagt   mit   unserem   Cullmann-Stativ   äußerst   unzufrieden   sind,   entschlossen   wir   uns   zum Kauf   eines   Stativs   mit   nivellierbarer   Mittelsäule   und   hatten   das   Glück,   ein   gebrauchtes   MA   745XB   inklusive Stativtasche   für   etwas   über   100   EURO   zu   ergattern.   Hier   können   Sie   nachlesen,   ob   sich   das   Schnäppchen   als solches   bewahrheitete:   Test   Manfrotto   745B   MDeVe .   Manfrotto   führt   dieses   Stativ   nicht   mehr   im   Sortiment,   der   Typ   MA   755XB   ist etwas größer, aber baugleich. Sollten Sie an dieser Stelle von der Preisen generell geschockt sein: Die Suche nach einem gebrauchten Stativ kann sich auszahlen!

Panoramaplatte mit und ohne Indexierung 

Bei   einem   klassischen   Panoramakopf   für   einzeilige   Panoramen   ist   lediglich   eine   horizontale   Drehplatte   verbaut,   während   man   für sphärische,   mehrzeilige   Panoramen   im   unteren   als   auch   im   oberen   Bereich   einen   Drehteller   benötigt.   Die   untere   Platte   dreht   hori- zontal,   die   obere   vertikal.   Wer   sich   zum   Kauf   eines   Nodalpunktadapters   ohne   integriertem   Drehteller   entscheidet,   benötigt   zwischen Stativ   und   Nivelliereinrichtung   eine   horizontal   drehende   Panoramaplatte.   Die   preiswerteren   Modelle   lassen   sich   freigängig   um   die Mittelachse   drehen,   verfügen   über   einen   aufgedruckte   Winkelskala   und   ggf.   noch   über   eine   Feststellschraube   zum   Fixieren   der   ge- wünschten   Position.   Sinnvollerweise   sollte   eine   kleine   Dosenlibelle   integriert   sein.   Die   Arbeitsweise   ist   schnell   erklärt:   Zum   Erstellen der   ersten   Einzelbildaufnahme   wird   die   Panoramaplatte   auf   die   0   Grad   Stellung   gebracht.   Je   nachdem,   mit   welchem   Objektiv   wir   ar- beiten,   drehen   wir   die   Panoramaplatte   zur   zweiten   Aufnahmeposition.   Übliche   horizontale   Winkelschritte   sind   30   Grad   (Weitwinkel) und   45   +   60   Grad   (Superweitwinkel   &   Fisheye-Objektiv).   Wie   gesagt:   Das   Objektiv   ist   ausschlaggebend   für   den   korrekten   Drehwinkel, hier muss man sich vor dem Kauf kundig machen, welche Winkelschritte erforderlich sind. Ggf. lohnt sich der Kauf eines Indexierers. Was   kann   ein   Indexierer   mehr?   Er   erspart   uns   die Arbeit   mit   der   fummeligen   Skala.   Hier   müssen   wir   nicht   mehr   den   korrekten   Winkel- schritt   finden   und   einstellen,   stattdessen   übernimmt   die   Panoramaplatte   diese   Aufgabe,   indem   sie   an   der   gewünschten   Position   mit einem   mehr   oder   weniger   merklichen   Klick   einrastet.   Der   Vorteil   liegt   im   Zeitvorteil.   Mit   einem   Indexierer   (auch   Raststopp   genannt) lässt   sich   sehr   viel   schneller   arbeiten   als   mit   einem   manuellen   System.   Hochwertige   Panoramaplatten   verfügen   über   einstellbare Rastpositionen. Beginnen wir mit der einfachsten Variante für den horizontalen Betrieb: Panoramaplatten. Die   oben   gezeigten   Panoramaplatten   unterscheiden   sich   in   der   technischen   Ausführung kaum,   wohl   aber   in   der   Preisgestaltung.   Sehr   beliebt   ist   das   Modell   Novoflex   Panorama , das   Ende   2014   durch   das   Modell   Novoflex   Panorama   II    abgelöst   wurde.   Der   preiswerte Drehteller   Feisol   PB   70    hat   zwar   keine   Wasserwaage   an   Bord,   genügt   aber   vollauf   für   den minimalisierten    Einsatz    unter    Verwendung    der    Feststellschraube    (z.B.    für    Langzeitbe- lichtungen).    Drehteller    aus    Plastik    sollten    sie    kritisch    hinterfragen.    Wir    kennen    keinen Drehteller    unter    40    Euro,    der    für    die    ernsthafte    Panoramafotografie    herhalten    könnte. Ebenso   wenig   sollten   Sie   dem   Irrtum   erliegen,   ein   Kugelkopf,   der   sich   ja   ebenfalls   in   der Horizontalen   drehen   lässt,   könne   die   Aufgabe   eines   Drehtellers   übernehmen.   Sobald   sie den   Kugelkopf   entriegelt   haben,   verlieren   Sie   die   horizontale   Fixierung   und   somit   den Knotenpunkt   (Nodalpunkt)   des   VR-Systems.   Nur   ein   paar   Zehntel   Abweichung   im   Kugel- kopf   führen   in   der   Verlängerung   zur   Optik   hin   zu   mehreren   Millimetern   Abweichung   im Knotenpunkt.   Ihre   Einzelaufnahmen   werden   dann   nur   schwerlich   noch   von   der   Software akzeptiert.    Oder    aber    sie    handeln    sich    schwerwiegende    Stitch-Fehler    ein,    die    dann wiederum einen hohen Aufwand in die Retusche erforderlich machen. Panoramaplatten    mit    integrierter    Indexierung    (Klick-Stopp)    ersparen    sehr    viel   Arbeit,    kosten    aber    ungleich    mehr    als    die    zuvor gezeigten Drehteller. Hier sind die gängigsten Modelle: Rastbare   Drehteller   sind   in   der   Mehrzahl   ausgestattet   mit   einer Schnellkupplung    ACRA-Schwalbenschwanzsystem.    Das    be- deutet,   man   kann   von   allen   Herstellern,   die   dieses   System unterstützen,    Zubehörklemmplatten    verwenden.    Die    neuen Novoflex-Platten   sind   mit   einem   Einstellhebel   ausgestattet,   so dass   man   kein   Hilfswerkzeug   (wie   z.B.   eine   Münze)   benötigt. Die    beiden    Drehteller    von    Mengs     stammen    aus    China    und werden    in    Deutschland    über    Amazon    angeboten.    Anfangs waren   wir   in Anbetracht   der   extrem   günstigen   Preise   skeptisch, ob   die   Qualität   unsere   Bedürfnisse   erfüllen   kann.   Kurzum:   Wir haben   beide   Teile   getestet   und   fanden   wenig   Grund   zur   Kritik. Der   Drehteller   PAN-02    hat   eine   15°   Indexierung,   die   sich   deak- tivieren    lässt.    Der    Drehteller    DH-55     verfügt    über    10    unter- schiedliche     Raststufen     und     fällt     dementsprechend     etwas größer und schwerer aus.

Fazit

  Soviel   man   auch   vergleicht:   Das   “ultimative”   Equipment   für   die   Panoramafotografie   lässt   sich   schwerlich   finden,   ohne   Gefahr   zu laufen,   das   Sparbuch   zu   plündern   oder   das   Sparschwein   zu   schlachten.   Und   da   die   wenigsten   unter   uns   bereit   sein   dürften,   zwischen 3.000   und   6.000   Euro   für   eine   Profiausrüstung   auf   den   Ladentisch   zu   legen,   hoffen   wir,   Sie   fanden   die   eine   oder   andere   preiswerte Alternative.   Haben   Sie   Vorschläge?   Kennen   Sie   ein   Produkt,   von   dem   Sie   meinen,   es   gehört   auf   unsere   Site?   Möchten   Sie   Kritik üben? Dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und enden mit folgendem Zitat: “Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld und der Meister sorgt sich ums Licht”

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Die   Auswahl   an   guter   und   zugleich preiswerter     Stitch-Software     zum Erstellen   von   Kugelpanoramen   ist leider     sehr     beschränkt.     Können sich    PanoramaStudio    Pro,    Auto- pano   Giga   und   Adobe   Photoshop mit   dem   Platzhirch   PTgui   messen? Ein    Vergleichstest    ganz    aus    der Praxis. Weitere Artikel finden Sie  hier .
Berlebach Panoramaplatte ca. 94 EURO Novoflex Panorama (Auslaufmodell 2014) ca. 74 EURO Novoflex Panorama II ca. 100 EURO Gitzo GS3750D ca. 170 EURO Feisol Drehteller PB-70 ca. 40 EURO tipp Kugelbilder vom Einbein tipp Stitcher im Test tipp Weitwinkel vs Fisheye Manfrotto Panorama-Drehteller 300N ca. 190 EURO
Berlebach Panoramaplatte P101 mit 15° Rasterung inkl. Schnellkupplung ca. 180 EURO Novoflex Panorama 48 mit 4 Raststufen ca. 170 EURO Novoflex Panorama Q48 & Q6/8 II ca. 200 -220 EURO MENGS® DH-55 Panorama-Drehteller ca. 80 EURO MENGS® PAN-02 15° Panorama-Drehteller ca. 50 EURO

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